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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 5 - DER ANTICHRIST UND DAS LAMM GOTTES (OFFENBARUNG 13:1 - 16:21) - Christus inmitten seiner Märtyrer trotz des Antichristen und der Zornschalengerichte
TEIL 5.5 Letzte Warnungen vor dem Zorn Gottes (Offenbarung 14, 6 - 20)

5. Eine Stimme aus dem Himmel tröstet die Todgeweihten (Offb. 14,12-13)


12 Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!

13 Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: “Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an”. “Ja”, spricht der Geist, “sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach”.

Die Geduld der Heiligen

Was hat der Tod noch mit Geduld zu tun? Wie sollen die Heiligen geduldig sein, wenn das Damoklesschwert über ihrem Kopf hängt? Wer sind die Heiligen? Kein Mensch ist von sich aus heilig. Wir sind alle unrein und verdorben. Da ist keiner der Gutes tue, auch nicht einer – außer Jesus! Selbst die Dämonen schrieen auf, als sie ihn auf sich zukommen sahen und nannten ihn den Heiligen Gottes. Seine Heiligkeit vernichtete am Kreuz unsere Unheiligkeit. Sein Blut macht uns rein von allen Sünden. Seine Gnade ist alle Morgen neu und seine Treue ist groß. Er rechtfertigte uns durch seinen Sühnetod, so dass wir juristisch gesehen, als Tadellose freigesprochen werden. Jesus heiligt seine Nachfolger und schenkt ihnen seinen Heiligen Geist. Dieser Geist treibt uns zur Heiligung, Liebe und Demut, damit unsere Unreinheit, Egoismus und Hochmut nicht nur rechtlich sondern auch real überwunden werden.

Der Geist des Vaters und des Sohnes ist selbst das ewige Leben und der tröstende Gott, der uns in Angst, Not und Tod stärkt. Um seiner Rechtfertigung und um seines Geistes willen können wir auch in der äußersten Belastung ruhig und geduldig bleiben, nicht aus eigenen Kraft, sondern weil er in uns durch seines Geistes Kraft und Trost wirkt. Das geistliche Leben, das er uns schenkte, hat den Tod bereits überwunden. Die Kraft des Heiligen Geistes lässt uns durch unsere Taufe an Jesu Tod, Grab und Auferstehung teilnehmen (Röm. 6, 3-4). Deshalb brauchen wir nicht um unser Leben bangen. Wir sind mit Christus gekreuzigt; so leben nun nicht wir, sondern Jesus lebt in uns (Gal. 2, 19-20).

Kennen wir alle Gebote und erfüllen sie?

Christen bemühen sich auch in Not und Verfolgung in den Geboten Gottes und seines Lammes zu wandeln. Das willentliche Übertreten seiner Gebote käme einem Sprung ins Nichts gleich, der mit einem Aufschlag in der Hölle endete. Mose vermittelte seinem Volk 365 Verbote, entsprechend der Zahl der Tage eines Jahres und formulierte 248 Gebote entsprechend der Anzahl der Knochen eines Menschen, damit wir wissen, was wir tun sollen. Jesus hat diese Gebote zusammengefasst in zwei Befehle: Du sollst den Herrn deinen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Die Liebe zu Gott und zu den Menschen ist die Summe aller Gebote.

Jesus formulierte ebenfalls etwa 500 Gebote und Empfehlungen in seinen vier Evangelien. Der Heilige Geist treibt uns sie zu erfüllen, denn sie sind die Vertiefung und Weiterführung der Gebote des Alten Testamentes. Jesus fasste seine eigenen Gebote in zwei hervorragenden Befehlen zusammen. Der erste heisst: Liebet einander, so wie ich euch geliebt habe (Joh. 13, 34 und 35). Jesus ist der Maßstab für unsere Heiligkeit, Liebe und Demut. Wer sich an der Herrlichkeit Jesu misst, wird klein und lebt allein von seiner Gnade! Der zweite Befehl unseres Herrn heisst: Ihr sollt vollkommen sein wie euer Vater im Himmel vollkommen ist (Mt. 5, 48). Dieser Vers könnte uns in die Verzweiflung treiben, wenn nicht das Wort ”Vater” darin stünde. Die Erbanlagen unseres himmlischen Vaters und das Kindesrecht, das er uns schenkte, sind ein Angeld auf die Vollkommenheit, die er von uns erwartet und die er uns schenkt. Sie realisiert sich in den Nachfolgern Jesu wie Paulus bezeugt:

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist (Röm. 5, 5).

