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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 1 - Die Gebete des Apostels am Anfang seines Briefes für die Gemeinden in und um Ephesus (Epheser 1:3-23)
B - Eine Danksagung und die Fürbitte des Apostels Paulus für die Heiligen in Ephesus (Epheser 1:15-23)

Was bedeutet der geistliche Leib dessen Haupt Jesus Christus ist? (Epheser 1:22-23)


Epheser 1:22-23
22 „Er hat alles unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, 23 welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt“.

Als Saul wegen der Lichtherrlichkeit Jesu vor Damasus vom scheuenden Pferd gestürzt war, durchbohrte ihn die Frage seines Herrn: „Warum verfolgst du mich?“ Saul verfolgte nicht Jesus, da er dachte, dass der gekreuzigte Ausgestoßene längst verwest sei und nicht mehr existiere. Der junge Torajurist aber verfolgte die Gemeinde des Auferstandenen mit Hass und Brutalität und wollte sie als Verführte in die alttestamentliche Bundesordnung zurückzwingen.

Die Frage Jesu öffnete dem jungen Draufgänger die Augen seines Herzens. Er begriff: Dieser Gekreuzigte lebt! Er persönlich spürt die Plagen die ich seinen Nachfolgern zufüge. Er ist mit ihnen eng verbunden. Seine Gemeinde und ER sind eine absolute Einheit. Er leidet unter den Leiden seiner Geliebten. Jesus und seine Gemeinde sind eins!

Diese Erkenntnis formte und prägte das Denken des Saulus, des späteren Paulus. Er folgerte: Christus ist das Haupt eines geistlichen Körpers. Ein Haupt kann ohne seinen Körper nicht existieren und umgekehrt, der Leib kann ohne sein Haupt nicht leben. Die Nerven, die das Haupt und den Körper verbinden, telefonieren jeden Schmerz zuerst in den Kopf. Der lässt den Schmerz dann an der verwundeten oder geschlagenen Stelle stechen oder brennen. Der Körper und sein Haupt sind eng miteinander verbunden.

Eine andere Realität ist dieser Tatsache ebenbürtig: Wenn der Kopf will und seinem Fuß mitteilt: Geh vorwärts oder seitwärts, dann kann der Fuß nicht rückwärts gehen. Das wäre unnatürlich oder krankhaft. Genau so kann die Hand nicht schlagen oder träge herunterhängen, wenn der Kopf sagt: Schreibe einen Brief! Kopf und Leib sind eine untrennbare Einheit.

Geistlich gesehen ist ein Gemeindeleiter oder ein Bischof nicht das Haupt einer Gemeinde, sondern der auferstandene Christus allein. Auch sollte kein Gemeindeglied von sich aus seltsame Ideen vortragen oder verwirklichen wollen, wenn sie nicht definitiv von Jesus, seinem Haupt, inspiriert worden sind. Alle Aussagen über Versammlungen und Ziele einer Gemeinde sind „Unsinn“, wenn sie sich nicht dem lebendigen Christus, als ihrem geistlichen Haupt und ihrer Willenszentrale unterordnen. Soziale Aufgaben, politische Einflussnahmen oder gut gemeinte Erholungsprogramme sind verfehlt und gleichen einer Grippe im Körper, wenn sie nicht mit den Texten des Evangeliums übereinstimmen, weil Jesus, unser Haupt durch die Schriften des Neuen Testamentes zu uns redet. Wir sollten alle Gebiete unseres Lebens und Denkens in steter Abhängigkeit mit Jesus besprechen und planen.

Paulus, im Untersuchungsgefängnis bewacht, ging in seinem Zeugnis noch weiter und bezeichnete die Gemeinden in und um Ephesus als die Fülle des lebendigen Gottes. In seinem Brief an die Kolosser hatte er auch aus seinem Gefängnis geschrieben: „In ihm, (in Christus), wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und in ihm seid ihr erfüllt worden“ (Kolosser 2,9-10). Diese Aussagen wurden nicht in der Einzahl geschrieben und beziehen sich nicht auf einzelne Gemeindeglieder, sondern umfassen als Mehrzahl alle Wiedergeborenen miteinander. Diese Realität bewahrt uns vor Hochmut und schiebt uns gleichzeitig zu unseren Nachbarn in der Gemeinde, da wir nur zusammen an der Fülle Gottes teilhaben. Wir brauchen einander, wie das Auge ohne die Füße und der Finger ohne das Herz lebensunfähig wären. Paulus hat dieses pragmatische Geheimnis in seinen Briefen ausführlich erklärt (1.Korinther 12,4-31; Epheser 4,15.16 u.a.).

Der Begriff „Fülle“ bewegte Paulus im Innersten. Schon Jesus hatte geoffenbart: „Gott gibt den Geist ohne Maß“ (Johannes 3,34b). Christus selbst war voll Heiligen Geistes, er war die Inkarnation des Geistes seines Vaters (Jesaja 9,5; Johannes 14,5-11). Er und sein Vater kommen und machen Wohnung in jenen, die Jesus wirklich lieben: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen“ (Johannes 14,23). Wo aber Jesus und der Vater miteinander in einen Menschen einwohnen, dort ist die Fülle Gottes in einen Menschen hinein gekommen. Dies übersteigt wieder den Verstand eines jeden Suchers nach Wahrheit. Wer aber von Gottes Geist gesalbt wird, der sieht, hört und nimmt wahr die Gegenwart des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes allein aus Gnaden.

Gebet: Herr Jesus Christus, wir beten dich an, weil in dir der Vater Mensch geworden ist und die Fülle der Gottheit in dir leibhaftig gegenwärtig war. Wir beten dich an, weil du uns mit seinem Heiligen Geist getauft hast, damit wir leben und an der Fülle Gottes teilhaben. Wir sind Nichtse, du bist alles. Hilf, dass viele Hoffnungslose durch dein Licht sehend werden. Amen.

Fragen:

  1. Wie ist der Herr Jesus das Haupt seiner Gemeinde?
  2. Was bedeutet die Einwohnung der Fülle Gottes in die Gemeinde Jesu Christi?

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