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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)
A - Bemüht euch um die geistliche Einheit der Gemeinde trotz der Vielfalt von Begabungen (Epheser 4:1-16)

Der Sieger Jesus Christus begabt seine Gemeinde mit guten Gaben (Epheser 4:7-10)


Epheser 4:7-10
7 „Einem jeden aber von uns ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe Christi. 8 Darum heißt es: Er ist aufgefahren zur Höhe und hat Gefangene mit sich geführt und hat den Menschen Gaben gegeben. 9 Dass er aber aufgefahren ist, was heißt das anderes, als dass er auch hinab gefahren ist in die Tiefen der Erde? 10 Der hinab gefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle“.

Paulus wandte sich nach seiner Vertiefung in die Heilige Dreieinigkeit zur Versöhnung von Streitenden erneut den Realitäten der Gemeinden in Vorderasien zu. Er bekannte, dass der auferstandene Herr seinen Nachfolgern Gnadengaben bei ihrer Salbung durch den Heiligen Geist geschenkt hatte. Diese waren innerhalb der einzelnen Gemeinden oft verschieden und nicht zu verwechseln mit den natürlichen Begabungen der Menschen. Vielleicht gab es auch Neid bei einigen Gemeindegliedern und Bittgebete um weitere spezielle Begabungen. Der Apostel machte ihnen jedoch klar, dass die bereits verliehenen Gaben mit dem Maß einer gnadenvollen Prädestination zusammenhängen. Es sei nicht weise, um weitere spezielle Gaben zu bitten, da fremde Geister die Neider bisweilen mit ungeistlichen Einflüssen belasteten. Paulus bezeugte, dass er einer der Begabten war, die von ihrem auferstandenen Herrn Gnadenbegabungen erhalten hatten, die dieser souverän den Einzelnen zuteilte. Entscheidend sei der Dank für die einzelnen Gaben und die Treue zu ihrer Indienststellung, nicht zum persönlichen Wohlergehen der Begabten, sondern zum geistlichen Aufbau der Gemeinde.

Um diese wichtige Ausrüstung der Hauskreisgemeinden, ihren Gliedern verständlich zu machen und den Judenchristen zu helfen, diese Aktion des auferstandenen Messias im Glauben zu akzeptieren, zitierte der Gefangene Psalm 68,19: „Du bist aufgefahren zur Höhe und führtest Gefangene gefangen; du hast Gaben empfangen unter den Menschen“. Paulus hatte jedoch keine Septuagintaübersetzung in seinem Untersuchungsgefängnis zur Hand und zitierte diesen Vers auswendig als Hinweis auf die Himmelfahrt Jesu: „Er ist aufgefahren zur Höhe und hat Gefangene mit sich geführt und hat den Menschen Gaben gegeben“.

Wenn nach dem Alten Testament ein siegreicher Feldherr mit Gefangenen triumphierend aus seinem gewonnenen Krieg zurückkehrte, brachte ihm sein Volk viele Ehrengaben dar. Die folgenden Verse im Epheserbrief zeigen, dass Paulus bei diesem Psalm jedoch an Jesus dachte. Dieser wurde unter den Menschen der Allerverachtetste, durchlitt die tiefsten Tiefen des Lebens und besiegte mit seiner Liebe und Geduld jede Sünde, den Tod und selbst die Hölle! Er nahm das Gefängnis der Menschen gefangen und kehrte triumphierend heim zu seinem Vater im Himmel, und setzte sich mit ihm in höchster Höhe über allen Himmeln auf seinen Thron, und verteilte von dort aus Gnadengaben an alle, die ihm nachfolgen. So erklärte Paulus den Empfang der Gnadengaben den Heiligen in und um Ephesus. Die Namen der Gnadengaben aber zitierte er nicht, da diese den Verantwortlichen bekannt waren (1.Korinther 12,1-26; 13,1-13; 14,1-33).


Verschiedene Ämter in den Gemeinden


Epheser 4:11-13
11 „Er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi.

In seinem ersten Brief an die Korinther erklärte Paulus die verschiedenen Aufgaben und Ämter in einer lebendigen Gemeinde: „'Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied. Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter? Haben alle die Gabe, gesund zu machen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen? Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe'' nicht, so wäre mir’s nichts nütze“ (1.Korinther 12,27-13,3 und die nachfolgenden Verse).

Wer die Aufstellungen für die Ämter in den zwei neuen Gemeinden vergleicht, kann sehen, dass in den Gemeinden um Ephesus das Hirtenamt und die Aufgabe des biblischen Lehrens neu dazu gekommen sind. In der römischen Provinz Asien war nach dem ersten Sturm der Geistesäußerungen das seelsorgerliche Hirtenamt und die Vertiefung in Gottes Wort dominant geworden. Der geistliche Aufbau der Gemeinden war dort vordringlich geworden. Die praktischen Konsequenzen aus dieser Entwicklung können wir in den Briefen Christi an die sieben Gemeindeleiter in dieser Provinz nachlesen (Offenbarung 2,1-3,22).

