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der auf dem Thron sitzt )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

Buch 2 - DIE INTHRONISIERUNG JESU CHRISTI NACH SEINER HIMMELFAHRT (OFFENBARUNG 4:1 - 6:17)
Die zweite Vision 
der Offenbarung
 Jesu Christi

TEIL 2.1 Gott,
der Allmächtige
 im Himmel (Offenbarung 4:1-11)


3. Die Anbetung dessen,
der auf dem Thron sitzt (Offenbarung 4,8-11)

Die Niederwerfung
 der vierundzwanzig Ältesten

4,9 Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 4,10 fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron.

Die vier Wächter im Thron waren Vorbeter für die anderen Kreaturen im Himmel. Johannes deutet ihre Anbetung und sagt, sie gaben Gott Herrlichkeit, Ehre und Dank.

Die Herrlichkeit des Herrn besteht aus der Fülle seiner Eigenschaften, Namen und Ausstrahlungen. Für die Fernstehenden wird die Herrlichkeit des Allmäch-tigen von seiner Heiligkeit verhüllt. Sie bleibt jedoch ihr strahlender Inhalt, voll unbeschreiblicher Hoheit, Maje-stät, Schönheit und Pracht. Herrlichkeit ist aufgedeckte Heiligkeit. Indem die Cherubim die Heiligkeit Gottes rühmen, vermehren sie seine Herrlichkeit.

Alle Ehre gebührt Gott allein, da er alles geschaffen hat und erhält. Kein Geschöpf ist ewig, und keines besitzt die Kraft, aus dem Nichts etwas zu erschaffen. Kein Geschaffener hat die Geduld, die Weisheit und die Kraft, die Sünden und den Aufruhr der Menschheit zu ertragen und in seinen Gerichten gerecht zu bleiben. Die Liebe Gottes ist grenzenlos und sollte ununterbrochen verehrt werden.

Unserem Gott gebührt der Dank, denn er ändert sich nicht. Er war und ist der Treue und unveränderlich Gute. Ps. 103 ist eine Anleitung zum fortgesetzten Danken. Unser Dank mit Wort und Tat ist ein Zeichen unserer Liebe. Wer Gott dankt, lebt getrost in tiefer Freude. Wer Gott nicht dankt, vegetiert innerlich leer dahin und findet keinen Sinn in seinem Leben und Sterben.

Johannes stellt in dem Lobpreis der vier Thron-träger zweimal heraus, daß der, der auf dem Thron sitzt, von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt. Unser Herr lebt. Er ist keine tote Materie oder lediglich eine Kraftwirkung. Er ist das Leben in sich selbst. Er ist die Quelle allen Lebens. Sein Leben schafft immer neues Leben. Er ist unser Leben.

Seine Lebenskraft ist unerschöpflich. Seine Lebens-dauer ist zeitlos, ohne Ende. Falls die Zeit mit Äonen oder Zeiträumen, die aufeinanderfolgen, beschrieben werden könnte, so lebte er von Zeitalter zu Zeitalter. Sein Dasein war vor aller Zeit. Gott ist ewig. Er ist der Erste und der Letzte. Niemand ist ewig außer Gott.

Jedesmal, wenn Johannes die vier Lebewesen am Thron ihren Lobpreis auf den heiligen, lebendigen und ewigen Gott bezeugen sah, stimmten die vier-undzwanzig Ältesten aus tiefstem Herzen mit ein. Sie machten ihre Anbetung mit ihren Gebärden sichtbar. Sie blieben beim Gebet nicht auf ihren Thronen sitzen, sondern knieten nieder. Sie verneigten sich bis zum Boden und beteten den an, der von Ewigkeit zu Ewig-keit lebt. Sie unterstrichen ihre Hingabe, indem sie ihre goldenen Siegeskränze vor dem, der auf dem Thron sitzt, niederlegten und damit bekannten, daß alle ihre Erfolge, ihre Treue, ihr Glauben, Lieben, Hoffen, ihr Märtyrertod und ihre Hingabe letztlich nicht von ihnen selbst stammten, sondern eine Gnadengabe des Höchsten waren. Sie entäußerten sich aller eigenen Ehre und hielten kein Vorrecht als ihren eigenen Ver-dienst zurück. Alles, was sie besaßen an Ruhm, Fähigkeit und Frucht, stießen sie von sich weg und übergaben es dem dreimal Heiligen.

In dieser völligen Hingabe und Selbstverleugnung äußerte sich der hohe Stand der Heiligung der vierundzwanzig Ältesten. Sie lieben Gott von ganzem Herzen.

Jesus hatte gesagt: Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt? (Joh. 5,44). Hier liegt einer der Schlüssel zum Verständnis der Heiligen Dreieinigkeit. Jesus war sanftmütig und von Herzen demütig (Mt. 11,29). Er verherrlichte allezeit seinen Vater, so wie der Heilige Geist stets den Sohn verherrlicht (Joh. 16,14). Keine Person in der Heiligen Dreieinigkeit ehrt sich selbst, sondern immer den anderen. Deshalb konnte der Vater dem Sohn alle Gewalt im Himmel und auf Erden geben. In ähnlichem Sinne übergab der Sohn dem Heiligen Geist die Macht, seine Gemeinde zu bauen. Unser Gott ist ein demütiger Gott! Die Anbetung der vierundzwanzig Äl-testen vor seinem Thron ist ein Echo und ein Spiegelbild der Demut Gottes. Jesus betonte, wir sollten von ihm ler-nen, denn er sei sanftmütig und von Herzen demütig. So würden wir Ruhe finden für unsere Seelen (Mt. 11,29).

Auch der Islam ist auf Anbetung aufgebaut. Islam heißt Hingabe, Auslieferung und Unterwerfung. Das Motiv bei der Anbetung der Muslime ist jedoch nicht zuerst die Liebe zu Allah, sondern ihre Gottesfurcht, die Gesetzespflicht und ihr Versuch, im Himmel ein Konto guter Werke aufzubauen. Allah ist unendlich weit von ihnen entfernt. Er ist größer als alle Vorstellung und nennt sich der Stolze (Sure 59,23). Die Anbetung der Muslime ist eine Anbetung von Sklaven und keine freiwillige Anbetung von Kindern. Muslime kennen ihren Allah nicht. Sie haben keinen Zutritt zu seinem Thron (Sure 72,8). Allah leitet, welche er will, und verführt, welche er will (Sure 6,39; 13,27; 14,4; 16,93; 35,8; 74,31). Er ist kein Vatergott, sondern ein Willkürherrscher, den man aus Furcht anbetet und nicht aus Dank. Im Islam herrscht ein anderer Geist als vor dem Thron Gottes.

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