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THEMA 4: DAS GESETZ CHRISTI
Die 1000 Gebote Jesu im Neuen Testament
G - Taten und Absichten im Neuen Bund, oder: was Jünger Jesu tun sollen (Pflichten für die Mitmenschen)

1 - Voraussetzungen


Matthäus 5,7.9 -- 7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. … 9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Matthäus 5,43-48 -- 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen, 45 damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Matthäus 7,12 -- Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.
Matthäus 12,7 -- Wenn ihr aber wüßtet, was das heißt: "Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer", dann hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.
Matthäus 18,3-4 -- 3 ... Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. 4 Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.
Matthäus 19,17-20 -- 17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. 18 Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: "Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19 ehre Vater und Mutter"; und: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". 20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch?
Matthäus 22,37-40 -- 37 Jesus aber antwortete ihm: "Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt". 38 Dies ist das höchste und größte Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". 40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Matthäus 23,11-12 -- 11 Der größte unter euch soll euer Diener sein. 12 Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.
Matthäus 24,12-13 -- 12 Und weil die Ungerechtigkeit überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. 13 Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden.

Zusammenfassung

Gott ist Liebe! Deshalb kann sein Gebot für unser Verhältnis zum Mitmenschen auch nur "Heilige Liebe" heißen. Im Nahen Osten, wo die Gesellschaft auf Sippen aufgebaut ist, heißt das für den Einzelnen, daß er jedes Glied seiner Sippe bedingungslos lieben und für jeden einstehen muss. Theoretisch ist jeder für jeden in der Sippe verantwortlich. Auch wenn einer Unrecht tut, sollte die Sippe zu ihm stehen, ihn rechtfertigen und seine Schulden zahlen, falls er dazu nicht in der Lage ist.

Jesus hat dieses Sippendenken gesprengt. In dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter zeigte er, daß der verachtete Fremde dem unter die Räuber Gefallenen der Nächste war, während die geistlichen Vorbilder der Volksgemeinschaft den Verwundeten achtlos liegen ließen (Lukas 10,25-37). Mit seiner "Goldenen Regel" definierte Jesus was Nächstenbliebe heißt: "Alles, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch" (Matthäus 7,12). Was erwarten wir von unseren Mitmenschen? Rücksichtnahme, Freundlichkeit, Höflichkeit, Hilfe in Nöten, keine Belästigung, keine Ärgernisse, Nachbarschaftshilfe, Austausch von Erfahrungen und Fürbitte, falls sie geistlich gesinnt sind. Das wäre das Mindestmaß an Tugenden die wir selbst ihnen gegenüber zuerst leisten sollten.

Was jedoch geistlich gesehen Liebe heißt, geht weiter und umschließt nicht nur Vergeben, Ertragen und Segnen schwieriger Menschen, sondern umfaßt auch das Gebet um Leitung zu geistlichen Gesprächen. Wenn unser Nachbar Jesus nicht kennt, so liegt auf uns die Verantwortung, daß wir unter Gebet versuchen ihm den Heiland, als "das Licht der Welt" vor Augen zu malen. Falls dies mit Worten nicht möglich ist, so gibt es genügend hilfreiche Schriften oder Kassetten, die man bei festlichen Gelegenheiten schenken kann.

Jesus will seine Nachfolger aus der Isolation herausholen und sie aus dem Dreh um sich selbst und um ihre Familie befreien. Er führt sie durch das Gebot der unbegrenzten Nächstenliebe in eine neue Gesellschaftsform hinein. Da wir Egoisten von der Praxis seiner Liebe weit entfernt sind, hat er sich selbst als Mittelpunkt dieser neuen Gesellschaftsform erwiesen. Je näher wir zu Jesus kommen, desto näher kommen wir zueinander. Soweit wir mit Jesus eins sind, können wir auch untereinander einss sein. Jesus hat dieses Geheimnis in seinem Fürbittegebet mehrfach ausgesprochen: "damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein" (Johannes 17,21).

Jesus war ein Realist und hat dieses Gebet nicht für die Welt, sondern für seine Gemeinde ausgesprochen. Er weiß, daß ein Mensch ohne Gott seine heilige Liebe nicht kennt und die Gier nach Lebensfreude die Massen in die Versklavung der Sünde treibt. Wer aber Jesus nachfolgt wird zum Dienen befreit und überwindet seinen Egoismus immer wieder neu, wie Jesus von sich sagte: Der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe seine Leben zu einer Erlösung für viele (Matthäus 20,28).

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