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Home -- German -- The Law of the Spirit -- 098 (A spiritual somersault of the apostle Paul)

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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments
IV. Unsre neue Lebensordnung
Zweiter Teil: Pflichten von Christen und Muslimen den Menschen gegenüber (al- Mu’amalat)

Ein geistlicher Doppelsalto des Apostels Paulus


Der Völkermissionar besaß die römische Staatsangehörigkeit und wusste, dass die herrschenden Cäsaren bereit waren, Legionen zu opfern, um die Wirtschaftsmacht ihrer Sklavenordnung zu erhalten. Wie der Herr Jesus, so wusste auch Paulus, dass damals die Sklaverei nicht durch eine Revolution überwunden werden konnte, sondern von innen her überwunden werden musste. Außerdem kannte er die Verheißung der Siege Gottes durch die Offenbarung:

„Es soll nicht durch Heer oder Kraft,
sondern durch meinen Geist geschehen,

spricht der HERR Zebaoth“

(Sacharja 4,6)

Deshalb schrieb, der im Untersuchungsgefängnis ausharrende Apostel, den Sklaven in den Hauskreisgemeinden um Ephesus:

„Ihr Sklaven, seid gehorsam euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern, in der Einfalt eures Herzens, als dem Herrn Christus; nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern als Sklaven Christi, die den Willen Gottes tun von Herzen. Tut euren Dienst mit gutem Willen als dem Herrn und nicht den Menschen; denn ihr wisst: Was ein jeder Gutes tut, das wird er vom Herrn empfangen, er sei Sklave oder Freier (Epheser 6,5-8).

Unter Bibellesern gibt es manche, die die Gebote und Verheißungen des Paulus an Sklaven, die Christen geworden waren, nicht begreifen, sondern zornig ablehnen. Sie können nicht verstehen, dass damals jeder bessere Haushalt im römischen Großreich ein Dutzend oder mehr Sklaven besaß, verpflegte und beschäftigte, ähnlich wie wir heute zahlreiche elektrische Geräte in Küche, Heizung und in unseren Autos benützen. Sklaven waren damals gekaufte Hilfskräfte. Sie werden auch heute noch als „Gnadengaben Allahs“ unter Muslimen im Sudan gehandelt.

Paulus riet den Sklaven seiner Zeit zu keinem Aufstand, weil ein solcher die Kreuzigung der Aufständischen mit sich gebracht hätte. Er ermutigte sie jedoch zur Sanftmut und zum Liebesdienst ihren Herren und Damen gegenüber, um etliche von diesen wohlhabenden Sklavenhaltern für Jesus zu gewinnen. In manchen Hauskreisen im Mittelmeerraum kamen damals mehr Sklaven in die Bibelstunden, als Freie und Reiche. Die Verheißungen vom wiederkommenden Christus gab ihnen eine Hoffnung auch in größter Verzweiflung.

Paulus forderte von den christlichen Sklaven allerdings eine bedingungslose Unterordnung unter ihre Besitzer, und ermahnte sie, dass in ihren Herzen Achtung, Respekt, Furcht und Zittern regiere. Ihr Dienst unter den selbstbewussten Herren und ihren Frauen sei letztlich ein Dienst für Christus. Der Herr Jesus habe erlaubt, dass sie als Sklaven gefangen und verkauft wurden, jetzt sollten sie freiwillig, als „seine Sklaven“ an ihrem Arbeitsplatz, diesen irdischen Herren dienen. Der Apostel glaubte an die Kontrolle eines jeden Geschehens durch seinen alles kontrollierenden Herrn. Die christlichen Sklaven waren für Paulus ein Hinweis auf den Heilsplan Jesu, dass er den hochnäsigen Herrschaften einen wiedergeborenen Diener ins Haus schickte, damit der Segen Gottes ihre Familie verändere. In diesem Sinn sagte er den ausgenützten Unterdrückten, dass sie ihren Herren gegenüber gehorsam sein sollten, und nicht nur fleißig und genau arbeiteten, wenn diese bei ihnen standen, sondern ständig in der Gegenwart ihres unsichtbaren Herrn den Willen Gottes tun.

Der Kernsatz des Paulus gilt auch heute noch allen Arbeitern, Dienstboten und Haushaltshilfen, deren Dienste nicht genügend bezahlt werden oder die unfreundliche Arbeitgeber haben:

„Tut euren Dienst mit gutem Willen
als dem Herrn
und nicht den Menschen“.

Schmutzige Arbeit, unerträgliche Herren oder erlittenes Unrecht, waren für den Völkermissionar immer noch Chancen, das Reich Gottes mit Liebe, Freude und im Frieden auszubreiten. Diese einzigartigen Möglichkeiten waren von Gott vorbereitet worden, und sollten mit gutem Willen durchgeführt werden. Paulus dachte nicht an das Wohlergehen der Geplagten, sondern an die Rettung ihrer Plagegeister! Er hatte sich selbst dieser Arbeitsmethode unterworfen, und realisierte sie auch noch im Gefängnis. Er bezeichnete sich als ein freiwilliger Sklave Christi, der sich seinem Herrn aus Dankbarkeit bedingungslos unterworfen hatte (Römer 1,1).

