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Home -- German -- The Law of the Spirit -- 088 (A parable as summary of the introduction)

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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments
IV. Unsre neue Lebensordnung
Zweiter Teil: Pflichten von Christen und Muslimen den Menschen gegenüber (al- Mu’amalat)

Ein Gleichnis als Zusammenfassung der Einleitung


Die Gemeinde Jesu gleicht einem Boot im weiten Meer. Christus ist der Kapitän. Der Ozean mit seinen Untiefen und Abgründen stellt das Alltagsleben der Völker dar. Nur wenige Menschen steigen bewusst in dieses Boot ein. Milliarden bleiben auf ihrem Festland stehen. Ihnen erscheint das Boot zu klein, zu eng und zu altmodisch zu sein.

Als das Schiff abgelegt hatte und auf hoher See dahinzog, brauste ein Orkan daher. Er hob das Boot aus tiefen Wellentälern hinauf auf schäumende Wellenkämme und wieder hinab. Vielen wurde es übel. Sie übergaben sich, aber sie überlebten. Auf dem Festland hatte das Unwetter mit einer Tsunamiwelle Hunderttausende in den Tod gerissen.

Das Schiff kam in ruhiges Gewässer. Doch das Trinkwasser wurde knapp und die Unruhe unter den Passagieren wuchs. Einige sagten: Lasst uns ein Leck in die Bootswand schlagen. Wir entsalzen das eindringende Meerwasser und bleiben so am Leben. Der Schiffszimmermann aber konnte das Leck wieder schließen. Nach einem Wolkenbruch regnete es in Strömen, so dass alle genügend zu trinken bekamen.

Einige Passagiere beobachteten das Meer kritisch und erkannten Teerklumpen, Quallen und unzählige Algen. Sie riefen dem Ozean zu: Reinige dich selbst und lass den Schmutz verschwinden. Das Meer antwortete ihnen nicht, aber schmunzelte verächtlich. Die Rufer hatten vergeblich gerufen.

Als die Nahrungsmittel im Schiff knapp wurden, sagten einige: Lasst uns für kurze Zeit neben dem Boot im Meer schwimmen. Dann kommen Delphine und spielen mit uns. Von denen angeln wir etliche. Das genügt uns. Die Delphine kamen, die Haifische auch, und fraßen die im Meer Schwimmenden.

Auf der langen Fahrt kam das Boot in die Nähe eines in die Tiefe ziehenden Strudels. Alle entsetzten sich. Der Kapitän aber versicherte ihnen: Ich bin bei euch. Bleibt ruhig. Ich führe euch über Untiefen und Abgründe, durch Strudel und Wirbel. Vertraut mir! Ich kenne das tückische Meer, und bringe euch sicher ans Ziel. Ich beherrsche die drohenden Meere.

Wer will kann in diesem Gleichnis die wachsenden Milliarden der Erdenbewohner sehen, die in ihrer Kultur bleiben wollen und nicht in das Schiff der Kirche eintreten. Erdbeben, Vulkane und Tsunamis reißen Hunderttausende von ihnen weg.

Der Orkan steht für Finanzkrisen, die die Menschen in Höhen heben und in Tiefen fallen lassen. Vielen wird es dabei übel. Sie verlieren alles was sie haben.

Es gibt Kirchenführer, die meinen, die Tagespolitik beeinflus-sen zu müssen. Sie rufen den Regierenden zu, was sie tun sollen. Diese aber lächeln und wissen, dass sich ihre Massen nicht ändern lassen. Diese wollen Liebesparaden, Faschingsrummel und Urlaube an sonnigen Stränden genießen.

Manche Christen wollen nicht nur Evangelium hören, sondern auch vom Humanismus trinken, von der Kunst satt werden, den Schalmeien der Parteien zuhören und neue Ideen begeistert aufnehmen. Sie meinen, das Salzwasser der Weltmeere entsalzen zu können und begreifen nicht, dass ein Boot sinkt, sobald Meerwasser einzudringen beginnt.

Wer Hunger nach Gerechtigkeit hat, kann in dieser Welt nicht satt werden. Wer meint, mit verehrten Schriftstellern oder an-deren Religionen harmonieren zu können, wird letztlich von unreinen Geistern aufgefressen.