Der Glaube an Jesus

Alle diese Rechte, Vorrechte und geistlichen Gaben empfangen wir allein durch unseren Herrn Jesus Christus, der das Lamm Gottes ist. Der Name Jesus ist das wichtigste Wort im Neuen Testament und kann 975 Mal gelesen werden. Im Buch der Offenbarung findet sich der Name über alle Namen “Jesus” zehnmal (Kap. 1, 1, 2, 9; Kap. 12, 17; Kap. 14, 12; Kap. 17, 6; Kap. 19, 10; Kap. 20; 4 und Kap. 22, 16 und 20). Er ist das A und das O, der Anfang und das Ende, auch im Buch der Offenbarung. Im Grunde genommen geht es in diesem Buch nur um den Kampf Jesu gegen den Antichristen und sein Gefolge und den Sieg des Lammes Gottes über den Sohn des Bösen.

Jesus wird gegen alle Widerstände, Versuchungen und Verfolgungen das Heilsprogramm seines Namens verwirklichen und sein Volk aus dem Alten Testament und sein Volk aus dem Neuen Testament von allen ihren Sünden retten.

Was heißt der Glaube an Jesus? Ihn erkennen, ihn lieben, sich mit ihm verloben, mit ihm den Bund für Zeit und Ewigkeit eingehen, mit ihm zusammen leben, ihm dienen, dabei dient er uns, vergibt uns, trägt uns bis in die Ewigkeiten hinein. Der Glaube an Jesus heißt eine rechtliche und geistliche, eine emotionale und willentliche Verbindung mit Jesus in einer Jochgemeinschaft, in der er uns erlaubt, mit ihm die Welt zu pflügen, zu besäen und zu ernten. Jesus ist bei seinen Nachfolgern alle Tage bis an der Welt Ende. Sie leben mit ihm, in ihm und er mit ihnen und in ihnen. Die Glaubensverbindung mit Jesus kann logisch nicht ausgelotet werden, denn sie unterliegt einer geistlichen Realität und besitzt eine höhere, eine himmlische Logik.

Das Wort Glaube heißt im Griechischen auch Treue, wie auch im Arabischen Glaube und Treue von der Wurzel her miteinander verbunden sind. Wer in den Bund mit Jesus eingetreten ist, soll treu bleiben, wie Jesus ihm treu ist. Das schließt die Hingabe an einen anderen Geist und Gott völlig aus. Insofern ist der Glaube an Jesus der Schutz vor dem Abfall und überwindet die Verbindung mit dem Drachensohn. Falls die Hure Babylon behauptet, es sei kein Problem zwei Herren zu dienen, so lügt sie. Jesus krönt kein geteiltes Herz! So wie er sich ganz für uns dahingegeben hat, erwartet er auch von uns eine Ganzhingabe, wenn es sein muss bis in den Tod. Treue ist Dank für Treue und bleibt eine Frucht der Liebe.

Wer ist selig?

Mitten in die Erklärung über eine innige Herzensverbindung mit Jesus hörte der Patriarch Johannes eine Stimme aus dem Himmel! Er empfing eine neue Offenbarung, eine Sondermeldung für Märtyrer und ihre Hinterbliebenen. Die Stimme aus der Ewigkeit gebot ihn zunächst zu schreiben: Selig! Dieses große Wort kommt seit den Berichten über die Verfolgungszeit durch den Drachensohn sechsmal und insgesamt siebenmal in der Offenbarung vor (Kap. 1, 3; Kap. 14, 13; 16, 15, 19, 9; 20, 6; 22, 7 und 14). Selig sein heißt im Arabischen: Wer das Vorrecht besitzt mit Gott dem Vater und dem Sohn an einem Tisch zu sitzen und Gemeinschaft mit ihnen sowie mit den Patriarchen und Aposteln zu haben. Selig im Deutschen heißt: Höchste Freude und Wonne nach dem Errettetsein aus bitterem Leiden zu erfahren, wie wenn einer nach Jahren Einzelhaft in der Dunkelkammer plötzlich in die Freiheit der Sonne entlassen wird. Selig im Türkischen heißt: Stolz auf das einzigartige Vorrecht zu sein, zur Familie Gottes des Vaters zu gehören. Jesus hat uns im Matthäus-Evangelium detailliert erklärt, wer berechtigte Aussicht hat, selig zu werden (Mt. 5, 3-12). Er schloss seine Seligpreisungen mit dem Satz: Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie daran lügen.

