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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 6 - DIE HURE BABYLON UND DIE ANBETUNG GOTTES (OFFENBARUNG 17: 1 - 19: 10) - Das Ende der großen Verführerin und Vorbereitungen zur Hochzeit des Lammes
TEIL 6.1 Das Gericht Gottes über die Hure Babylon (Offenbarung 17, 1 - 18,24)

2. Die Hure Babylon in Großaufnahme (Offenbarung 17, 3-6)


Exkurs:

 Der Fall der Hure Babylon
(Ein Gleichnis)

Warum war Johannes, der erfahrene Patriarch, der in verschiedenen Kulturen gelebt hatte, über die Mutter aller Hurerei auf Erden so erstaunt (Offenbarung 17, 6)? Was erschien ihm an dieser Frau unbegreiflich? Wie erhellen die Texte der Bibel das Gleichnis vom tiefen Fall der frommen Frau in die Macht und Gewalt des Antichristen?

Gott hatte auch diese “Frau” nach seinem Ebenbild geschaffen, damit sie seine Heiligkeit und Liebe wiederspiegle (1. Mose 1, 27). Er hatte ihr, wie allen Menschen, Buße zur Gnade angeboten, eine Reinigung von allen ihren Sünden für sie bereitet und sie eingeladen, in einem ewigen Bund mit ihm zu leben (Jeremia 1, 18; 31, 3.31-34.). Dabei hatte er jedoch die Bedingung gestellt, dass sie ihm allein gehöre, mit und für ihn lebe und ihm immer treu bleibe, so wie er selbst ihr seine ewige Treue versprochen hatte (Hosea 2, 21-22). Die Frau stammte vermutlich aus dem Volk des Alten Bundes oder aus den Gemeinden des Neuen Bundes. Doch sie glich einer "aufgewärmten Leiche", die weder tot in Sünden noch lebendig im Heiligen Geist war. Sie war zwar jüdisch oder christlich angehaucht, hatte aber nie Jesus als ihren Heiland angenommen und sich nie ihrem Gott und Herrn als Eigentum ergeben. Sein Geist wohnte nicht in ihrem Herzen und füllte ihr Unterbewusstsein nicht aus. Sie erwähnte seinen Namen so gut wie nie in ihren Reden und Gebeten. Sein Name war nicht als Siegel unsichtbar an ihre Stirn geschrieben. Sie liebte Jesus nicht (Matthäus 22, 37).

Vielleicht träumte die Frau von einem hohen Lebensstandard und gab sich fantastischen Hoffnungen hin. Sie war von Jesus enttäuscht und schämte sich seiner, denn er war arm (Matthäus 8, 20; 21, 3; Lukas 9, 58). Auch besaß er keine hervorragenden Universitätszeugnisse, war weder ein erfolgreicher Sportsmann noch ein berühmter Kriegsheld. Er war sanftmütig und demütig und vermied wo immer möglich jeden Streit (Matthäus 11, 28-29; 26, 52). Die Frau konnte sich für den Nazarener nicht begeistern, da sie selbst berühmt werden wollte. Sie drehte sich um ihr stolzes eigenes Ich und schmückte sich übermäßig. Sie wollte im Gegensatz zu Jesus glänzen und Macht und Einfluss gewinnen (Matthäus 16, 24-26 ; Johannes 5, 41-44; Offenbarung 17, 4). Und von ihren Sünden wollte sie nicht lassen.

Im übrigen meinte die Frau, dieser Herr sei weit entfernt, irgendwo in der Ewigkeit. Sie wartete nicht gespannt auf den wiederkommenden Heiland. Sie kümmerte sich nicht um ihn. Sie dachte, er sehe sie nicht und höre sie nicht. Das war ihr gerade recht, denn sie wollte ihre eigene Herrin sein. Sie tat, was immer sie wollte. Seine Gebote und Angebote waren ihr Nebensache. Sie missachtete ihn und verachtete ihn letztlich.

Diese Frau suchte und pflegte Kontakte mit berühmten Philosophen, mit Kardinälen, Dichtern und Königen. Dabei kam ihr zugute, dass sie attraktiv war, anziehend und intelligent. In einem klugen Schachzug versteckte sie sich hinter Maria, der Mutter Jesu, baute sie in ihr Aktionsprogramm ein und propagierte, Maria sei die treue Fürbitterin in der Stunde des Todes. Wahrscheinlich unterhielt die von Gott abgefallene Frau auch regelmäßige Kontakte zu Totengeistern und Dämonen, die in sie hineinfuhren. Bedeutende Menschen und geheimnisvolle Geister waren ihr wichtiger als ihr kommender Herr, dem sie längst die Treue und den Gehorsam aufgekündigt hatte. Die geistliche Ehebrecherin leugnete die Einmaligkeit Jesu.

