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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments
IV. Unsre neue Lebensordnung

Geistliche Schizophrenie heute in Kirchenverbänden und Gemeinden


Wer Einblicke in die Konfessionen und Kirchen verschiedener Länder bekommt, stolpert immer wieder über unbiblische Erscheinungen. Wir wollen mit solchen Hinweisen niemanden verurteilen, haben jedoch den Eindruck, dass die meisten dieser Entwicklungen zu Unrecht bestehen. Da die katholische Kirche mit über einer Milliarde Gliedern die größte aller Kirchen ist, und jeder siebte oder sechste Mensch sich als Katholik bezeichnet, beginnen wir mit dieser Konfession.


Probleme in der katholischen Kirche


Die Autorität des Papstes

In den Fernsehsendungen des Vatikans wird der regierende Papst immer wieder als „Heiliger Vater“ angesprochen. Jesus Christus hat diesen Namen Gottes nur einmal in seinem hohenpriesterlichen Gebet mit Demut ausgesprochen:

„Heiliger Vater,
erhalte sie in deinem Namen,
den du mir gegeben hast,
dass sie eins seien wie wir“

(Johannes 17,11).

Dieser hoheitsvolle Name Gottes, von seinem Sohn offenbart, ist die Zusammenfassung seiner 347 Namen, die in der Bibel vorkommen. Dazu steht im ersten Evangelium das Gebot Jesu: „Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist“ (Matthäus 23,9). Ist somit die Bezeichnung des Papstes als Heiliger Vater eine Blasphemie? Mönche werden meist unbiblisch „Pater“ (Vater) genannt. Im französischen Sprachbereich werden geweihte Priester oft als „mon pere“ (mein Vater) angesprochen!

Gibt es eine Unfehlbarkeit des Papstes?

Im Ersten Vatikanischen Konzil 1890 n.Chr. wurde der Glaube an die Unfehlbarkeit der offiziellen Verlautbarungen des Papstes (ex cathedra) beschlossen. Die Bibel aber sagt wiederholt: „Da ist keiner der Gutes tue, auch nicht einer!“ (Psalm 14,3; Römer 3,10-12). Der Herr Jesus bezeugt außerdem: „Niemand ist gut, als Gott allein“ (Lukas 18,19). Martin Luther bekannte dazu: „Auch Konzilien können irren“. Gottes Wort ist die Wahrheit, da der Vater, der Sohn und der Heilige Geist die Wahrheit, die geistliche Wirklichkeit und das Gesetz sind (Psalm 100,5; Johannes 14,6; 1.Johannes 5,6 u.a.).

In der Vergangenheit gab es jedoch gleichzeitig mehrere Päpste, die sich gegenseitig bekämpften. Papst Stephan VII ließ die Leiche des verstorbenen Papstes Formosus ausgraben, setzte das Knochengerüst auf eine Anklagebank und verdammte den Verstorbenen wegen Irrlehren (897 n.Chr.)!


Die Last der Inquisition

In der Zeit der Kreuzzüge begannen die Päpste Innozenz III (1161-1216 n.Chr.), Gregor IX (1227-1241 n.Chr) und Innozenz IV (1252 n.Chr) auf Grund ihres Primats in der Kirche die Inquisition in zunehmender, verschärfender Weise gegen so genannte Ketzer einzuführen, um diese auszurotten. Dadurch wurden in Frankreich die Katharer und Hugenotten, in Norditalien, Österreich, Deutschland und Tschechien die Waldenser, Albigenser, Juden, Hussiten und Laienprediger, sowie in Spanien und Portugal (ab 1478 n. Chr.) konvertierte Juden und Mauren verhört, verwarnt, gefoltert, verurteilt, verbrannt und völlig enteignet.

Historiker sprechen von Millionen Verurteilten und Hunderttausenden Verbrannten. Die Inquisition dehnte sich auch auf Mexiko, Kolumbien und andere katholische Kolonien aus. Leider sind diese antichristlichen Gesetze des Vatikans bis heute noch nicht annulliert worden. Vielleicht ruhen sie, bis der Antichrist sie aufs Neue in Dienst stellen wird.*

* Die Quellen zu den Ausführungen über die Inquisition stammen aus wikipedia.org und dem Buch: „Die Frau und das Tier“ von Dave Hunt.

