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THEMA 7: PSALM 23 - Der Herr ist mein Hirte
Gedanken zu Psalm 23 und zu den Hirtenworten Jesu
3. Ich bin der gute Hirte

Die Schafe aus den anderen Ställen


Jesus hatte diese Hirtenreden vor den Juden während des Festes der Tempelweihe in Jerusalem im Winter gehalten (Johannes 10,19-29). Die meisten Bewohner der Hauptstadt glaubten aber nicht an ihn. Deshalb mußte Jesus ihnen sagen: Ihr gehört nicht zu meinen Schafen. Nur die Gläubigen an den göttlichen Hirten vermochten ihn zu verstehen und ihm nachzufolgen. Allein der Glaube an Jesus führt zu seiner Erkenntnis, zum Heil, zur Kraft und zum Gehorsam. Wer an ihn glaubt, wird nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben (Johannes 3,15-16).

Jesus war von seinem Vater zu den verlorenen Schafen in Israel gesandt worden (Matthäus 15,24). Er gebot seinen Aposteln, nicht auf die Straßen der unreinen Völker zu gehen, sondern nur zu den verirrten Kindern Abrahams (Matthäus 10,6). Er selbst suchte die Zerstreuten, die seiner Stimme antworteten, bis Er sie fand. Er bekannte: „Ich bin gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Matthäus 18,11). Die Hirtentreue Jesu zu Israel war groß. Er wollte sein Volk von allen seinen Sünden befreien (Matthäus 1,21).

Die Mehrzahl seines Volkes aber lehnte Jesus ab. Die falschen Hirten und die Verantwortlichen seines Volkes verurteilten ihn und übergaben ihn zur Kreuzigung an die Besatzungsmacht der Römer. Der Gute Hirte starb verlassen von seinen Schafen am Kreuz außerhalb Jerusalems. Zuvor aber hatte Jesus offenbart, daß er noch andere Schafe besitze, die nicht zu dem Volk des Alten Bundes gehören. Er wolle und müsse sie auch herbeirufen:

JOHANNES 10,16
16 Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind. Auch sie muß ich herführen. Sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

Vor seiner Himmelfahrt befahl der Auferstandene seinen Aposteln die Missionierung aller Völker (Matthäus 28,19-20; Apostel Geschichte 1,8). Petrus, den Jesus als Hirten über seine Schafe und Lämmer eingesetzt hatte (Johannes 21,15-19), wurde von seinem Herrn angeleitet und berufen, die gottlosen Heiden nicht zu verachten, sondern sie zu taufen, sobald sie an Christus glaubten (Apostel Geschichte 10,1-48). Deshalb fand der Vorsteher der Apostel auch den Mut und hatte die Autorität, alle Christusgläubigen aus den verachteten Völkern in die Rechte des Alten Bundes als Hirtenkönige und Priester Gottes einzusetzen (1. Petrus 2,9-10). Ein gewaltiger Umschwung war erfolgt. Nicht nur die Nachfolger Jesu aus Israel, sondern auch die Gläubigen an den Guten Hirten aus allen Völkern waren gewürdigt worden, der Herde Jesu anzugehören. Sie hörten seine Stimme und vertrauten ihr Leben der Führung des auferstandenen Herrn an.

Innerhalb weniger Jahre war das Evangelium von Jerusalem über Samarien nach Rom gelangt. Paulus wurde der Völkermissionar, der als semitischer Fachjurist und geisterfüllter Theologe die Geheimnisse des Heilsplanes Gottes dem rationalistischen Denken der indo-germanischen Völker beibrachte. Die orthodoxen Kopten sehen in Markus, dem Apostelschüler, ihren Evangelisten und die Thomaschristen Südindiens glauben, daß der Zweifler unter den Aposteln, der Christus als erster seinen Gott und Herrn genannt hatte, ihnen das Evangelium brachte. Der Siegeszug des Evangeliums bewegt sich immer noch Tag und Nacht unaufhaltsam durch alle Völker, Sprachen und Weltanschauungen. Der Herr geht seiner Herde voran. Gehst du mit?

Heute leben 6 Milliarden Menschen auf unserem Planeten. 29-32 Prozent davon, etwa 1,5-1,8 Milliarden, nennen sich Christen. Der Name ihres Herrn wurde ihr Kennzeichen.

Der Islam prägt 18-21 Prozent der Weltbevölkerung mit etwa 900 Millionen – 1,2 Milliarden und wächst durch Geburtenüberschuß schneller als alle anderen Religionen.

Eine ähnlich große Zahl wie die Moslems gehört den Atheisten und Religionslosen an.

Die Hindus umfassen mit 13-14 Prozent etwa 700-800 Millionen, die Buddhisten mit 6-8 Prozent 300-450 Millionen. Im Fernen Osten gibt es noch weitere Religionen, die 6-8 Prozent der Menschheit umfassen.

Dem Animismus hängen immer noch 3-4 Prozent mit 170-200 Millionen Menschen an.

Die meisten der 15-19 Millionen Juden (0,3 Prozent der Weltbevölkerung) widerstreben dem Ruf ihres Guten Hirten.

Die Weltmission ist noch nicht zu Ende. Nur ein knappes Drittel der Menschen hat das Evangelium bisher gehört und angenommen. Deshalb sollten verantwortungsbewußte Christen aufmerksam zuhören, wenn Jesus ihnen deutlich macht, daß er noch andere Schafe besitzt, die verloren sind und ihm noch nicht nachfolgen. Er muß sie rufen, herführen und in seine Herde eingliedern. Das „Muß“ der Weltmission ist heute so aktuell wie am ersten Tag.

Wir sollen unseren Herrn und Guten Hirten nicht allein durch die Völker ziehen lassen, sondern ihm auch in der Evangelisation der Nichtchristen und Namenschristen nacheilen und sein Heil auf allen möglichen Wegen bekannt machen. Wir müssen nicht für uns selbst leben und uns nicht um uns selbst drehen, sondern wir können von unserem Guten Hirten lernen, wie er den Gottlosen und den Frommen diente. Wir sollten Buße tun und die Verlorenen suchen und zu Jesus leiten.

In allen Religionen und Völkern gibt es viele Frustrierte, die ahnen, daß ihre Gesetze und Programme sie nicht erlösen und ihre verstorbenen Religionsführer ihnen kein Heil bringen können. Allein der lebendige Christus ist der Gute Hirte, der sein Leben für seine Schafe gab. Wer ihm nachfolgt, wird gerecht und empfängt sein ewiges Leben. Wer wird die auf das Heil Christi Wartenden suchen und ihnen die gewisse Hoffnung des Evangeliums anbieten?

Wir sind Zeugen für die Gnade, die Jesus heute den Kindern Abrahams, den Juden und Moslems schenkt. Tausende von Judenchristen und Zehntausende von Konvertiten aus dem Islam stellen sich bewußt in die Nachfolge des Guten Hirten und erleiden um seinetwillen Einsamkeit, Bedrückung und Verfolgung. Sie brauchen unser Interesse, unser Opfer und unsere Fürbitte. Jesus macht seine Verheißung wahr, daß Er auch unter schwierigsten Umständen keines seiner Schafe übersieht, vergißt oder verliert. Der Heilsplan Jesu Christi erfüllt sich sichtbar. Die Liebe Gottes drängt uns, allen Menschen das Evangelium zu sagen und für sie zu beten, daß sie von Sünde, Tod und Satan gerettet werden.

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