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Home -- German -- Offenbarung -- 079 ( Der Heiland 
und seine diesseitige Heilsvollendung. )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 3 - DIE HERAUSGERUFENEN AUS ISRAEL UND DEN VÖLKERN ANGESICHTS DER SIEBEN POSAUNENGERICHTE (OFFENBARUNG 7:1 - 9:21)
TEIL 3.2 - EXKURS: DAS ZEUGNIS DER UNÜBERSEHBAR GROSSEN SCHAR VON CHRISTUSNACHFOLGERN VOR GOTTES THRON (OFFENBARUNG 7:10)

Das Heil 
ist bei unserem Gott,
der auf dem Thron sitzt,
und dem Lamm (Kapitel 7,10)

2. Der Heiland 
und seine diesseitige Heilsvollendung .


Der Engel des Herrn gebot Josef und Maria, ihren aus Gottes Geist geborenen Sohn „Jesus“ zu nennen; „denn er werde sein Volk retten von ihren Sünden“ (Mt. 1,21; Lk. 2,21). Der Name „Jesus“ heißt „Jahwe hilft“, „Jahwe rettet“. Der Sohn der Maria wurde geboren, um alle zu retten, die seine Rettung annehmen. Sein Heil enthält kein politisches Programm für das Wohlergehen eines Staates, sondern schafft die Rettung der Bußfertigen aus allen ihren bekannten und unbekannten Sünden. Das Heil Jesu Christi ist ein geistliches Heil, durch das er sich ein geistliches Volk für sein geistliches Reich reinigt und aufbaut (Joh. 18,36-37). Der Name „Jesus“ enthält die Vollmacht Gottes zur Verwirklichung dieses Heilsprogrammes.

Die Ankunft des Heilandes 
in unserer Welt. Der Engel des Herrn durchbrach über den entsetzten Hirten die Finsternis auf Bethlehems Hügeln und befahl ihnen aus seiner blendenden Lichtherrlichkeit heraus:

„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.“ (Lk. 2,10)

Das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach ist ein bescheidenes Echo dieser großen Freude und des stürmischen Jubels, welche der Engel an der Zeitenwende offenbarte. Der vorausgesagte Friedefürst war endlich da. Als Garant für den bleibenden Weltfrieden trug er den Ehrentitel des Kaisers Augustus, „Heiland“. Jesus aber war mehr als Augustus! Er war „der Herr“ in Person (Jes. 9,5-6; 40,11). Gott wurde Mensch, damit verdorbene Menschen gerechtfertigt und geheiligt und seiner göttlichen Natur teilhaftig würden. In dem Neugeborenen lag das Heil für die ganze Welt verborgen.

Der Amtsantritt Jesu. Als der sündlose Jesus gegen den Willen des Täufers seine Taufe in dem trüben Wasser des Jordans durchsetzte (Mt. 3,13-17), erkannte Johannes, daß der Sohn der Maria sich nicht wegen seiner eigenen Sünden untertauchen ließ, sondern stellvertretend alle Schuld und Ungerechtigkeit der Menschheit auf sich genommen hatte. Deshalb öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam herab und setzte sich in Gestalt einer Taube auf Jesus als Zeichen seiner sanftmütigen Vollmacht. Deshalb sprach Gott den entscheidenden Satz: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“ (Mt. 3,17).

Deshalb konnte der Täufer nicht anders als zu rufen: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“ (Joh. 1,29-34) Die Gemeinde der Auserwählten vor dem Thron Gottes nahm dieses Zeugnis auf, als sie bekannte: „Das Heil ist bei unserem Gott und dem Lamm!“ (Offb. 7,10). Ohne die Stellvertretung Jesu gäbe es für uns alle kein Heil. Seine Taufe bedeutet den Amtsantritt des Heilandes der Welt.

Die Stellvertretung Jesu. Beim nächtlichen Gespräch mit Nikodemus sagte Jesus dem Abgeordneten im Synedrium: „Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, ... nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh. 3,14-16). Jesus, der versucht wurde wie wir, jedoch in keine Sünde einwilligte, wurde für uns zur Sünde gemacht (und glich damit der Schlange), damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt (2. Kor. 5,21; Hebr. 4,15). Jesus versicherte seinen Jüngern: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.“ (Mt. 20,28) Bei der Einsetzung des heiligen Abendmahls erklärte Jesus seinen Jüngern das Ziel seines Opfers: „Als sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach‘s und gab‘s den Jüngern und sprach: ‘Nehmet, esset; das ist mein Leib.’“ Nach dem Abendmahl mit Bitterkräutern „... nahm er den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: ‘Trinket alle daraus; das ist mein Blut des neuen Testaments, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.’“ (Mt. 26,26-28; 1. Kor. 11,23-26) Wie das Brot und der Wein in unseren Leib hineingehen und zu Kraft für uns werden, so will auch Jesus in uns Wohnung machen und in uns bleiben. Durch seine Einwohnung in uns wird die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch verwirklicht. Die Voraussetzung dafür ist unsere Reinigung von allen Sünden durch das Blut des Bundesopfers. Heil bedeutet engste Gemeinschaft mit Gott aufgrund der Vergebung unserer Sünden (Eph. 3,14-21; 1. Joh. 1,7; Offb. 1,5-6).