In diesem Zusammenhang sollten wir erkennen, dass im Alten Testament jeder Volksverführer und falsche Prophet zu Tode gesteinigt oder mit dem Schwert getötet werden sollte (5. Mose 13,6.10.11.15.16 u.a.). Wir leben aber nicht mehr unter dem Gesetz Moses (Römer 10,4; Galater 3,13.14.26.27; Hebräer 8,13 u.a.), sondern in der Gnade und Vergebung Jesu Christi. Unser Herr Jesus, seine Apostel und viele seiner Nachfolger sind ungerechterweise wegen dieser Gebote getötet worden.


Aus der Hirarchie katholischer Priester

Wer im Fernsehen Aufnahmen von katholischen Festen im Vatikan betrachtet, wird durch die Kleidung ihrer führenden Männer immer wieder aufgestachelt. Die Kardinäle tragen scharlachrote Gewänder, wie die Cäsaren sie einst getragen haben, und wie der Antichrist als Bestie in der Wüste dargestellt wird (Offenbarung 17,3.4). Die Bischöfe sind meistens in Purpur gekleidet, ähnlich wie die Hure Babylon in der endzeitlichen Offenbarung erscheint. Jeder dieser Männer trägt eine Mitra als fürstliches Diadem auf seinem Haupt, während der Herr Jesus unter einer Dornenkrone litt.

Gott sei Dank, feiert die katholische Kirche mit jedem ihrer Hauptgottesdienste eine Messe (mit Eucharistie-Abendmahl). Dadurch sollte deutlich werden, dass Christus mit Leib und Blut, mit seinem Geist und Wort in die Herzen seiner Nachfolger einwohnen will (Epheser 3,17; Kolosser 1,27 u.a.).

Leider behaupten jedoch katholische Theologen, dass ihre Priester in jeder Messe den realen Leib Jesu brechen, was aber nicht stimmt, „denn der Herr hat mit einem Opfer für immer die vollendet, die geheiligt werden“ (Hebräer 10.14). Christus muss nicht jeden Sonntag nochmals sterben. Als er rief: „Es ist vollbracht!“, hat er das Heil für alle Sünder unserer Welt vollendet.

Bei ihrer Messe bekennen zwar die katholischen Priester die Einsetzungsworte Jesu genau:

„Er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden“ (Mat-thäus 26,27.28).

Dann aber trinken nur amtierende Priester und ihre Gehilfen am Altar aus dem Kelch des Heils. Das Kirchenvolk bekommt meistens nur gebrochene Oblaten als den Leib Jesu zu essen. Orthodoxe Kirchen brechen reales Brot in kleine Bissen, tauchen diese in den Wein des Kelches, und geben beides, Leib und Blut Jesu, den büßenden Glaubenden.

Hier erhebt sich auch die Frage, ob nur geweihte Priester Beichte im Beichtstuhl hören, und die bekannten Sünden den Sündern vergeben können, oder ob es noch andere Wege zur Erlösung von Schuld gibt. Der Patriarch Johannes hat seinen Gemeinden geschrieben, dass sie, wie er selber, ihre Fehler und Vergehen dem heiligen Gott direkt bekennen sollen. Dann werde dieser (ohne Priester) ihnen alles vergeben.

„Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“ (1.Johannes 1,7-9).

In diesem Sinn bekennen wir „das Allgemeine Priestertum“: Wer einem reuigen Sünder bezeugt, dass Jesus seine Sünden durch seinen Sühnetod getilgt hat, und jener dies glaubt, in dem realisiert sich die Vergebung aller seiner Sünden, denn „der Herr (ist) unsere Gerechtigkeit“ (Jeremia 23,6; 33,16). „Wer an ihn glaubt, der ist gerecht“ (Römer 3,24; 5,1.9; 8,33.34; 10,4.10; 1.Korinther 6,11; Galater 3,11.24 u.a.).

In diesen Tagen ist die Frage des Zölibats aller Priester und Bischöfe neu aufgebrochen. Durch das Internet sind unzählige pornographische Bilder auch in Klöster eingedrungen und Priester haben sich an Schülern vergangen. Paulus aber hat seine Helfer angewiesen, dass auch Bischöfe und Diakone, jeder mit einer Frau verheiratet sein sollen, um nicht in Versuchung zu fallen, und um das Eheleben der Christen praktisch darzustellen (1.Timotheus 3,1-13; Titus 1,5-9). Auch Petrus, der Sprecher der Apostel, der von den Katholiken als erster Papst verehrt wird, war verheiratet. Jesus hat seine Schwiegermutter geheilt und damit seine Sippe gesegnet (Matthäus 8,14.15).

