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Jesu Christi 
durch die Verleihung 
der versiegelten Buchrolle )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

Buch 2 - DIE INTHRONISIERUNG JESU CHRISTI NACH SEINER HIMMELFAHRT (OFFENBARUNG 4:1 - 6:17)
Die zweite Vision 
der Offenbarung
 Jesu Christi

TEIL 2.2 Die Inthronisierung 
Jesu Christi 
durch die Verleihung 
der versiegelten Buchrolle (Offenbarung 5:1-14)


1. Die Vorbereitungen zur Inthronisierung (Offenbarung 5,1-6)

5,1 Und ich sah in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, beschrieben innen und außen, versiegelt mit sieben Siegeln.

Die versiegelte Buchrolle
in der rechten Hand Gottes

Am Anfang seiner zweiten Vision hatte Johannes den Himmel offen gesehen. Er hatte die Herrlichkeit Gottes, des liebenden Vaters, als kraftvolle Heiligkeit erkannt.

Er hatte gesehen und gehört, wie die Thron-wächter den auf dem Thron Sitzenden anbeteten. Er hatte geschaut, wie auch die vierundzwanzig Ältesten den herrlichen Heiligen anbeteten und sich vor ihm niederwarfen. Der Himmel ist voller Lob Gottes. Das ist keine Pflichtanbetung wie im Islam, sondern impulsive, dankbare Anbetung aus der Erkenntnis des ewig liebenden Herrn heraus.

Johannes blickte gespannt auf das Zentrum des Alls und bemerkte plötzlich die rechte Hand des auf dem Thron Sitzenden. In seiner Segenshand lag etwas, was aussah wie eine Pergamentrolle. Die Heilshand Gottes war nicht hinter seinem Rücken versteckt, wie viele Juden seit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem im Jahre 70 n. Chr. meinen. Der Herr streckte seine Hand aus seiner Lichtfülle hervor. Er begann zu handeln. Großes war zu erwarten. Hoffnung kam auf. Die Vollendungszeit begann. Die Verheißung aus Ps. 118,15-16 fing an, sich zu realisieren. Die Gestalt dessen, der auf dem Thron saß, blieb zwar weiterhin in seiner Herrlichkeit verhüllt. Doch seine Hand war sichtbar geworden, seine Heils- und Segenshand! Die Vollmacht des auf dem Thron Sitzenden zeigte sich ohne Lärm und Propaganda. Seine Liebesglut war voller Kraft. Er präsentierte der Welt eine Buchrolle. In dieser Rolle waren sein Wille, sein Plan, sein Sieg, seine Gerichte und sein Heil prophezeit. Und diese Offenbarung erfolgte nicht durch einen Engel oder Geist, sondern kam von Gott direkt. Er offenbarte seinen Willen ohne einen Mittler.

Die Buchrolle war innen und außen voll beschrie-ben. Ihr Erscheinungsbild glich einem amtlichen Schrei-ben der Antike. Dort stand auf der Außenseite einer Buchrolle eine grob umrissene Inhaltsangabe, damit sie sich von anderen Buchrollen unterschied und der Leser mit einem Blick erkennen konnte, was der Schreiber mitteilen wollte. Thema und Richtung des Schreibens waren schon vor der Öffnung der Rolle bekannt.

Auf der Innenseite der Buchrolle standen jedoch die Details der Verordnung, die Durchführungsbestim-mungen und die Anleitung zur Realisierung des jewei-ligen Gesetzes oder Testaments. Die Offenlegung des inwendigen Textes bedeutete gleichzeitig sein Inkraft-treten und die Autorisierung des Bevollmächtigten zu seiner Durchsetzung.

Gott hatte schon im Alten Bund auf vielfältige Weise seinen Willen kundgetan. Die Erzväter Mose und David wie auch die Propheten erkannten zuneh-mend den Heilsplan ihres Herrn und die Gerechtigkeit seiner Gerichte über die aufrührerische Menschheit. Jesus selbst offenbarte stufenweise die Entwicklung des Weltendes bis zu seiner Wiederkunft (Mt. 24,1-25 u.a.). Jetzt lag der Plan Gottes für die Zukunft der Welt in der Hand des Allmächtigen.

Römische Rechtsurkunden wurden damals mit sieben Siegeln von außen verschlossen, auch Testa-mente, durch den Testamentar selbst sowie durch sechs Zeugen. Auch das doppelseitig beschriebene Himmelsbuch war mit sieben Siegeln versiegelt und für jedermann verschlossen. Die Bedeutung der alttesta-mentlichen Verheißungen sowie die Prophezeiungen Jesu Christi blieben zunächst noch geheim und ver-schlüsselt. Alles Rätseln half nichts. Es würde eine neue Offenbarung brauchen durch die Öffnung der sieben Siegel.

Dabei war nichts wirklich Neues zu erwarten. Der Inhalt des Dokumentes war in Umrissen bereits bekannt. Es ging aber jetzt um das Inkrafttreten und die Verwirklichung des Heilsplanes Gottes und seiner Gerichte über eine antigöttliche und antichristliche Welt.

Bei antiken Krönungsfeierlichkeiten trug ein Herold oder der Oberpriester die Bestallungsurkunde feierlich in den Thronsaal, damit der neue König sie als der Statthalter Gottes entgegennähme. Der Höhepunkt der Inthronisierung war dann das Brechen der sieben Siegel durch den neuen Herrscher, der den Inhalt der Rolle durch einen Herold ausrufen ließ. Der Hofstaat kniete dann huldigend nieder, und Hochrufe erschall-ten im ganzen Königssaal. Römische Kaiser ließen sich bisweilen zum Zeichen ihrer Vollmacht auf ihren neuen Münzen mit einer Buchrolle in der Hand darstellen.

Im Himmel stand mit der Überreichung der Bestallungsurkunde aus Gottes Hand die Einsetzung des Königs aller Könige bevor. Dieser wird der letzte König sein, der ein ewiges Reich mit einer heiligen Hauptstadt gründet und damit das Ende der diesseitigen Welt einleitet. Sein Regieren und Handeln beginnt mit dem Brechen der sieben Siegel.

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