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Home -- German -- The Law of the Spirit -- 055 (Our self-denial and self-deprecation)

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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments

III. Unsere Befreiung vom Gesetz der Sünde und des Todes
Der Sieg Jesu über Sünde und Tod!

Unsere Selbstverleugnung und Selbstverurteilung


Jesus ging in der Umschulung seiner Jünger weiter. Er wollte ihnen nicht nur eine neue Weltanschauung und eine vertiefte Gotteserkenntnis bringen, sondern sie in sein Bild umgestalten. Er benützte dabei Worte, die mit dem Operationsmesser eines Chirurgen verglichen werden können. Er schnitt tief in ihre Seele und in ihren Charakter ein:

„Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?“ (Matthäus 16,24-26).

Jesus redete jene an, die von seiner Liebe und Hilfe begeistert waren. Er warnte sie vor zu vielen Emotionen, und forderte sie auf, nachzuprüfen, ob sie ihm stets nachfolgen wollten oder nicht. Er beabsichtigte, keine Gläubigen um sich zu haben, die ihm nur vorübergehend vertrauten, oder sich um seiner Wunder willen zu ihm hielten. Er wollte ihre Ganzhingabe an ihn und seinen Vater erreichen, die auch in schwierigen Tagen und unter unerfreulichen Umständen erhalten bleibt.

Jesus verlangte von seinen Nachfolgern, dass sie lernten sich zu verleugnen. Diese schmerzhafte Nichtanerkennung der Forderungen des eigenen Ichs umfasst auch mangelhafte Begabungen, Schwächen, Erbanlagen, Fehlentwicklungen und unerwünschte Eigenschaften, sowie Herausforderungen im Zusammenleben mit unbeliebten Menschen. Dies alles und viel mehr scheint jedoch in der Gemeinschaft mit Jesus kein Problem zu sein. Nicht die Verhältnisse sollen sich bei uns ändern, sondern wir selber müssen lernen, unsere Wünsche, Rechte und Eigenarten zu verleugnen, uns nicht zu bedauern und von keinem Menschen Hilfe zu erwarten. Mit diesem Gebot verlangt der Herr von seinen Nachfolgern das Gegenteil aller Slogans und süßen Träume der Gegenwart, die aufs Genießen, Erfüllen ihrer Begierden, und Rücksichtslosigkeit gegenüber Andersdenkenden, ausgerichtet sind. Dies kann kein Mensch von sich aus bewerkstelligen, vielmehr braucht er dazu die Kraft, Leitung und Geduld unseres Herrn und Heilands. Dieser befähigt uns, die verführenden Forderungen unseres Ichs nicht länger zu beachten, sondern seinen Willen mit Freuden zu tun.

Der Herr ging in seiner Operation noch weiter und verlangte von seinen Nachfolgern das willige Tragen ihres „eigenen Kreuzes“ ohne Murren. Im Römischen Reich bedeutete eine Kreuzigung die Verurteilung und Bestrafung schuldiger Ausländer und Verbrecher, die kein römisches Bürgerrecht besaßen. Der Herr Jesus machte mit diesem Hinweis seinen Jüngern klar, dass sie noch nicht legal für immer in Gottes Reich auf Erden eingetreten waren. Sie sollten begreifen, dass das Gesetz des Herrn sie ihrer Natur nach noch als Verbrecher einstufte, und das grässlichste aller Todesurteile über sie aussprach. Jeder der Nachfolger Jesu sollte selbst zu dieser geistlichen Erkenntnis durch eine ehrliche Prüfung seiner Vergangenheit durchdringen. So sollte er erkennen, dass er in den Augen des göttlichen Richters ein Rundum-versager ist, der nie andere, sondern nur sich selbst verurteilt.

Jesus ist im Bekenntnis der Wahrheit atemberaubend! Er verdeutlichte seinen Freunden: Wer das irdische Leben mit seinen Wolllüsten und Begierden liebt und erhalten will, der wird das ewige Leben nicht gewinnen. Wer jedoch sein bisheriges Leben und seine Eigenarten verleugnet, verurteilt und ablegt, der kann das eigentliche, das ewige Leben gewinnen. Der Herr Jesus stellte den engeren Kreis seiner Nachfolger vor die Wahl: Wollt ihr euer altes Leben pflegen, reich und einflussreich werden, so geht ihr im Gericht Gottes sicher unter! Wollt ihr aber mir, dem verachteten Sohn Gottes, und seinem Evangelium nachfolgen, eine bescheidene Lebensweise erwählen, und von den Massen abgelehnt werden, so habt ihr die Gewissheit, in der Ewigkeit bei eurem himmlischen Vater zu leben. Selbst wenn ihr alle Reichtümer der Erde besitzen würdet, wäret ihr am Ende hoffnungslose Verdammte! Denkt nach und wählt sorgfältig eure Zukunft!

GEBET: Vater im Himmel, wir danken dir, dass dein Sohn Jesus Christus uns deine Wahrheit so klar zeigte. Vergib uns unseren vom Genuss triefenden Egoismus. Hilf uns, dass wir dein ewiges Leben erwählen und bereit sind, uns selbst zu verleugnen und unser Kreuz ohne Murren zu tragen. Amen.

FRAGEN:

  1. Was bedeutet die Forderung Christi, dass wir uns selbst verleugnen sollen und „unser Kreuz“ willig tragen?
  2. Was bedeutet die Wahl zwischen dem Leben in dieser Welt und dem Leben in der Ewigkeit?

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