Christus ist der Kapitän und Lotse des Bootes mit seiner Gemeinde. Er kann sie durch verheerende Strudel hindurchleiten. Ob schwindelnde Überbevölkerung der Erde oder frustrierende Finanzkrisen kommen, das berührt die Substanz seiner Gemeinde nicht. Er sagt: „Ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Johannes 10,28).

Das Leben Christi im Gesetz des Geistes, in seiner Gemeinde, wird durch die verheerenden Entwicklungen der Gegenwart zwar erschüttert und geprüft, aber ändert sich nicht.


Der Unterschied zwischen dem Gesetz Christi und dem Gesetz des Geistes


Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus besteht weitgehend aus den Geboten des Gesetzes Christi. Durch die Inspiration des Heiligern Geistes in den Schriften der Apostel kamen jedoch noch wesentliche Ausführungsbestimmungen hinzu. Grundsätzlich aber besteht ein gravierender, alle Gebote umfassender Unterschied zwischen beiden Gesetzen. Das Gesetz Christi offenbart die Ordnung der Liebe Gottes in allen Lebensgebieten (Johannes 13,34.35; 1.Johannes 4,15-17), zusammen mit Strafandrohungen (wie in Matthäus 5,21.22 und 5,27-30 ua.), falls wir diese Gebote nicht einhalten.

Das Gesetz des Geistes des Lebens aber enthält diese Strafandrohungen für gerechtfertigte Christen nicht mehr, denn der Herr Jesus hat alle unsere Sünden durch seinen Sühnetod als unser Stellvertreter und Heiland weggetragen (Johannes 1,29; 2.Korinther 5,19-21).

Darüber hinaus wurde uns nach seinem Sühnetod zum Einhalten seiner Gebote und Anordnungen die Kraft des Heiligen Geistes geschenkt, damit wir tun können, was wir tun sollen (Apostelgeschichte 1,8). Wer diesen immensen Unterschied erkennt, beginnt den auferstandenen Herrn mit allen Heiligen zusammen anzubeten und ihm in Ewigkeit zu danken. Die so genannte Ethik des Geistes ist somit eine Dankliturgie in der praktischen Christusnachfolge (Psalm 50,23).

Wenn die Geheiligten die Gebote des Heiligen Geistes über-treten, ihre mangelhafte Liebe erkennen, und ihren Restegoismus bekennen, erfahren sie, dass Christus ihr Hohepriester ist, der für sie eintritt. Sein Blut spricht seine Nachfolger auch heute gerecht (1.Johannes 1.8-2,6). Falls einer jedoch nicht an Jesus, den Bevollmächtigten Gottes glaubt, und gleichgültig weitersündigt, kommen alle Gerichtsandrohungen Jesu für ihn zur Geltung. Er wird aber nicht in erster Linie gerichtet und bestraft, weil er mangelhaft in der Liebe und der Wahrheit ist, sondern weil er seinen Herrn und Retter nicht anerkennt, nicht an ihn glaubt und nicht in ihm lebt (Markus 16,16; Johannes 16,9). So ist der Kreuzestod Jesu die alleinige Basis auch für die Ethik im Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus (Römer 10,4; Galater 3,24-28).*

* Wer weitere Details über globale Statistiken nachlesen will, kann im dritten Band dieser Serie mehrere Themen nachschlagen wie: Die Erdöl- und Gasförderung einzelner Staaten, nachgewiesene Erdölreserven, die Anzahl der Nukleargeneratoren, militärische Truppenstärken in mehreren Ländern, jährliche Ausgaben für Verteidigung und Militär, der vermutete Bestand gelagerter Atombomben und andere Zusammenstellungen. Die Gemeinde Jesu lebt inmitten eines brutalen Chaos der Supermächte. Aber ihr Glaubensgebet ist stärker als alle A-B-C-Waffen. Die Verantwortlichen der Gemeinde sollten sich über die biblische Bedeutung der Umweltereignisse orientieren, um die Verwirklichung der biblischen Offenbarung besser zu erkennen.

Gebet: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, weil du durch Gottes Liebe die Sünde der Welt getragen und unsere Strafe erlitten hast. Wir danken dir für deinen Sühnetod und für die Kraft des Heiligen Geistes, den du vom Vater her gesandt hast, damit wir in seiner Liebe alle Menschen lieben. Amen.

Fragen:

  1. Was ist der entscheidende Unterschied zwischen dem Gesetz Christi und dem Gesetz des Geistes?
  2. Hast du das Geschenk des Heiligen Geistes zum Halten der Gebote Christi empfangen?

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