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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Teil 3 - Wie sieht dein Auferstehungsleben aus? (Kolosser 3:1-17)

18. Das Elixier, das eine Gemeinde am Leben erhält (Kolosser 3:16)


Nach seiner sorgsamen und detaillierten Anleitung zum Aufbau und Wachstum der Gemeinde in Kolossä und in Laodizea offenbart ihnen der Apostel im Gefängnis, wie dies praktisch geschehen und erhalten werden kann:

Kolosser 3:16
3,16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.

Im Wort Gottes liegt seine Kraft verborgen. Durch sein Wort schuf er alle Elemente und Geschöpfe und offenbarte Mose sein Gesetz. Das Wort Gottes leitet uns zur Buße und heilt Krankheiten. Es verwirklicht in uns die Vergebung unserer Sünden und tröstet die Traurigen. Das Wort des Herrn erneuert Menschen und wird die Welt richten. Wir sollten das Wort Gottes nicht unterschätzen. Die Vollmacht des dreieinigen Gottes wirkt in ihm!

Eigenartiger Weise schreibt Paulus nicht vom Wort Gottes, sondern vom Wort Christi! Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Alten und Neuen Testament. Das Alte umfasst meistens die Themen des ersten Glaubensartikels, während das Neue Testament das Heil in Christus, sowie die Früchte und Gaben des Heiligen Geistes entsprechend dem zweiten und dritten Glaubensartikel enthält. Diese sind in den 29 Büchern des Alten Bundes nur andeutungsweise prophezeit worden. Die Beschreibung der Person Jesu und die Kraft des Heiligen Geistes werden in den Schriften des Neuen Bundes deutlich und ausführlich dargestellt. Die Bücher des Alten Testaments gleichen dem Erdgeschoß, durch das man in den ersten und zweiten Stock gelangen kann. Im Erdgeschoß befindet sich aber noch nicht die Fülle der Information und Kraft wie im ersten und zweiten Stock. Mit dem Evangelium Christi ist das Zeitalter der Gnade Gottes durch den gekreuzigten und auferstandenen Christus als neuer Abschnitt in der Weltgeschichte angebrochen, der noch bis heute andauert.

Welche der Worte Christi hat die Gemeinde in Kolossä in den Jahren zwischen 56-62 n.Chr. besessen und sollte sich in sie vertiefen? Als Paulus diesen Brief schrieb, existierte das Evangelium nach Markus (64 n.Chr) noch nicht, genau so wenig wie die Bücher des Johannes (85-90 n.Chr). Das Evangelium nach Lukas war vermutlich noch in Bearbeitung (60 n.Chr.) und wird kaum in der abgelegenen Gemeinde aufgetaucht sein. Vielleicht ist eine Kopie des Evangeliums nach Matthäus aus dem Aramäischen oder Hebräischen ins Griechische übersetzt worden (um 50 n.Chr.) und eine abgeschriebene Kopie davon in Kolossä gelandet. Vielleicht sind unter dem Begriff: „Wort Christi“ Auszüge aus den Sammlungen der Worte Jesu unter Aufsicht der Apostel (Lukas 1,2) in den Gemeinden Anatoliens schriftlich oder mündlich wie kostbare Schätze behandelt wurden. Außerdem hat Paulus seine eigenen Worte und Briefe als „unser oder mein Evangelium von Christus“ bezeichnet, die er nicht selbst erfunden hatte, sondern in denen er schrieb, was ihm sein Herr offenbarte (Römer 2,16; 16,25; 1.Korinther 9,16; 15,1; 2.Korinther 4,3; Galater 1,8-9; 1.Thes-salonicher 1,4; 2.Thessalonicher 2,14 u.a.).

Was den Inhalt der „Worte Christi“ anbelangt, so enthalten sie neben der Beschreibung seines Lebens samt seinen Taten und Worten vor allem sein Gesetz mit über 1000 Befehlen, sowie sein vollendetes Heil am Kreuz und in seiner Auferstehung von den Toten. Dazu gehören auch seine Verheißungen zum Kommen des Heiligen Geistes und seine Prophezeiungen über das Jüngste Gericht. Falls mit dem Begriff „Worte Jesu“ auch die eigene Verkündigung des Paulus gemeint ist, so enthalten diese inspirierten Worte auch die Bezeugung der Früchte und Gaben des Heiligen Geistes und seine göttliche Kraft. Dieser Begriff bedeutet aber nicht das Gesetz Moses mit seinen 365 Verboten und 248 Geboten, noch die Lehren der Pharisäer und Schriftgelehrten unter den Judenchristen, gegen die Paulus mit heftigen Emotionen kämpfte, sondern das Heil aus Gnaden allein durch den Tod Jesu und seine Auferstehung, wie Paulus sie in seinen Briefen bezeugte. Lehrer, die andere Wege zum Heil anbieten oder durchsetzen wollen nannte er „verflucht!“ (Galater 1,8-9).

Gebet: Herr Jesus, wir danken dir für jedes deiner Worte. Sie sind unser Leben, unsere Kraft und unser Heil. Wir danken dir, dass wir in unseren Tagen nicht nur ein Evangelium besitzen sondern fünf, da wir die von dir inspirierten Briefe des Paulus auch als eines deiner Evangelien verstehen. Hilf uns, dass deine Worte in uns und durch uns vollbringen, wozu du sie gesandt hast. Amen.

Frage 44: Warum sind die Worte Jesu unersetzlich wichtig?

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