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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Teil 1 - Die Grundlagen des christlichen Glaubens (Kolosser 1:1-29)

2. Das Dankgebet des Paulus und seiner Mitarbeiter für die Gemeinde in Kolossä (Kolosser 1:3-8)


Die umwälzende Erkenntnis der Gnade Gottes

Paulus schreibt der Gemeinde in Kolossä, dass ihr geistliches Wachstum sie zu Taten der Liebe treibt. Diese sind jedoch nicht ihre persönlichen „Guten Werke“, die sie durch ihre Opfer und eigene Leistungen zu Wege bringen; vielmehr ist es das Wort der Wahrheit, das in ihnen ein neues Leben schafft und ihnen die Gerechtigkeit schenkt, die vor Gott gilt. Von Natur aus waren die Kolosser reale Sünder, wie wir alle, und lebten in den Werken des Fleisches, die Paulus der Gemeinde in Galatien im Detail erklärt hatte (Galater 5,19-26). Christen sollten sich hüten und sich nicht selber ehren, wenn sie nicht mehr stehlen, lügen oder huren. Das ist allein Gnade, wenn sie davon befreit sind und sich die Kultur Christi in ihrem Benehmen auswirkt. Die Überwindung des scheinheiligen Stolzes in Christen zeigt sich in ihrem Dankgebet, wenn sie der Heiligen Dreieinigkeit die Ehre für ihre Rettung und ihren neuen Lebenswandel allein geben.

Paulus und sein Gebetskreis dankten ohne Unterlass für diese Wirkungen des Heiligen Geistes, für die herrliche Existenz des auferstandenen Christus und für seinen Segen in den Gemeinden im Römischen Reich. Der Apostel schreibt dazu, dass diese Früchte des Heiligen Geistes die wahre und neue „Wirklichkeit“ sind, die von Gott her in unsere Welt herein brechen. Der Apostel redet dabei nicht von einer idealistischen Glaubensphilosophie oder Glaubenslehre, sondern von der Realität der Liebe Gottes, sowie von unserem Lob und Dank.

Epaphras

Paulus schrieb der Gemeinde in Kolossä, dass das Wort der Wahrheit als Evangelium durch Epaphras zu ihnen gekommen ist. Dieser glich einem Brunnenrohr, durch das frisches Wasser aus der Ewigkeit zu ihnen floss. Epaphras hat die Gemeinde nicht nur evangelisiert und erweckt, sondern sie auch systematisch den neuen Glauben gelehrt, damit dieser nicht von Emotionen und Begeisterung abhängig sei, sondern im Wort Gottes verankert bleibe.

Epaphras wird in dem Brief an die Kolosser mit mehreren Ehrentiteln bezeichnet, damit in der gegenwärtigen Krise der Gemeinde in Kolossä mehr Vertrauen in ihn und in seine Verkündigung wachsen möge. Der Apostel nennt ihn seinen Mitdiener, der Unwissende nicht als stolzer Herr lehrte, sondern ihnen wie ein Knecht diente. Dabei war er nicht der einzige Diener, sondern Paulus bezeichnete sich gleichermaßen als Sklave Christi, so dass sie alle zusammen eine Gemeinschaft von Dienenden waren. Außerdem nannte Paulus Epaphras einen lieben Knecht, der spürte, wann, wo und was getan werden sollte. Er sah die Nöte in der Gemeinde, litt unter ihnen und half konkret wo immer es möglich war. Er war kein Philosoph, sondern der Vertreter des Apostels Paulus in Kolossä.

Der Völkermissionar ging in seiner Beschreibung des Epaphras noch weiter und nannte ihn einen Diener Christi, einen berufenen Zeugen, der von seinem erhöhten Herrn als Diakon eingesetzt worden war. Dabei bestätigt Paulus, dass Epaphras in seinem Dienst treu war, voller Glaube, Liebe und Hoffnung, nicht nur für sich selbst, sondern für jedes Glied in der Gemeinde. Er war der berufene Bote Christi für Kolossä. Ihm war von Jesus die geistliche Sorge für die Gemeinde übertragen worden, damit er für sie wie eine Mutter für ihre Kinder sorge.

Epaphras war der Mittelsmann zwischen Paulus und der Gemeinde in Kolossä. Er war es, der Paulus berichtet hatte, was Christus in dieser Gemeinde bewirkte, aber auch welche Schwierigkeiten, Probleme und Fragen auftauchten. Das Zeugnis des Epaphras konzentrierte sich zunächst auf die Tatsache, dass die Gemeinde in Kolossä voller Liebe im Heiligen Geist war. Er sprach von keiner irdischen Liebe im Sinne der Ehrfurcht, Erotik oder Sympathie, sondern sprach von der Liebe, die Gottes Geist in Jesusnachfolgern bewirkt. Epaphras besaß die Gabe der Unterscheidung der Geister und war ein Seelsorger, der keine mitreißenden Reden hielt, sondern wusste, dass das Leben in einer Gemeinde allein von der Wirkung und Frucht des Geistes Jesu Christi abhängig war.

Gebet: Herr Jesus Christus, wir danken dir, dass dein Knecht Epaphras in Kolossä das Evangelium des Paulus verbreitete und die Liebe des Heiligen Geistes in einige seiner Hörer hinein floss. Hilf uns, dass wir keine geistlichen Egoisten sind, sondern dein Wort in unserer Umgebung an Suchende nach Wahrheit weiter sagen.

Frage 17: Wer hat die Gemeinde in Kolossä evangelisiert und welche Methoden hat dieser Mann angewandt? Welche Ehrentitel nannte Paulus für ihn?

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