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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung
BUCH 1 - SIEHE, ICH KOMME BALD! (OFFENBARUNG 1:1 - 3:22)
Teil 1.1 Die Einleitung des Apostels Johannes zur Offenbarung Jesu Christi (Offenbarung 1:1-8)

3. Thema und Ziel der Offenbarung (Offenbarung 1:7)


OFFENBARUNG 1:7
7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Amen.

Siehe, er kommt mit den Wolken: Johannes will das Thema seines Buches deutlich herausstellen: Er schreibt seinen Gemeinden, was der Sinn und das Ziel der Weltgeschichte ist. Das Christentum stellt keine statische, bereits abgeschlossene und in sich ruhende Weltanschauung dar, sondern ist eine dynamische, auf ein Ziel ausgerichtete Religion. Der entscheidende Punkt in unserer Zukunftserwartung ist das zweite Kommen Jesu Christi in Herrlichkeit.

Schon Daniel hatte prophezeit, daß ein Menschensohn mit den Wolken des Himmels zu dem Ewigvater gebracht werde. Dieser werde ihm Vollmacht, Herrlichkeit und das göttliche Reich übergeben, damit alle Völker und Zungen ihm wie Sklaven dienen, ihn anbeten und bekennen (Dan. 7,13-14).

Jesus hat diese in die Zukunft weisende Verheissung mehrere Male auf sich selbst bezogen. Er nannte sich häufig den Menschensohn (124mal) und bezeugte damit, daß er mit großer Macht und Herrlichkeit wiederkommen werde. Wir lesen ferner, daß er „auf den Wolken des Himmels“ (Mt. 24,30-31), „in den Wolken (Mk. 13,24-27) oder in nur einer Wolke (Luk. 21,25-28) erscheinen werde. Dieses glorreiche Kommen nennt er „das Zeichen des Menschensohnes“ und seine göttliche Legitimation (Mt. 24,30).

Jesus Christus hat die Verheißung des Daniel bei seiner eigenen Verteidigung zu seiner Selbstdarstellung herangezogen. Er antwortete seinen siebzig Richtern: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels (Mt. 26,64; Mk. 14,62). Der Angeklagte bekannte damit seine Gottheit (Ps. 110,1). Der Gefesselte erklärte seinen Richtern, daß nicht sie ihn, sondern er sie nach seiner Wiederkunft als der ewige Richter richten werde. Sie beteten ihn jedoch nicht an, sondern verurteilten ihn wegen Blasphemie zum Tod.

Als Jesus in einer Wolke gen Himmel aufgefahren war, erklärten zwei Engel in weißen Kleidern den nach oben starrenden Jüngern, daß ihr Herr so wiederkommen werde, wie sie ihn auffahren sahen (Apg. 1,9-11).

Paulus schreibt, die Wiederkunft Christi werde beginnen mit einem Siegesschrei Jesu, mit der Stimme des Erzengels und dem durchdringenden Ton der Posaunen. Dann würden zuerst die Toten in Christus auferstehen und danach die noch lebenden Gläubigen zu ihm entrückt werden (1. Thess. 4,13-18). Später bekennt Paulus, daß der Herr Jesus mit den Engeln seiner Macht kommen werde in einem flammenden Feuer, um Rache zu nehmen an denen, die Gott nicht kennen und dem Evangelium nicht gehorsam sind. Gleichzeitig werde der Herr in seinen Heiligen verherrlicht und in allen seinen Gläubigen bewundert werden (2. Thess. 1,7-12; Joh. 14,3; Joh. 17,24).

