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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 7 - JA ICH KOMME BALD (OFFENBARUNG 19: 11 - 22: 21) - Der Triumph Christi bei seiner Wiederkunft und die Erschaffung einer neuen Welt
TEIL 7.5 - 
Die neue Welt Gottes (Offenbarung 21,1-8)

4. Gott inmitten der Menschen (Offenbarung 21,3-4)


21,3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Siehe da!

Der Engel des Herrn forderte am Anfang seiner neuen Visionsreihe Johannes, den Patriarchen, erneut auf, die Augen seines Herzens zu öffnen und zu erkennen, welche sensationelle Nachricht er jetzt empfange. Dieser Befehl gilt nicht nur dem Apostel, sondern allen, die Heimweh nach Gott haben.

Die Hütte Gottes bei den Menschen

Der Bote des Himmels zeigte dem Seher eine „Hütte“ als die Wohnung Gottes. Diese „Hütte“ ist menschlich gesehen mehr als ein Schloss, mehr als eine Burg, mehr als eine Zusammenballung aller Wolkenkratzer der Erde. Für Gott aber erscheint dieses überdimensionale Zentrum des Himmels auf der Erde nur als eine „Hütte“, als ein Zelt oder als ein bescheidener Raum, der seine Herrlichkeit kaum fassen kann.

Im Alten Bund zeltete der Herr inmitten seines Volkes in einem Zelthaus, in der „Stiftshütte“, im würfelförmigen Raum des Allerheiligsten. Dort thronte er auf den zwei Gesetzestafeln, dem von ihm gestifteten Bundesbuch, und nahm die zahlreichen und täglichen Blutopfer seines Bundesvolkes zu dessen Versöhnung mit ihm, dem dreimal heiligen Gott, entgegen. Jede Gesetzesübertretung des Volkes bedeutete einen Aufruhr gegen den Bundesgott und verlangte den sofortigen Tod des Sünders. Nur um der dargebrachten Opfer willen konnte der Bund weiter bestehen bleiben. Allein Moses und Aaron waren berechtigt, einmal im Jahr in das Allerheiligste einzutreten. Das Volk selbst blieb durch die Zeltwände von seinem Bundesgott getrennt.

In Jesus zeltete das „Wort Gottes“ in einer neuen Weise unter den Menschen. Sein Körper war die „Stiftshütte“, in der die gesamte Fülle der Gottheit leibhaftig wohnte (Kolosser 2,9). In Jesus war der heilige Gott hautnah zu seinem Volk gekommen, sichtbar für jeden Glaubenden, aber unbekannt und verborgen für alle Ungläubigen. Dieser Gott in Menschengestalt vollbrachte unzählige Wunder, welche den Suchenden die Augen öffneten. Dennoch erkannten nur wenige den Heiland der Welt, da er in Demut ohne Glorienschein als normaler Mensch erschien. Nur wenige beteten ihn an und lieferten sich ihm für Zeit und Ewigkeit aus.

Als der Heilige Geist, die Verheißung des Vaters (Apostelgeschichte 1,4), auf alles Fleisch ausgegossen wurde (Joel 3,1-3), öffneten ihm nur wenige Prozent der Bevölkerung Israels und nur Minderheiten aus den Völkern ihre Herzen. Der Geist Gottes aber nahm Wohnung in allen, die Jesus und seinen Vater liebten, die betend auf die Kraft des Tröstergeistes gewartet hatten. Die Gemeinde Jesu Christi ist heute die „Hütte Gottes bei den Menschen“. Sie ist der Tempel des Heiligen Geistes (1. Korinther 3,16; 6,19). Der lebendige Herr wohnt ohne allen Prunk in denen, die zerbrochenen Herzens und zerschlagenen Gemütes sind (Psalm 34,19; 51,19; Jesaja 57,15; 1. Johannes 1,8-10). Wer sein Innerstes dem Heiland der Welt öffnet, wird zu einem lebendigen „Baustein“ zur Ausweitung der Hütte Gottes (1. Petrus 2,5). Damit wir jedoch nicht stolz werden, tragen wir diesen Schatz in „irdenen Gefäßen“, die sehr zerbrechlich sind (2. Korinther 4,7-11).

Als der Engel zu Johannes sagte: „Siehe, da, die Hütte Gottes bei den Menschen“, offenbarte er ihm eine neue Stufe des Heils und seine Vollendung! Diese Menschen, bei denen Gott ewig wohnen wird, sind keine Sünder mehr. Das Blut Jesu Christi, seine Gerechtigkeit, sein Geist und seine Liebe haben sie in Spiegelbilder Gottes verwandelt, in denen er das Ziel seiner Schöpfung und seiner Heilsgeschichte erreicht (1. Mose 1,27).

Des Weiteren machte der Engel mit seinem Zeugnis deutlich, dass nicht nur die 144.000 gereinigten Geheiligten aus dem Volk des Alten Bundes das Vorrecht haben, mit dem heiligen Gott zusammen in seiner Familie zu leben, denn auch die berufenen Auserwählten aus den Völkern sind durch Christus „Menschen“ geworden. Vorher lebten sie wie listige Raubtiere auf der Erde; ein Bruder überlistete den andern. Jetzt aber und in Ewigkeit hat Christi Blut und die Kraft des Heiligen Geistes sie zu gottgefälligen Menschen gemacht und sie an seiner Gottesfülle beteiligt (Epheser 3,14-21; Kolosser 2,9 u. a.).

Der Engel des Herrn bezeugte diese Siegesbotschaft ohne irgendwelche Einschränkungen. Er offenbarte keine speziellen Gebote und drohte nicht mit Strafen im Falle eines Ungehorsams. Dies alles war vorbei! Die erneuerten Menschen aus allen Stämmen und Völkern, die zum Thron Gottes zugelassen worden waren, waren ihrem Heiland ähnlich geworden, von dem der römische Gouverneur Pilatus hatte sagen müssen: „Sehet, welch ein Mensch!“ (Johannes 19,5) Gottes Gnade verwandelt durch das einmalige Sühneopfer Christi geschaffene Menschen in wiedergeborene Heilige. Nur wer im Lebensbuch des Lammes eingetragen ist, hat Anteil an diesem neuen Menschsein. Allein um Christi willen sind wir gewürdigt, mit Gott in seiner Herrlichkeit zu leben. Hier liegen das Geheimnis und das Ziel der Offenbarung Jesu Christi.

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