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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 2 - DIE INTHRONISIERUNG JESU CHRISTI NACH SEINER HIMMELFAHRT (OFFENBARUNG 4:1 - 6:17)
TEIL 2.3 DAS LAMM GOTTES ÖFFNET DIE SIEBEN SIEGEL (OFFENBARUNG 6:1-17)

4. Das vierte Siegel: Der Reiter auf dem fahlen Pferd (Offenbarung 6:7-8)


Hunger, die zweite Geißel Gottes

Wer Flüchtlingsströme stumm in die Hoffnungs-losigkeit ziehen sieht oder in ein Dürregebiet fliegt, wo Menschen Gräser sammeln oder Rinde von den Bäumen schälen, um etwas Nahrung zu finden, der ahnt was eine Hungerkatastrophe heißt. Wo Heu-schreckenschwärme einfallen und alles Grün wie eine lebendige Walze auffressen, bleibt so gut wie nichts mehr zum Essen übrig. Wo Parteifunktionäre ent-sprechend ihrer Ideologien alle Eigeninitiativen ersticken, beginnen selbst fruchtbare Länder zu darben.

Gleichzeitig aber gibt es in Kanada und in den USA eine Überproduktion an Weizen. In einigen EU-Ländern werden Äpfel, Orangen und Tomaten massenhaft vernichtet, um die Preise zu halten. Butterberge und Milchseen werden gezielt abgebaut, und ihre Produktion gedrosselt. In Australien wurden 1990 etwa zwei Millionen Schafe (!) in ausgehobene Massengruben getrieben und im Auftrag der Regierung mit Maschinengewehrsalven nieder-gemäht, weil ihre Futter- und Verschiffungskosten teurer als der Verkaufserlös waren. Da stimmt doch etwas nicht mehr! Auf der einen Seite regieren der Hunger und die Unterernährung, auf der anderen Seite der Überfluß. Leider sind jedoch nur wenige zum Opfer und zum Dienen bereit. Nicht nur in Gott, auch in Menschen kann da der Zorn zu kochen beginnen.

Die Überbevölkerung der Erde

Dem Problem des Hungers liegt vielerorts ein ungebremstes Bevölkerungswachstum zugrunde. Wissenschaftler sprechen von einem Knick in der Bevölkerungskurve der Länder Afrikas und Asiens zwischen den Jahren 1940 und 1970. Vor dieser Zeit verlief das Wachstum der meisten Völker gleichmäßig und überschaubar. Mit der Verbreitung der Hygiene, Arztkunst und Medikamente aber sank die Sterberate auch in den Entwicklungsländern, während die Geburtenrate sprunghaft anstieg. Das statistische Jahrbuch für das Ausland (1995) vom statistischen Bundesamt in Wiesbaden belegt die Entwicklung. Einige Länder sollen als Beispiele für die Gesamt-situation dienen.

Das von der UN errechnete Wachstum einiger Staaten, unter Zugrundelegung einer mittleren Wachs-tumsrate, zeigt sich folgendermaßen:

Staat 1990 2000 2025 2050 Türkei 56 67 90 106 Ägypten 56 69 97 117 Iran 59 74 123 163 Nigeria 96 128 238 338 Pakistan 121 161 284 381 Indien 850 1022 1392 1640 Alle Zahlenangaben in Millionen

Die Bevölkerungszahlen in den Industrieländern Europas jedoch stagnieren oder fallen:

Staat 1990 2000 2025 2050 BRD 79 81 76 unter 72 Großbritannien 57 59 61 unter 60 Auch die Bevölkerung anderer westeuropäischer Länder wie Frankreich oder Italien nimmt im Sog des Überflusses ihrer Wohlstandsgesellschaften ab. Alle Zahlenangaben in Millionen

Falls Jesus nicht vorher wiederkommt und keine gravierenden Katastrophen eintreten, gelten folgende Prognosen der Vereinten Nationen für das Jahr 2050 für die 20 bevölkerungsreichsten Staaten der Erde (Zahlenangaben in Millionen):

Staat Jahr 2050 1. Indien 1640 2. China 1605 3. Pakistan 381 4. USA 349 5. Nigeria 332 6. Indonesien 319 7. Brasilien 264 8. Bangladesch 239 9. Äthiopien 194 10. Zaire 164 11. Iran 163 12. Mexiko 161 13. Vietnam 144 14. Rußland 130 15. Philippinen 130 16. Ägypten 117 17. Japan 110 18. Türkei 106 18. Mianmar 95 20. Kenia 92

Wer soll diese Völker ernähren? Wasser, Land und Rohstoffe sind weltweit begrenzt. Da ist der Hun-ger vorprogrammiert. Eine Völkerwanderung ist zu erwarten. In 50 Jahren wird voraussichtlich kein einziger Staat Europas bevölkerungsmäßig noch zu den 20 stärksten Ländern der Erde zählen.

Das Sterben der Hungernden in den Ländern der Dritten Welt hat erschreckende Ausmaße ange-nommen. Millionen von Kindern und Erwachsenen sterben jährlich an den Folgen von Unterernährung. Hunger tut weh! Jeder einzelne Mensch, der hungert, stellt eine Anklage an die Menschheit dar.

Viele schreien in ihrem Untergang nach dem weißen Reiter. Nur wenige heben ihre Augen auf zum Lamm im Thron Gottes.

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