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Home -- German -- Offenbarung -- 092 ( Die sieben Posaunengerichte )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studi(en zum Buch der Offenbarung

BUCH 3 - DIE HERAUSGERUFENEN AUS ISRAEL UND DEN VÖLKERN ANGESICHTS DER SIEBEN POSAUNENGERICHTE (OFFENBARUNG 7:1 - 9:21)
TEIL 3.3 - DAS LAMM GOTTES ÖFFNET DAS SIEBTE SIEGEL MIT DEN SIEBEN POSAUNENGERICHTEN UND DEN DREI WEHERUFEN (OFFENBARUNG 8:1- 9:21)

2. Die sieben Posaunengerichte (Offenbarung 8:7 - 9:21)


OFFENBARUNG 9:12 - 16
12 Das erste Wehe ist vorüber; siehe, es kommen noch zwei Wehe danach. 13 Und der sechste Engel blies seine Posaune; und ich hörte eine Stimme aus den vier Ecken des goldenen Altars vor Gott; 14 die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Laß los die vier Engel, die gebunden sind an dem großen Strom Euphrat. 15 Und es wurden losgelassen die vier Engel, die bereit waren für die Stunde und den Tag und den Monat und das Jahr, zu töten den dritten Teil der Menschen. 16 Und die Zahl des reitenden Heeres war vieltausendmal tausend; ich hörte ihre Zahl.

Der sechste Posaunenstoß 
mit dem zweiten Weheruf

Die Stimme aus den Hörnern 
des Gebetsaltars

Als der sechste Engel gellend in seine Posaune stieß, begann der goldene Räucheraltar vor dem Thron Gottes und seines Lammes, durch seine vier goldverzierten Hörner zu reden. Die Gebete der Heiligen aller Zeiten (8,3-5), die mit ihrer Anbetung, ihrer Beichte, ihren Bitten und Fürbitten für alle Verfolgten um Jesu willen auf dem Räucheraltar dargebracht worden waren, hatten den Raum vor dem Thron Gottes erfüllt, so daß der Altar nicht mehr anders konnte, als die Antwort des dreimal Heiligen deutlich auszusprechen!

Das Maß der Lästerung, des Hasses gegen Jesus und der Leiden seiner Nachfolger war übervoll. Das Zeitalter der Gnade neigte sich seinem Ende zu. Die Gerichte Gottes wurden unaufschiebbar. Die Gebete um die Rettung der Bedrängten und um die Sinnesänderung der Verlorenen verursachten das Gericht, weil die Verfolger der Christusnachfolger sich nicht retten lassen wollten, sondern sich immer mehr gegen Gott und sein Lamm auflehnten und verhärteten. Wie einst in Ägypten die zehnte Plage den Tod der Erstgeburten brachte und das Maß der Warnstrafen vollendete (2. Mose 11,1-10), so zog die Fülle der Gebete am Altar einen Strich unter die Zeit der Geduld Gottes, der nun dem sechsten Posaunenengel befahl, das Tötungsgericht einzuleiten. Wer die Stellvertretung Jesu immer wieder ablehnt, muß seine Strafe selbst tragen. Das gilt für einzelne wie die Anhänger einer Religion oder für ein ganzes Volk. Wer Gott und seinem Lamm die Türe weist, lädt dadurch den Teufel und seine zerstörerischen Mächte ein, bei sich einzuziehen und ihre Verwüstung anzurichten.

Die vier Wirbelstürme vom Euphrat

Der sechste Posaunenengel bekam den Auftrag, nicht nur in sein Instrument zu blasen, sondern gleichzeitig die seit langem gebundenen, doch jederzeit startbereiten vier Zerstörungsstürme am Euphrat zu lösen. In Kap. 7,1-3 lasen wir, daß vier Engel vier Stürme an den vier Enden der Erde festhielten, damit sie nicht losbrechen könnten, bis die Vollzahl der Christusgläubigen aus den zwölf Stämmen der Kinder Jakobs versiegelt sei. Nun wurden die vier Gerichtsengel durch den Posaunenengel ihrer Pflicht entbunden, und die Stürme kamen frei.

Die vier Zerstörungsstürme brechen über alle Völker, insbesondere aber über Israel herein. Die Zahl Vier ist zunächst ein Hinweis auf die globale Wirkung der Zerstörungsmächte. Die Versiegelung der 144.000 und die Nennung des Euphrat aber hängen eng mit Israel zusammen.