Leider leben heute immer wieder Priester und Bischöfe unverheiratet im Verborgenen mit ihren Haushälterinnen wie Mann und Frau zusammen und haben bisweilen eigene Kinder. Dies geht darauf zurück, dass nach der katholischen Lehre Priester nicht heiraten sollen, weil sie einer anderen Kategorie des Seins angehören, während Frauen nur gewöhnliche Menschen sind. Diese Irrlehre müsste aufgegeben werden, damit Priester offiziell heiraten können (Galater 3,28).


Wie gut sind „Gute Werke“?

Manche Katholiken tun Gutes, damit auch ihre Familie Gutes von Gott empfange. Andere Beten, Fasten, Beichten und Spenden, um das Heil zu erlangen. Dabei wird ihnen von ihrer Kirche versichert, dass Christus Katholiken das Heil gewähre durch die sieben Gnadenmittel ihrer Kirche (Taufe, Firmung; Buße, Ehe, Eucharistie, Priesterweihe und Letzte Ölung), zusammen mit ihren „Guten Werken“. Diese Auffassung aber zeigt eine mangelhafte Gotteserkenntnis. Jesaja, der noble, stammelte: „Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen“ (Jesaja 6,5). Wer Gott in seiner heiligen Herrlichkeit erkennt, vergeht. Da erscheint auch das so genannte Gute nicht mehr als gut. Niemand ist gut außer Gott (Lukas 18,19). Er ist unser Maßstab. Das Heil Christi ist nur Gnade und wird umsonst allen Sündern angeboten. Allein durch ihren Glauben an die Liebe des Vaters und des Sohnes werden sie gerecht, gesegnet und mit seinem heiligen Geist begabt. Dieser Geist schafft in ihnen „Gute Werke“, nicht damit sie gerettet werden, sondern weil sie bereits durch Christus gerettet worden sind.


Die Verführung durch den Geist, der sich Maria nennt

Die Mutter Jesu Christi war eine bibelkundige Beterin. Wir stimmen in ihren Lobgesang mit ein:

„Meine Seele erhebt den Herrn,
und mein Geist freut sich Gottes,
meines Heilandes;
denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd
angesehen.
Siehe,
von nun an werden mich selig preisen
alle Kindeskinder

(Lukas 1,46-48).

Als Maria ihren Sohn und ihre Familie vor den Anklagen der Torajuristen retten wollte und versuchte, ihn von seinen Reden und Heilungen zurückzurufen, antwortete er klärend:

„Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?“ Und er streckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: „Siehe da, das ist meine Mutter, und das sind meine Brüder! Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter“ (Matthäus, 12,48-50; Markus 3,31-35; Lukas 8,19-21).

Die letzte Erwähnung der Maria im Neuen Testament steht im Bericht des griechischen Arztes Lukas nach der Himmelfahrt des Herrn Jesus, der seinen Jüngern befohlen hatte, in Jerusalem zu bleiben, und um die Erfüllung der Verheißung des Vaters zu beten.

„Sie stiegen hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten: Petrus, Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon der Zelot und Judas, der Sohn des Jakobus. Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern“' (Apostel-geschichte 1,13.14).

Diese Gebetsgemeinschaft vertiefte sich in die Verheißungen der Tora und der Propheten zur Ausgießung des Heiligen Geistes. Fünfzig Tage nach Ostern, am Pfingstfest, wurden sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt (Apostelgeschichte 2, 1-4).

Beim ersten Apostelkonzil in Jerusalem, wird der Name der Maria nicht mehr erwähnt, da sie vermutlich schon verstorben war. Jakobus, der Bruder Jesu, aber hatte eine führende Stellung unter den Aposteln eingenommen (Apostelgeschichte 11,1-18; 15,1-21).

Beinahe 400 Jahre lang hörte man, außer in Sekten, nur noch wenig in den Gemeinden von der Jungfrau Maria. In der Urgemeinde besaß sie keine weiterführende Bedeutung, noch bei dem Aufenthalt des Paulus und Johannes in Ephesus, obwohl sie dort unrealistischer Weise begraben sein soll.