Seid fröhlich und getrost, es wird euch im Himmel reich belohnt werden. Denn so haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind (Mt. 5, 12).

Selig ist auch ein kleines Kind, wenn es nach seinem Schmerz auf dem Schoss seiner Mutter sitzt und sich ausweinen kann.

Unser Gott ist ein Gott des Wohlgefallens und der Heilige Geist ist ein Geist der Freude und des Trostes. Jesus sagte außerdem: Ich will, dass meine Freude in euch vollkommen werde (Joh. 15, 11; 17, 13).

Im Buch der Offenbarung spezifiziert die Stimme aus dem Himmel den Grund zur Seligkeit der Märtyrer. Jene Toten sind selig die “in dem Herrn” sterben. In 175 Versen des Neuen Testamentes begegnen wir der eigenartigen Formulierung und der Tatsache, dass Christen nicht allein in der Welt umherirren, sondern ”in” ihrem Herrn leben. Sie sind eingebunden in seinen Schutz, seine Liebe, seine Fürsorge, seine Kraft und in sein Leben. Sie haben Anteil an seiner Herrlichkeit und an seinen Leiden bekommen. Sie sind “ein Mus und ein Brei” mit ihrem Herrn geworden. Paulus bezeugt, dass die Gemeinde Jesu Christi sein geistlicher Leib ist (1. Kor. 3, 16; 6, 19; 2. Kor. 6, 16) und seine Gnade in der Schwachheit zur Vollendung kommt (2. Kor. 12, 9).

Glauben an Christus ist nicht nur Denken sondern ein Sein in ihm! Das ist eine unbegreiflich große Gnade für die wir ihm nie genug danken können.

Das ”Sein” in Christus umfasst auch unseren leiblichen Tod. Johannes bezeugt : Wer den Sohn hat, der hat das Leben, wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben auch nicht (1. Joh. 5, 12). Die Einwohnung des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in Jesusliebhaber bedeutet den Empfang des göttlichen, ungeschaffenen und ewigen Lebens (Joh. 14, 23; Kap. 17, 2.3.14-15.21-23; Apg. 1, 8 u.a.).

Der Tod findet kein Recht und keine Macht an ihnen (1. Kor. 15, 55 und 57). Sie leben in Christus, auch wenn sie sterben (Joh. 11, 25-26). Sie sind mit Christus begraben und bereits auferstanden (Röm. 6, 3-4; Kol. 2, 12-13). Sie wurden mit dem Lamm Gottes zusammen im Himmel eingesetzt (Eph. 2, 6; Phil. 3, 20; Kol. 3, 1; Hebr. 12, 22 u.a.). Wir haben mitten im Tod Grund zum Jubel und zur höchsten Freude. Die Stimme vom Himmel sagt, dass alle, die sich weigern, um Jesu Willen den Antichristen anzubeten und sein Zeichen nicht annehmen, in die Ruhe Gottes eingehen, ewig leben und ihn loben. Der Heilige Geist bestätigt ausdrücklich diese Tatsache mit seinem göttlichen “Ja!” (Offb. 2, 7 und Kap. 22, 17 u.a.).

Ihr Ganzopfer angesichts des Ganzopfers Christi wird mit der vollen Gnade des ewigen Lebens geehrt.

Die Märtyrer werden jedoch nicht gerecht durch ihre eigene Güte oder ihre Werke, noch durch ihr Ganzopfer sondern allein durch Christi Blut und Gerechtigkeit. Die Liebe Jesu konnte jedoch in ihnen eine solche Gegenliebe entzünden, dass sie selbst den Tod nicht scheuen, um in der Glaubensgemeinschaft mit Jesus ihrem Retter zu bleiben.

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