In der Tiefe ihres Herzens verabscheute und hasste sie den Menschensohn, weil er sie weder zum Mittelpunkt seiner Gemeinde noch zur Leitfigur der Gesellschaft gemacht hatte. Sie wollte nicht,dass Jesus ihr Haupt und Retter werde, sondern ihr eigenes Selbst verwirklichen und mit ihren Leistungen glänzen. Sie hielt sich für übermäßig klug und begabt. Dabei fiel sie von Sünde zu Sünde und lebte im Gefängnis ihrer Gebundenheiten (Matthäus 12, 45; Apostelgeschichte 20, 30; 1. Korinther 11, 19; 1. Johannes 2, 1-18; Hebräer 3, 7-13; 6, 4-8; 10, 26-29; 2. Petrus 2, 20).

Die Frau aus dem Gleichnis zog dem sanftmütigen Lamm Gottes das wilde Tier aus dem Völkermeer vor. Der Bestie und ihren Vasallen gab sie sich ganz hin. Sie liebte das Tier, bewunderte seine raffinierten Lügen und strebte nach seiner Macht. Dazu inspirierte die Frau die Bestie und beeinflusste sie mit ihren Erfahrungen aus der Bibel. Gleichzeitig aber inspirierte das Tier sie und nützte sie kaltblütig aus. Beide wurden in einer höllischen Harmonie zu einer Einheit des bösen Geistes.

Die große Hure verachtete Jesus auch in seinen Nachfolgern und schadete ihnen, wo immer sie nur konnte. Da sie sich Jesus auf keinen Fall unterordnen wollte und seinem Geist und seinem Wort widerstand, waren ihr seine demütigen Heiligen ein ständiger Stachel im Herzen und Gewissen. Sie bekämpfte sie mit all ihrer List und Kraft. Der Geist in ihr widerstand dem Heiligen Geist bei Tag und Nacht. Die Frau gebärdete sich gegen Jesus und seine Nachfolger fanatischer als das Tier selbst, um seine Sympathie und ihre Vormachtstellung bei ihm nicht zu verlieren. Sie wurde eine rachgierige Hure, die den Stachel des christlichen Zeugnisses in ihrem Gewissen trug.

Der Sohn Satans ließ sie gewähren, solange sie ihm nützte, da sie die Massen anzog und ihm zuführte. Die Frau wusste aber auch, dass Sex, Liebe, Verbindungen oder Blutbäder unter Christen einen eiskalten Diktator wie das Tier nicht lange befriedigen können. Sie musste ihm gleichzeitig Geld, Gold und Macht herbeischaffen, wollte sie die Herrin auf dem Rücken der Bestie bleiben. Sie nützte deshalb ihre Handelsbeziehungen weltweit aus und sicherte sich dabei zugleich auch ihre eigenen Privilegien. Sie liebte das Geld, die Schätze in ihrer Hand und die Macht, die ihr eignete. Sie schmückte sich übermäßig, um herrlich zu erscheinen. Das aber sollte unausweichlich ihr Ende herbeiführen.

Vielleicht hatte die Mutter aller Hurerei in der Zwischenzeit auch den falschen Propheten, den Berater des Tieres, ausgestochen, seine Autorität verkleinert und ihn stillschweigend abgelöst. Seine Rache war ihr totsicher.

Ihre Buhler erkannten die Grenzen ihres Einfallsreichtums und hatten sich an ihrer Attraktivität satt gesehen. Sie wollten selbst an die Geldquellen herankommen. Deshalb töteten sie das Weib kaltblütig und nahmen den Kampf um ihre Hinterlassenschaft auf. Die Mutter aller Hurerei wurde von ihnen mit allem, was sie hatte, buchstäblich aufgefressen.

Wer in diesem Gleichnis an Stelle der ehebrecherischen Frau ein liberales oder ein fanatisches Judentum einsetzt, oder eine angepasste, machtbesessene Kirche, der kommt dem Sinn dieser Ausführungen näher.

Dieses Gleichnis stellt aber auch uns selbst in Frage, damit wir uns prüfen, ob wir Jesus von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit allen unseren Kräften lieben und ihm vertrauen. Halten wir ihm allein die Treue oder buhlen wir um Ehre, Macht, Geld, Wissenschaften oder andere moderne Götter und Geister? Füllt Jesus unser Bewusstsein und unser Unterbewusstsein aus, oder klammern wir uns immer noch an fremde Helfer? Ist Jesus allein der Herr unseres Lebens, oder haben wir uns an andere Mächte gebunden? Wir sollten nicht vorschnell fremde Institutionen und Gruppen verurteilen, sondern selbst Buße tun, damit uns nichts von Jesus scheidet (Matthäus 7, 1-5).

Gebet: Vater unseres Herrn Jesu Christi: Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen! Reinige und befreie uns von allen bösen Absichten und von Bindungen an fremde Götter und Geister, an Mächte und Überzeugungen, sodass wir allein Dich und Deinen Sohn Jesus lieben, auf ihn hören, ihm bedingungslos vertrauen und in Deiner Kraft gehorchen. Amen.

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