Als jedoch der regierende byzantinische Cäsar in diese Hauptstadt der römischen Provinz Asien im Jahr 431 n.Chr. ein Konzil einberief, erzwang die ägyptische Delegation die Anerkennung der Mutter Jesu als Gottesgebärerin. Die frühere Göttin von Ephesus „Artemis“ (oder „Diana“) war etliche Jahre zuvor verboten worden. So jubelten die Bewohner der Stadt, dass sie wieder eine hervorragende Frau als Mittelpunkt ihrer Kultur besaßen.

Der katholische Priester Gregor Dalliard in der Schweiz predigte 1988 n.Chr., dass der Geist der Artemis den Namen der Maria benütze, um wieder weltweite Bedeutung zu gewinnen. Dieser Priester wurde sofort von seiner Kirche exkommuniziert.

Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts ist dieser Geist als falsche Maria über 900 Mal an verschiedenen Orten in den Ländern ums Mittelmeer erschienen und verursachte so genannte Offenbarungen und Heilungen. Sie spreche, seitdem der Jungfrau Maria ein Schwert durch die Seele gegangen sein soll (Lukas 2,35), sei sie als Miterlöserin (neben Christus), als Mittlerin und Fürsprecherin in den Himmel leibhaftig aufgefahren, und regiere dort mit ihrem Sohn als Himmelskönigin.

Leider sind heute Millionen Orthodoxe und Katholiken von dieser herrlichkeitssüchtigen Jungfrau und „Gottesmutter“ begeistert, und haben sie als die Mittlerin des Segens Christi in ihren Glauben aufgenommen. Unzählige Statuen der Maria in den Kirchen, Vorgärten und Wohnungen zeugen von dieser okkult belasteten Verführung christlicher Massen und ihrer Päpste, die sich in unzähligen Gebeten an sie wenden: „Heilige Jungfrau, bitte für uns!“*

* „Maria, die unbekannten Seiten der „Mutter Gottes“ bei Elvira Maria Slade (ISBN 3-87857-315-4).


Unechte Reliquien

In katholischen Kirchen, Basiliken und Domen werden so genannte Reliquien verehrt, von denen einige berühmte vielleicht von Kreuzfahrern aus dem Nahen Osten ins Abendland mitgebracht wurden. Neben unzähligen Reliquien von verstorbenen Heiligen werden besonders Tropfen vom Blut Jesu, Splitter von seinem Kreuz und Steine, auf denen er gegangen sei, hoch verehrt und bisweilen angebetet. Dies ist ein absurder Aberglaube, der aber auch von Bischöfen sanktioniert wird.

Als Jesus von römischen Soldaten in der Burg Antonia gegeißelt wurde, war keiner seiner Jünger dabei, der seine Blutstropfen hätte sammeln können, die von den Metallhaken in den Schnüren der Peitschen verursacht wurden. Genau so wenig konnte jemand von seinen Nachfolgern auf die Blutstropfen seiner Stirn achten, als sie ihm die Dornenkrone auf das Haupt drückten. Als dann rostige Nägel auf Golgatha in seine Hände und Füße gehämmert wurden, wie bei den zwei Mitgekreuzigten, stand das Volk in einiger Entfernung und schaute zu. Der Hauptmann erlaubte zunächst keine nahen Zuschauer und Zeugen. Erst als die Hohenpriestersippe spottend am Gekreuzigten vorbeiging, konnten auch andere Widersacher sich ihm nähern (Matthäus 27,39-44; Markus 15,29-32). Seine Jünger und Freunde waren geflohen und hatten sich versteckt, da sie als seine Nachfolger ihre Gefangennahme befürchteten. Später, vielleicht nach dem Erdbeben und in der Finsternis, konnten sich einige Frauen und seine Mutter dem Gekreuzigten nähern und bei ihm weinen (Matthäus 27,55-61; Markus 15,40.41). Es ist nicht anzunehmen, dass die bewachenden Soldaten erlaubt hätten, dass irgendjemand Blutstropfen des Gekreuzigten auffing oder abwischte, denn dieser aufs Fluchholz genagelte „Volksverführer“ sollte verachtet und verflucht sterben. Als Pilatus den Hauptmann aufforderte, nachzuprüfen ob der „König der Juden“ real gestorben sei, stieß ihm ein Soldat seine Lanze von unten her in den Brustkorb. Dabei kam kein normales Blut mehr zum Vorschein, sondern bereits getrenntes Wasser und zersetztes Blut (Johannes 19,31-34).