In den sich stabilisierenden Gemeinden gab es auch Evangelisten, die in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, getragen von ihrer Fürbitte und ihren Opfern, unterwegs waren, den Ungläubigen und Götzendienern die frohe Botschaft von der Erlösung Christi verständlich zu machen. Ihre Gemeinden sollten sich nicht wie ein Karussell immer um sich selbst drehen, sondern die Evangelisation der Gottlosen um sich herum als ihre Aufgabe erkennen, ihnen das Wort der Gnade sagen und um berufene Zeugen für diesen Dienst beten.

In unseren Gemeinden fehlen heute weitgehend die prophetische Inspiration und die Gnade der Wundertäter. Echtes Zungenreden und Beten um Gesundheit werden meist ungläubig abgelehnt. Sicher, es gibt abstoßende sektiererische verführende Fehlentwicklungen, aber wir sollten den Mut haben biblische Begabungen nicht zu unterdrücken. Zungenreden braucht jedoch stets eine sorgfältige Auslegung, sonst wird sie verachtet. Für Kranke beten ist eine Aufgabe für alle Christen, falls sie beten können. Das Gebet des Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist (Jakobus 5,16). Meistens sind mangelnde Buße und stinkender Hochmut die Ursachen zum Einschlafen neutestamentlicher Gaben.

Paulus hat Recht, wenn er schreibt, dass wir den geistlichen Aufbau des Leibes Christi auch weiterhin dringend benötigen, so dass alle Gemeindeglieder bekehrt, wiedergeboren und geistlich reif werden. Dabei bleibt die geistliche Einheit des Glaubens unerlässlich, denn es gibt nur einen Vater und einen Sohn und einen Heiligen Geist. Von daher sollten wir fremde, hochmütige und unreine Geister ausschließen und in Jesu Namen vertreiben. Es ist apokalyptisch, wenn wir erkennen, dass es über zwanzig Tausend getrennte evangelische Synoden auf unserem Globus gibt. Die orthodoxen Kirchen verharren auf erstarrten Traditionen. In der katholischen Kirche mit einer Milliarde Anhängern leuchten Bischöfe und Kardinäle bei festlichen Anlässen in Purpur und scharlachfarbigen Gewändern, die einst den Antichristen und die Hure Babylon kennzeichnen werden (Offenbarung 17,3.4).

Der geistliche Kampf konzentriert sich immer stärker auf den Glauben an die Gottessohnschaft Christi, wie Jesus zu Petrus gesagt hatte, dass er auf dieses Bekenntnis seine Gemeinde aufbauen werde (Matthäus 16,16-18). Sowohl die Muslime, wie auch die Mehrheit der Juden lehnen diese Realität strikt ab. In Kirchen wird immer mehr nur noch allgemein von einem „Gott“ geredet, nicht mehr vom Vater, Sohn und Heiligen Geist! Allein durch den Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Gottessohn aber werden wir die Fülle der Geistesgaben erhalten und können wir das Evangelium in Liebe und Wahrheit bezeugen und leben.

Im Grund genommen werden Gnadengaben und geistliche Ämter erst dort richtig verwaltet, wo wir umkehren, persönliche Aktivitäten in der Leitung des Heiligen Geistes begrenzen und uns auf Dienste gemäß unserer Berufung „in Christus“ konzentrieren. Alles was ohne Jesus geplant und durchgeführt wird ist auf die Dauer vom geistlichen Tod und Unfrieden gezeichnet. Wir müssen betend lernen, in allen Gebieten unseres Daseins mit Jesus, in ihm und durch ihn zu leben. Er ist allein der richtige, neue und vollkommene Mensch, der Beginn der zukünftigen Geistschöpfung (Offenbarung 21,5). Wo ER in unserem privaten Leben und in unseren Gemeinden „die Nummer eins“ ist und bleibt, dort wirkt die gesamte Fülle des lebendigen Gottes. Diese wird nicht umsonst in dem Brief des Paulus „die Fülle Christi“ genannt (Epheser 4,13), weil es ohne ihn weder eine Erfüllung noch Gnadengaben aus seiner Fülle gibt.

Gebet: Wir beten dich an, Vater, Sohn und Heiliger Geist, weil du den Nachfolgern Jesu priesterliche Geistesgaben und Ämter anvertraut hast, um deine Gemeinden aufzubauen, zu ermutigen und in verschiedene Dienste zu leiten. Vergib den Verantwortlichen alle egoistischen Anmaßungen und lehre sie geistliche Selbstverleugnung und Selbstverurteilung zu üben, damit deine Kraft in ihrer Schwachheit mächtig wird. Amen (Matthäus 16,24; 2.Korinther 12,9).

Fragen:

  1. Welche Gaben und Ämter werden in unseren Gemeinden gepflegt und welche nicht?
  2. Wie kann die Fülle Christi unsere Gemeinden beleben, aufbauen und einen?

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