Den Not leidenden Sklaven konnte der Apostel jedoch zum Trost sagen, dass ihr auferstandener Herr Jesus seinen gerechtfertigten Sklaven und Sklavinnen ihre treuen Dienste belohnen werde. Im Jüngsten Gericht wird der Richter nicht nur nach ihrem Glauben fragen, sondern auch nach ihren hilfreichen Taten, die sie, als seine Nachfolger, den Elenden und Hilfsbedürftigen leisteten. Ihre reichen Herren und Damen waren in den Augen des Apostels Notleidende, die geistlich arm waren und wandelnden Leichen in Prachtgewändern und Kutschen glichen. Was die Nachfolger Christi diesen Verirrten Gutes taten, sollte seinen Knechten in der Ewigkeit belohnt werden (Matthäus 10,42; 25,40; Markus 9,41). Diese Schau der Arbeit an einem unerfreulichen Arbeitsplatz besitzt heute kaum noch eine Gewerkschaft oder soziale Partei. Die Betonung dieser Missionschance aber hat Ewigkeitswert.

„Und ihr Herren, tut ihnen (den Sklaven) gegenüber das gleiche und lasst das Drohen; denn ihr wisst, dass euer und ihr Herr im Himmel ist, und bei ihm gilt kein Ansehen der Person“ (Epheser 6,9).

Den wohlhabenden Damen und Herren, die sich Sklaven hielten, bezeugte Paulus dieselben Worte: „Was ihr den Versklavten Gutes tut, wird euch, falls ihr euch bekehrt, positiv in der Ewigkeit angerechnet werden. Und was ihr diesen Geplagten nicht Gutes tut, wird euch zum Gericht angerechnet werden“. Seid deshalb nicht gewissenlose Diktatoren, sondern barmherzige, freundliche Arbeitgeber. In der Statistik der Ewigkeit steht jedes Wort, jede Tat und jede Unterlassung genau registriert, und wird euch als eure genaue Abrechnung präsentiert werden. Macht euren Mitarbeitern keine Angst durch Drohen oder Strafen, sondern ermutigt sie, ihre Dienste ganz und gern zu tun. Ein Wort des Dankes bewirkt mehr als viele scharfe Warnungen. Wer einem seiner Mitarbeiter Angst einflößt, wird dieselbe Angst im Gericht erleiden müssen.

Falls jedoch einer der Sklavenhalter Christ wurde, und Jesus, den neuen Menschen, mit seiner Liebe und Gerechtigkeit anzog, wurde für diesen Herrn der Besitz von Sklaven ein Problem. Paulus stellte diese neugläubigen Herren in die Verantwortung vor ihren auferstandenen Heiland. Sie sollten ihr Verhältnis zu den Sklaven überdenken und den Elenden dienen, so als ob sie ihrem Herrn selbst dienten. Paulus konnte keine Abschaffung der Sklavenhaltung propagieren oder befehlen, da sonst seine neugegründeten Gemeinden ausgerottet werden würden. Er ging den anderen Weg, den Weg der Liebe, dass jeder Herr von innen her Jesus in seinen Sklaven erkennen sollte und ihnen diene, als ob sie Gott wären. Bei Jesus gibt es keine differenzierte Bewertung von Reichen und Armen, Freien und Versklavten, Männern und Frauen, vielmehr hat das Lamm Gottes alle erlöst und ihre Sünden gesühnt. Jetzt geht es darum, ob sie seine Liebe erkennen, annehmen und in ihrem Leben in geistliche Früchte umsetzen. Das Gesetz des Geistes, im Leben der Christusnachfolger, gilt allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in allen Zeiten.*

* Die Auslegungen zu den Texten über Sklaven und Herren wurden in Anlehnung an das Buch: „Werdet voll Geistes“ geschrieben, das Interessierten umsonst von uns zugesandt wird.

Paulus hat mit seinem Brief an Philemon, wegen Onesimus, ein konkretes Beispiel zur Befreiung christlicher Sklaven gegeben. Onesimus war seinem Herrn entflohen, suchte Zuflucht in Rom, lernte Paulus kennen, wurde gläubig und half dem Apostel als Schreiber von Briefrollen. Paulus legte Wert darauf, dass Onesimus zu seinem christlichen Herrn und Besitzer zurückkehrte, der ihn wegen seiner Flucht hätte kreuzigen lassen können. Doch Paulus bat den Besitzer, den fleißigen, wiedergeborenen Onesimus zu akzeptieren, zu vergeben und ihm Gutes zu tun, da dieser Paulus in seiner Gefangenschaft in Rom gedient hatte. Onesimus wurde von seinem Besitzer in die Freiheit entlassen, ging zu Paulus zurück und vervielfältigte seine Briefe für die Gemeinden. Deshalb besitzen wir heute von Paulus die meisten seelsorgerlichen Briefe. Onesimus heißt wörtlich: Der Nützliche! (Siehe Brief des Paulus an Philemon).