Der Euphrat, an dessen Ufern Babylon und Ur gelegen hatten, fließt heute durch vier Länder. Die Türkei kann mit ihrem Staudammsystem im Taurusgebirge den tiefer liegenden Ländern jederzeit das Wasser abschneiden. Syrien hat aus den Euphratwassern hinter einem Damm einen großen Stausee angelegt. Im Irak befindet sich der längste Teil dieses biblischen Stromes. Ab dem Zusammenfluß des Euphrat mit dem Tigris, am Schat el-Arab, bis zu seiner Mündung ins Meer grenzt auch der Iran an den Fluß.

Es ist nicht anzunehmen, daß die vier genannten Länder jeweils einen der vier Zerstörungsstürme darstellen, die gegen Israel losbrechen sollen. In Anbetracht der gegebenen Verhältnisse wäre jedoch denkbar, daß durch die angestauten und nicht gelösten Spannungen in diesen vier Ländern viele Völker aus Ost und West aufgewühlt werden und aufeinanderprallen.

Das Erdöl im Einzugsgebiet des Persischen Golfes, der eine Verlängerung des Euphrat darstellt, enthält zusammen mit den Süßwasserproblemen an diesem Strom genügend Zündstoff, um die Heere vieler Völker zu mobilisieren. Die unausweichliche Frage „Öl oder Israel?“ wird, zusammen mit dem Trinkwassermangel im Nahen Osten, viele Staaten zwingen, ihre Einfluß- und Interessensgebiete festzulegen. Die wachsenden Spannungen in diesem Krisenherd werden sie zwingen, einen hohen Preis für Öl, Wasser und Israel zu entrichten.

Der Termin für das Losbrechen des durch die sechste Posaune angekündigten unheilvollen Weltkrieges liegt nicht in den Händen von Regierungen, weder in denen der Industrienationen, noch in denen der Entwicklungsländer. Vielmehr ist er auf Jahr und Tag, auf Monat und Stunde im Vorherwissen Gottes genau festgelegt. Dieser globale Krieg steht unter dem Muß des göttlichen Geistes. Ebenso zwingend wird, wie es Hesekiel sah, Gog aus Magog mit seinen Verbündeten (den Persern, Äthiopiern, Libyern u.a.) gegen Israel losschlagen, um dann auf den Bergen des Heiligen Landes endgültig zerbrochen zu werden (Hes. 38,1-39,12). Wir vermuten, daß die Voraussage Hesekiels und die Schau des Johannes dasselbe Ereignis meinen.

In Kap. 9,13-16 wird von riesigen Heeren berichtet, deren Truppenstärke mindestens Zehntausend mal Zehntausend mal Zwei beträgt und damit über zweihundert Millionen Krieger umfaßt. Diese unheimliche Zahl steht im Vernichtungsweltkrieg der Menge der himmlischen Heerscharen gegenüber, die das Lamm Gottes bei seiner Inthronisierung anbeten (Offb. 5,11). Die Zahl dieser Engel ist um ein Vielfaches größer als die Zahl der Vertreter des Bösen.

Hinter der angegebenen Zahl der Reitergeschwader mögen Dämonenheere stehen, die in der unsichtbaren Welt losgelassen werden, so daß in der sichtbaren Welt die Truppen der gottlosen Völker aufeinanderprallen, um mit ihren ABC-Waffen ein Drittel der Menschheit zu vernichten.

Wir wissen nicht ob das vorausgesagte Drittel der Menschheit, das getötet werden wird, wörtlich zu nehmen ist. Der Begriff eines Drittels kommt 14mal in der Offenbarung vor. Rechnerisch sind diese Angaben, nach menschlicher Logik, nicht miteinander zu harmonisieren. Zu denken gibt uns jedoch die historische Tatsache, daß die jüdische Weltbevölkerung mehrere Male um etwa ein Drittel dezimiert wurde. Das geschah erstmals bei ihrer Vertreibung aus Europa nach den haltlosen Verdächtigungen während der Kreuzzüge und der folgenden Pestepidemie. Ein zweites Mal ereilte die Juden diese Katastrophe in den Konzentrationslagern Hitlers. Wir sollten deshalb die Zahlen aus der Offenbarung nicht vorschnell symbolisieren, sondern angesichts des angekündigten Massensterbens mitleiden und Fürbuße für unsere Völker tun. Wir haben nichts als Zorn verdient!

Das Vorhandensein atomarer, biologischer und chemischer Waffen und geplante Versuche, genmanipulierte biologische Waffen auf bestimmte Feinde loszulassen, machen eine umfassende Vernichtungskatastrophe denkbar. Dabei ist es nicht der Schöpfer selbst, der die unbußfertige Menschheit töten läßt. Doch er hat sie dahingegeben, sich gegenseitig selbst umzubringen. Wer den Schutz Gottes und seines Lammes verläßt, fällt in die Arme der Dämonen mit ihrer Vernichtungsgewalt (Röm. 1,18-32).

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