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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Einleitung


Die Botschaft des Völkerapostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä am Lykosfluss, einem Nebenfluss des Mäanders, an dem auch die Städte Laodizea und Hierapolis lagen, am Abhang des Hochlandes der heutigen Türkei in Richtung auf Ephesus bei Izmir, enthält Besonderheiten, die den Wert dieses Briefes ausmachen.

Paulus hat die kleine Gemeinde in Kolossä weder selbst gegründet, noch sie besucht. Er konnte sie auch nach seinem Transport aus dem Untersuchungsgefängnis in Cäsarea nach Rom nicht kennen lernen. Er erfuhr von der Situation der Christen in dieser Stadt durch den Bericht eines ihrer Ältesten Epaphras (Kolosser 1,7.8; 4,12; Philemon 23), der Paulus in Rom besuchte und mit ihm geistlich um diese Gemeinde rang. Somit enthält dieser Brief eine Predigt des Paulus an fremde, ihm unbekannte Gemeindeglieder im multikulturellen Umfeld des Hellenismus und stellt damit auch eine Botschaft an die Gemeinden unseres Zeitalters dar, denen der Apostel die Grundlinien ihres Glaubens und ihres Lebenswandels inmitten von Versuchungen und Anfechtungen aufzeichnet.

Gleichzeitig ist dieser Brief ein Zeugnis des älteren Paulus, der durch viele Begegnungen, Angriffe und Leiden gegangen ist, aber in der erzwungenen Ruhe seiner Untersuchungshaft erneut die überragende Realität Christi begriff, der ihm auf dem Weg nach Damaskus in seiner strahlenden Lichtherrlichkeit erschienen war. Dieser Brief bietet uns eine Zusammenfassung der Offenbarungen die Paulus in den dreißig Jahren seines Dienstlebens empfing, sowie eine Summe seiner Erkenntnisse, Zeugnisse und Lehren. Aus den Erfahrungen seiner Dienste wusste er was Anfänger in der Nachfolge Christi für das Wachstum ihres Glaubens benötigten und woher sie die Kraft bekommen, in ihrem neuen Leben zu wachsen und zu reifen.

Die besonderen Probleme der Gemeinde in Kolossä bestanden darin, dass sie vermutlich von Judenchristen besucht wurden, die ihnen die gottesdienstliche Verehrung von Engeln nahe legten, was mit einer Enthaltsamkeit bestimmter Speisen verbunden war. Außerdem schärften die Sektierer den Kolossern die Notwendigkeit der Beschneidung sowie das Einhalten der jüdischen Feste und des Sabbats ein, damit die Gemeinde den wahren Segen Gottes erfahre. Diese Forderungen aber untergruben die vollendete Rechtfertigung der Sünder allein aus Gnade und schmälerten die Herrlichkeit der Gottheit Christi, was den Völkerapostel zu einem seelsorgerlichen Sturm veranlasste.

Der Brief an die Kolosser wurde von Paulus und seinem Mitarbeiter Timotheus vermutlich Tychikus, ihrem Helfer und Bruder in Christus aus Ephesus, während der Untersuchungshaft des Apostels in Rom in den Jahren zwischen 56 und 62 n.Chr., diktiert und von diesem, zusammen mit Onesimus, dem geflohenen Sklaven, der Gemeinde in Kolossä überbracht (Apostelgeschichte 20,4; Epheser 6,21; Kolosser 4,7; 2.Timotheus 4,12, Titus 3,12).

Die folgenden Meditationen und Auslegungen zum Kolosserbrief stammen aus Bibelstunden, Predigten und seelsorgerlichen Gesprächen, die einem Band der Briefe des Apostels Paulus für unsere kleine Bibelschule in Fernbriefkursen in arabischer Sprache zugefügt wurden. Wir lassen die Fragen dieses Fernbriefkurses in der deutschen Übersetzung stehen, damit Leser und Beter über den Inhalt der Meditationen selbstkritisch nachdenken.

Frage 1: Was sind die Besonderheiten des Paulusbriefes an die Kolosser?

Wir danken Gott,
dem Vater
unseres Herrn Jesus Christus,
allezeit,
wenn wir für euch beten,
da wir gehört haben
von eurem Glauben
an Christus Jesus
und von der Liebe,
die ihr zu allen Heiligen habt,
um der Hoffnung willen,
die für euch bereit ist im Himmel.
(Kolosser 1:3-5)

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