Es werden ihn sehen alle Augen: Jesus offenbarte: „Wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohnes sein“ (Mt. 24,27). Alle Geschlechter der Erde werden sich entsetzen, wenn Christus in seiner Herrlichkeit, umgeben von einer Wolke von Engeln, mit allen seinen Heiligen erscheint (Mt. 24,30; 1. Thess. 3,13). Alle Atheisten und Humanisten, alle Buddhisten und Muslime, alle Reichen und Armen, alle Gelehrten und Analphabeten, Jungen und Alten werden entsetzt die Realität und Vollmacht des kommenden Christus erkennen. Da werden alle mit Jubel oder stammelnd bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist (Phil. 2,10-11). Hier wird sich auch der Spott Muhammads als Bumerang erweisen, denn er schrieb: „Wenn der Allerbarmer einen Sohn hätte, wäre ich der erste Anbeter (Sure 43,81)“. In dieser Stunde wird keine Predigt und keine Erklärung mehr nötig sein, denn der gekreuzigte Auferstandene wird als der Herr der Herrlichkeit allen sichtbar erscheinen. Alle Philosophien und alle Weltanschauungen, alle Religionen und alle Dämonenkulte werden dann von der Realität des kommenden Herrn wie vom Wind verweht.

Es werden ihn alle sehen, auch die, die ihn durchbohrt haben: Die endzeitliche Verheißung aus Sacharia (12,9-14), die Johannes hier aufgreift, beschreibt die Buße des Volkes Israel und sein Wehklagen beim Erscheinen Christi, da die Juden dann schlagartig erkennen werden, daß sie ihre Bestimmung und ihr Ziel als auserwähltes Volk verfehlt haben. In diesen letzten Tagen wird als eine letzte Begnadigung der Geist Gottes über sie ausgegossen, der sie dazu treibt, angesichts des nahenden Königs der Herrlichkeit Buße zu tun und um Gnade zu bitten.

Beabsichtigte Johannes mit diesen Worten, die versprengten Juden in seiner Gemeinde mit der Wiederkunft Jesu zu konfrontieren, um sie zu einer Herzensbuße und zum Glaubensdurchbruch zu führen? Dieses wichtigste Ereignis der Zukunft wird einst auch den siebzig Richtern des Hohen Rates zur Zeit Jesu vor Augen führen, daß sie in ihrer Blindheit den Weltenrichter gerichtet haben. Sie werden ihn mit Entsetzen kommen sehen in den Wolken des Himmels.

Das Wehklagen aller Geschlechter der Erde: Das Wehklagen und Heulen der nichtwiedergeborenen Menschen bei der strahlenden und alles durchleuchtenden Ankunft des heiligen Jesus wird in der Bibel deutlich beschrieben (Mt. 24,30; Luk. 6,25; 23,30; Jak. 5,1; Offb. 6,15-16).

Von Muhammad wird berichtet: Als er hörte, daß Allah zum Gericht erscheine, bereits vor der Tür stehe, anklopfe und die Gesamtabrechnung seines Lebens verlange, sei er davongerannt und habe sich in der Höhle Hira verborgen.

Wer nicht alle seine Sünden seinem Heiland bekannt hat, wird bei der Ankunft Christi plötzlich durchleuchtet dastehen. Jeder Gedanke, jedes Wort, alle Taten und Unterlassungen werden restlos aufgedeckt werden. Die Schande eines jeden Menschen wird vor dem heiligen Gottessohn offenbar werden. Das Entsetzen der ungläubigen Sünder wird unbeschreiblich groß sein. Sie werden wünschen, gestorben zu sein, und werden doch nicht sterben können.

Ja! Amen! Johannes schreibt hinter die Zielangabe seines Buches ein griechisches „Ja“ und ein hebräisches „Amen“. Beides bedeutet dasselbe: Ja, es ist gewiß und wahr! Die zwei Bucheinleitungen des Sehers enthalten keine Philosophie, keine Träume, keine leeren Wünsche oder ungewisse Hoffnungen, sondern beschreiben die unausweichliche göttliche Realität und ewige Wirklichkeit.

Wer von Herzen Buße tut und das Lamm Gottes und sein stellvertretendes Sühneopfer im Glauben annimmt, wird vom Geist Gottes getrieben, sich ganz der Königsherrschaft des dreieinigen Gottes unterzuordnen. Dies ist die geistgewirkte Antwort der Hörenden und Begreifenden.

Es wäre eine Katastrophe, die unausweichliche Wiederkunft Christi zu ignorieren.

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