Als der reiche Sympathisant Jesu, Joseph von Arimathäa, am späten Freitagnachmittag den römischen Landpfleger um den Leichnam des Gekreuzigten zu dessen Bestattung bat, willigte dieser ein. Darauf beeilte sich der Nachfolger Jesu, „nahm den Leib (vom Kreuz ab), wickelte ihn in ein reines Leinentuch und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon“ (Matthäus 27,59.60; Markus 15,46). Er hatte keine Zeit um vertrocknete Blutstropfen des Verstorbenen zu suchen, denn der Sabbat nahte und die Grablegung Jesu musste vorher vollendet sein. Durch die Berührung des Leichnams, war er außerdem nach dem Gesetz Moses unrein geworden, und konnte das kommende Passahfest nicht mehr mitfeiern. Die Aufbewahrung von Blut war für die Juden unheilig, zumal Blut von Leichnamen als höchst unrein angesehen wurde.

Was die Splitter vom Kreuz Jesu anbelangt, wollte kein Glied des Alten Bundes den Stamm seines Kreuzes berühren, da dieses als Fluchholz verdammt wurde, vor dem jeder schauderte.

Die Steine, auf denen Jesus einst gegangen war, liegen heute zehn bis zwölf Meter tief unter dem Boden des modernen Jerusalem, wie die vielen Ausgrabungen ergaben. Die Stadt des Friedens ist in den letzten zwei Jahrtausenden oft zerstört, geschleift und wieder bebaut worden. Die Urgemeinde ist außerdem vor der erneuten Eroberung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. nach Pella im heutigen Ostjordanland ausgewandert, da der Geist Christi sie vor der kommenden Katastrophe gewarnt hatte. Bei dieser fluchtartigen Ausreise der Gemeinde Christi hat kaum einer an Reliquien gedacht, sondern ans Überleben in dem kommenden Gericht.

Das wachsende Christentum im Nahen Osten kam dann 200 Jahre lang unter die unbarmherzige Verfolgung durch römische Beamte, weil die an Christus im Glauben Gebundenen, die Cäsaren nicht als Götter anbeten konnten. Erst als Konstantin der Große, als Kaiser des Westens, und Licinius, der Kaiser des Ostens, das Christentum neben anderen Religionen 313 n.Chr. im römischen Reich durch das Mailänder Toleranzedikt anerkannten, bekannte sich die Mutter Konstantins, Kaiserin Helena, auch als Christin. Sie war es, die begann, nach den Wurzeln des Christentums zu forschen und meinte das Kreuz Christi, die heilige Lanze und den Rock Christi gefunden zu haben. Sie ließ dieselben nach Konstantinopel, der Hauptstadt Ostroms (Byzanz) überführen. Dieses Ereignis wird bei Christen im Nahen Osten immer noch als „Fest des Kreuzes“ gefeiert. Damals begann auch der Versuch, „Philistina“ (wie Israel von den Römern genannt wurde), 300 Jahre lang bis zur Eroberung durch die Muslime (634 n.Chr.) zu christianisieren.


Gibt es noch einen gemeinsamen Nenner?

Neben allem Negativen, zwischen katholischem und evangelischem Glauben, gibt es auch Gemeinsamkeiten. Wer die wöchentlichen Gottesdienste im Fernsehen anschaut, kann feststellen, dass die Zehn Gebote, das Vaterunser und das Apostolische Glaubensbekenntnis, sowie Lesungen biblischer Texte und einige Lieder in den Gesangbüchern beider Kirchen übereinstimmen. Dies ist ein Grund zum Danken. Wenige Gesichter spiegeln jedoch das Heil in Christus wieder.

Gebet: Vater im Himmel, wir beten dich an, weil das Heil in Christus trotz aller Widerwärtigkeiten immer wieder auch in fragwürdigen Kirchen, Gemeinden und in glaubenden Menschen durchdringt. Wir bitten dich, dass der Heilige Geist alle ernsthaften Bibelleser direkt anspricht und ihnen Leben, Liebe und Gewissheit schenkt. Amen.

Fragen:

  1. Warum sind die Erscheinungen der so genannten „Maria“ eine unbiblische Versuchung?
  2. Welche Probleme der katholischen Kirche sind dir selbst schon begegnet?
  3. Welches sind die biblischen Antworten und Forderungen für diese Probleme?

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