Im Blick auf die Beendigung der Sklaverei kann es helfen zu erkennen, dass ohne die industrielle Revolution kaum ein Staat oder eine größere Firma in der Lage gewesen wäre, ohne Sklaven weiter zu bestehen. Erst als die Maschinen anfingen die Arbeit der Sklaven zu übernehmen, konnten Firmen und Staaten es sich leisten, keine Sklaven mehr zu haben. Praktisch gesehen hat die Erfindung der Motoren die Sklaverei überflüssig gemacht. Seither haben Energiequellen wie Kohle; Gas und Erdöl die Sklaven ersetzt.

Gebet: Vater im Himmel, wir leiden unter der Ungerechtigkeit und Ungeduld von Arbeitgebern und Arbeitnehmern im praktischen Alltag. Lass doch Beide deine Liebe und deine Gerechtigkeit erkennen, damit die Revolution deiner Liebe, die Atmosphäre in Betrieben und Haushalten verbessert, und deine Kinder ihren Retter Jesus auch an ihrem Arbeitsplatz, in Schulen und in ihrer Freizeit bezeugen können. Amen.

Fragen:

  1. Was denkst du über die seelsorgerlichen Anweisungen des Paulus an die Sklaven seiner Zeit?
  2. Was bedeuten die Worte des Apostels über Sklaven und deren Herren für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer heute?

Vierter Test:

Prüfe deine Kenntnisse
nach diesen Meditationen über das Gesetz des Geistes und beantworte die folgenden Fragen:

  1. Was ist das Geheimnis der Gemeinde Jesu?
  2. Was ist die Aufgabe der Nachfolger Christi im Kampf zwischen Gottes heiligem Geist und der irdischen Existenz des Menschen?
  3. Was bedeuten die zwei Begriffe: „das Reich Gottes“ und „die Gemeinde Jesu Christi“?
  4. Was hast du aus der Statistik dieser zwei Begriffe gelernt?
  5. Was bedeutet eine Sippe im Orient?
  6. Warum ist es für Muslime schwierig, Nachfolger Christi zu werden?
  7. Welche Megastädte sind dir persönlich bekannt?
  8. Wie kannst du mithelfen, dass in den mächtigen Zusammenballungen der Menschheit der Name des Vaters und des Sohnes verherrlicht wird?
  9. Was sagen dir die zwei oben erwähnten Statistiken zum Bevölkerungswachstum unserer Erde?
  10. Welche Pflichten entstehen für die Gemeinde Christi in der Endzeit im Blick auf die wachsende Menschheit?
  11. Warum sind einige Länder reich und andere arm?
  12. Welche Länder liegen dir besonders auf dem Herzen?
  13. Was denkst du über die Verschuldung der BRD?
  14. Wie befreit uns Jesus von der Gier nach Geld und Gold?
  15. Was ist der entscheidende Unterschied zwischen dem Gesetz Christi und dem Gesetz des Geistes?
  16. Hast du das Geschenk des Heiligen Geistes zum Halten der Gebote Christi empfangen?
  17. Was ist das Geheimnis einer christlichen Ehe?
  18. Was ist der Unterschied zwischen der Stellung der Frau im Islam und im Christentum?
  19. Welche Angriffe auf die Ehe und Stellung der Frau kennst du aus deiner Umgebung?
  20. Wie können wir solche Anfechtungen überwinden?
  21. Warum gibt es im geistlichen Bereich keinen Unterschied zwischen Frau und Mann?
  22. Was sind die unersetzlichen Fähigkeiten einer Frau und sind die Pflichten eines Ehemannes?
  23. Warum ist die Scheidung einer christlichen Ehe unbiblisch?
  24. Welche Kindergebete hat dir deine Mutter beigebracht?
  25. Welches sind die drei Grundelemente für die Lebensplanung eines jeden Kindes?
  26. Was ist dir bei den islamischen Erbgesetzen aufgefallen?
  27. Warum hat Jesus Christus keine Erbgesetze eingeführt?
  28. Was prägt den Handel der Muslime und was schwächt ihn?
  29. Warum hat Paulus den neuen Gemeinden regelmäßige treue Handarbeit für ihre Gläubigen befohlen?
  30. Welche Unterschiede sind dir zwischen dem Handel der Muslime und der Arbeit der Christen aufgefallen?
  31. Welche Nöte in deiner Umgebung sind am dringendsten und warten auf deine Hilfe?
  32. Was hast du von der Sklaverei und ihrer Überwindung gelernt?
  33. Gibt es in deiner Umgebung und in deinem Land noch Formen der Sklaverei? Was kannst du tun sie zu übrwinden?
  34. Was denkst du über die seelsorgerlichen Anweisungen des Paulus an die Sklaven seiner Zeit?
  35. Was bedeuten die Worte des Apostels über Sklaven und deren Herren für Arbeitgeber und Arbeitnehmer heute?

Wer 28 dieser 34 Fragen richtig beantwortet, dem wird eines unserer Bücher umsonst zur Vertiefung und Ermutigung zugesandt. Schreibe an eine der folgenden Adressen:

EUSEBIA- Missionsdienste,
Postfach 15 01 03,
D-70 075 Stuttgart
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Waters of Life,
Postfach 60 05 13,
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