Das Fürbittegebet Jesu. Das erste Wort, das Jesus am Kreuz sprach, war sein Fürbittegebet als Hohepriester für alle Sünder: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk. 23,34) In seiner Agonie bat der Sohn Gottes nicht um Linderung seiner eigenen Schmerzen, sondern offenbarte als Heiland seine unendliche Liebe zu allen Schuldigen. Und der Vater erhörte das Gebet seines Sohnes! Jesu Sühneopfer schuf die Rechtfertigung für alle, die ihn im Glauben erfassen. Deshalb besitzt er die Vollmacht zu sagen: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ (Mt. 9,2). Als einer der beiden mit Jesus Gekreuzigten ihn nicht fluchen, sondern beten hörte, bekannte er, daß er und der andere Verbrecher ihre Strafe wohlverdient hätten. Trotzdem bat er den König mit der Dornenkrone: „Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!“ Er antwortete ihm: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk. 23,39-43) Der Verbrecher zu seiner Rechten war der einzige Mensch, den Jesus konkret retten konnte, noch bevor er starb. Seine Apostel waren alle an ihm irre geworden und geflohen. Der Verbrecher am Kreuz wurde nicht durch seine guten Werke gerecht, sondern allein durch seine Buße und seinen Glauben. Er wurde zum Vorbild aller Geretteten. Das Heil ist eine Gnadengabe des Gekreuzigten für Verbrecher.

Der Sieg Jesus Christi am Kreuz. Nach seiner sechsstündigen Tortur am Kreuz rief Christus: „Es ist vollbracht!“ (Joh. 19,30). Was war vollbracht? Das Heil für die ganze Welt ist am Kreuz vollendet worden! Jesus hat mit seinem Sühnetod den Zorn Gottes über alle Menschen gestillt. Seither sind wir versöhnt mit dem heiligen Gott. Die Rechtsforderungen des Gesetzes sind mit Jesu stellvertretendem Sühnetod alle erfüllt worden. Jesus hat die Sünden aller Sünder am Fluchholz gebüßt.

Er ist um unsrer Missetat willen verwundet

und um unsrer Sünde willen zerschlagen.

Die Strafe liegt auf ihm,

auf daß wir Frieden hätten,

und durch seine Wunden sind wir geheilt.

(Jesaja 53,5)

Satan hatte versucht, Jesus zur Sünde zu verführen. Jesus aber liebte seine Feinde, blieb fest im Glauben an seinen Vater, obwohl dieser ihn verlassen hatte, und gab die Hoffnung im Tod nicht auf. Seither hat Satan kein Recht mehr zur Anklage eines Gläubigen in Christus. Christus ist Sieger über Gottes Zorn, über unsere Sünde und über Satans List und Gewalt. Diese objektiven Heilstatsachen sind durch den Tod Jesu am Kreuz für alle Menschen vollendet worden. Christus muß nicht noch einmal extra für Muslime sterben. Sein Sühnetod gilt für alle. Aber wie der katholische Pfarrer Boos aus seinem evangelischen Denken heraus sagte: „Die blitzdumme Welt ist erlöst und weiß es nicht – oder will es nicht wissen!“ Die Auferstehung Jesu 
bestätigt die Vollendung des Heils Jesus stand am Sonntagmorgen von den Toten auf. Als er am selben Abend seinen davongelaufenen, verängstigten Jüngern erschien, bot er ihnen als erstes den Frieden Gottes an. Er zwang sie nicht zur Unterwerfung und zur Friedensannahme wie der Islam, sondern stellte sie vor die freie Entscheidung, sein Heil anzunehmen.

Die Auferstehung Jesu Christi ist das göttliche Siegel auf die Vollendung seines Heils. Seit Jesus vom Tode auferstanden ist, wissen wir gewiß: Jesus ist heilig und sündlos. Hätte er in seinem Leben auf Erden in Worten, Werken, Gedanken oder Absichten nur eine einzige Sünde vollbracht, so hätte der Tod Macht an ihm gefunden. Nun aber ist Christus auferstanden und ist durch den Tod hindurchgegangen. Seine Sündlosigkeit, Heiligkeit und Gottheit sind darin sichtbar geworden. Die Auferstehung Jesu bedeutet auch, daß Gott das Sühneopfer seines Sohnes angenommen hat. Jesus ist nicht gescheitert, sondern hat die Welt mit Gott versöhnt. Sein Opfer besitzt ewige Gültigkeit und öffnet den Weg zu Gott für alle gerechtfertigten Sünder. Jesus lebt! Er ist nicht tot. Er existiert noch heute! Wir haben einen lebendigen Herrn und Heiland! Muhammad dagegen ist tot und wartet im Zwischenzustand auf das Jüngste Gericht. Deshalb müssen alle Muslime bei jeder Nennung seines Namens für ihn beten (Sure 33,56). Für uns aber betet Jesus als unser Hohepriester und vertritt uns beim Vater. Die Überwindung aller antigöttlichen Kräfte durch das Lamm Gottes brachte uns eine umfassende Rechtfertigung aus Gnaden mit der völligen Vergebung aller unserer Sünden. Dr. Martin Luther hat das Geheimnis des Heils in seinem Katechismus mit Vollmacht formuliert:

Ich glaube, daß Jesus Christus ... sei mein Herr,

der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöst hat,

erworben und gewonnen von allen Sünden,

vom Tod und von der Gewalt des Teufels.

Nicht mit Gold oder mit Silber,

sondern mit seinem teuren und heiligen Blut

und mit seinem unschuldigen Leiden

und Sterben,

auf daß ich sein eigen sei

und in seinem Reich unter ihm lebe

und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit,

Unschuld und Seligkeit,

gleich wie er ist auferstanden vom Tod,

lebt und regiert in Ewigkeit.

Das ist gewißlich wahr!

Die Leugnung der Kreuzigung Christi
 und seiner Auferstehung im Qur'an. In seiner Religion war Muhammad konsequent. Allah im Islam akzeptiert keinen Mittler, kein Lamm und keinen Helfer. Er allein ist Schöpfer, Herr und Richter. Denn bräuchte Allah einen Mittelsmann oder einen Heiland zur Erlösung der Menschheit, so wäre er nicht mehr allmächtig. Allah aber vergibt, wem er will und wann er will. Er vergibt nicht, wenn er nicht will. Er bleibt souverän, ungebunden und frei. Allah ist kein Vatergott voller Liebe und Heiligkeit. Der Qur'an lehnt die Möglichkeit eines Stellvertreters, der eines anderen Strafe erleidet, sowie jedes Sühneopfer zur Vergebung von Sünden radikal ab. Im Qur'an steht fünfmal die stereotype Formulierung: Keiner wird die Last eines anderen tragen! (Sure 6,164; 17,15; 35,18; 39,7; 53,38). Da es im Islam keine göttliche Liebe (Agape) gibt, bleibt auch die liebende Stellvertretung unbekannt. Alle Opferordnungen des Alten Testaments, wie auch ihre Zusammenfassung im Sühnetod Jesu, werden von den Muslimen verworfen und zum Irrtum erklärt. Zusammengefaßt wird dies in der konsequenten Ablehnung der Geschichtstatsache der Kreuzigung Jesu im Qur’an (Sure 4,157). Damit fallen mit einem Schlag im Islam sämtliche Inhalte der Rechtfertigung, der Versöhnung mit Gott und der Tilgung der Rechtsforderungen des Gesetzes weg. Der Zorn Allahs bleibt stehen über jedem Muslim, der das Gesetz nicht erfüllt (Gal. 3,10). Der Engel der Finsternis plagt jeden toten Muslim bereits im Grab, da seine guten Werke seine bösen Taten nicht aufwiegen. Der Qur'an lehnt auch die Auferstehung Christi von den Toten ab. Muhammad behauptet zwar im Buch der Muslime zweimal, Allah habe ‘Isa einschlafen oder sanft sterben lassen und ihn lebendig zu sich emporgehoben. ‘Isa im Qur'an wurde aber nicht begraben und ist deshalb auch nicht auferstanden. Er habe den Tod nicht überwunden, Allah habe ihn vielmehr lebendig zu sich entrückt, um ihn vor der Plage des Kreuzes zu retten!! (Sure 3,54-55; 4,158). ‘Isa im Qur'an ist kein Sieger über Gottes Zorn, Sünde, Satan und Tod. Diese gottfeindlichen Mächte existieren im Islam ungebrochen weiter. Muhammad verstand sich als Warner und nicht als Retter vor dem kommenden Gericht. Sein Gesetz, die Schari’a, sei der breite Weg, der die Muslime direkt ins Paradies führe. Das Gegenteil ist der Fall. Durch ein Gesetz wird kein Mensch vor Gott gerecht (Röm. 3,20; Gal. 2,16). Jedes Gesetz verurteilt seine Übertreter. Das Gesetz, auf das die Muslime ihre Hoffnung setzen, wird sie alle richten (Röm. 4,15; Jak. 2,10).

Die Leugnung des Heils aus Gnade 
im Islam. Die Worte „Heil“ oder „Heiland“ können im Qur'an nicht stehen; denn im Islam gibt es keine Umsonstgnade, kein Erbarmen Allahs über eine verlorene Menschheit, nicht einmal die Spannung in Gott zwischen seiner richtenden Heiligkeit und seiner rettenden Liebe. Der Islam weiß nicht, daß Gott die verdorbene Welt so liebt, daß er seinen einzig-geborenen Sohn opferte, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben. (Joh. 3,16) Wer begreift, daß alle Muslime sich selbst aus dem von Christus vollendeten Heil ausschließen, erkennt entsetzt, daß die konstante Ablehnung von Gnade und Heil im Islam in eine Verstockung mit kollektiver Gebundenheit führt. In der Ablehnung der auch für sie erfolgten Rettung vom Zorn Gottes und seinem Gericht richten sie sich selbst (Joh. 3,36).

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