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Home -- German -- The Law of the Spirit -- 081 (Obligations of Muslems and Christians befor humans)

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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments

IV. Unsre neue Lebensordnung

Zweiter Teil: Pflichten von Christen und Muslimen den Menschen gegenüber (al- Mu’amalat)


Einleitung: Das Wunder der Gemeinde Christi inmitten der explodierenden Zahl von Nichtchristen im unseren Tagen

Wer die innerweltliche Ordnung im „Gesetz des Geistes des Lebens in Christus“ kennen lernen will, sollte vor ihren Details die Einzigartigkeit der Gemeinde Jesu begreifen. Sie ist das Angeld der Neuschöpfung Gottes inmitten einer gottwidrigen Welt, die sich in der Wiedergeburt sündenbeladener Menschen realisiert. Der Herr Jesus erklärte Nikodemus, dem jüdischen Abgeordneten im Synhedrium seines Volkes, das Geheimnis dieser wachsenden Gemeinde:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir:
Es sei denn,
dass jemand von neuem
(von oben) geboren werde,
so kann er das Reich Gottes nicht sehen

(Johannes 3,3).

Diese, alle Geister und Religionen unterscheidende Aussage Jesu gilt jedem, der die diesseitige Ordnung des Gesetzes des Geistes des Lebens in Christus verstehen will. Er ist nicht in der Lage diese Lebensordnung logisch zu ergründen, sondern sollte sie geistlich bedenken, um sie zu erkennen.

Jesus Christus wirkte wie ein Fremdkörper in unserer aufrührerischen Welt (Psalm 2,1-12). Er kam vom Himmel herab, und ist dorthin wieder zurückgekehrt (Johannes 3,11-13). Seine Gemeinde ist im Grunde genommen, wie er, ein Fremdkörper inmitten der Völker unserer Erde. Der Geist des Vaters und des Sohnes in wiedergeborenen Christen, stammt nicht aus dieser Welt. Er kommt aus dem Herzen Gottes zu uns. Sein Geist ist göttlich. Er bringt die neue Schöpfung als Gemeinde Jesu hervor. Diese steht deshalb in steter Spannung und Auseinandersetzung mit den Praktiken des diesseitigen Lebens.

Der Heilige Geist in der Gemeinde Jesu schenkt bereits heute sterblichen Menschen ewiges Leben. Christus hat mit seiner Auferstehung von den Toten die Macht des grauenhaften Todes überwunden. Sein Geist überwindet in den Nachfolgern Jesu die ererbte „Krankheit zum Tod“ durch die gnädige Kraft des ewigen Lebens. Der Geist Gottes in der Gemeinde Jesu Christi ist unsterblich, heilig, vollkommen und barmherzig. Diese, seine Eigenschaften, Charakteristiken und Früchte sind im Grunde genommen die Eigenschaften unseres Vaters und seines Sohnes im Himmel.

Mancher Leser wird über diesen einleitenden Worten den Kopf schütteln, da er gegenteilige Realitäten in einzelnen Gemeinden und Gemeinschaften kennt. Er scheint mit seiner Kritik Recht zu haben, denn das „Allzumenschliche“ überwiegt in vielen Gemeinden das Geistliche, wie ein Gärtner nüchtern sagte: „Es menschelt in dieser evangelischen Organisation!“

Unter solchen pragmatischen Erkenntnissen kristallisiert sich ein Thema der diesseitigen Ordnung im Gesetz des Heiligen Geistes heraus: „Der Geist kämpft wider das Fleisch, und das Fleisch wider den Geist.“ Der Apostel Paulus hat das Hereinbrechen des „Himmlischen“ und seinen Kampf gegen das „Irdische“ in seinen Briefen deutlich herausgestellt:

„Ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?“ (Römer 7,22-24).*

* Das Wort „Gesetz“ enthält in semitischen Sprachen weitere Bedeutungen wie: Eine hilfreiche Lebensordnung, auferlegte Prinzipien, verborgene Weisheit und das Muss der Sitte.

Der Apostel schrieb danach der Gemeinde in Rom: „Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.
So sind wir nun, liebe Brüder, nicht dem Fleisch schuldig, dass wir nach dem Fleisch leben. Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder“
(Römer 8,10-14).

Den Gemeindeleitern der Hauskreise in Ephesus schrieb er später: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, so dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln“
(Galater 5,16-25).

Der unstabilen Gemeinde der Galater hatte er zuvor geschrieben: „Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten“ (Galater 6,7.8).

Seine Freunde in Ephesus aber forderte er auf: „Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Epheser 4,22-24).

Der Herr Jesus selber hatte die Ethik des Geistes Gottes im Voraus mit gravierenden Worten zusammengefasst und seinen Jüngern nahe gelegt:

„Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden“ - (Matthäus 16,24.25).

Wer beginnt, sich selbst zu verleugnen und wer nicht länger seinen Wünschen, Hoffnungen und Motiven gehorcht, der begreift, dass ohne die Kraft des Geistes Gottes unsere Selbstliebe nicht überwunden werden kann. Wer sich darüber hinaus im Vergleich mit der Heiligkeit Gottes wie ein Verbrecher zur endgültigen Kreuzigung seines Ichs verurteilt, der ist in seinem Selbstvertrauen zerbrochen und seinem Stolz gestorben, wie Paulus von sich selber schrieb: „Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir“ (Galater 2,19.20).

Lebendige Christen bleiben normale Menschen und leiden unter Versuchungen, Zwängen und Begierden. Sie sind jedoch gleichzeitig auch Kinder Gottes und aktive Glieder am geistlichen Leib Christi. Ihr Glaube siegt über ihr Versagen. Die Weltsicht Christi kann in ihnen die frustrierende Erkenntnis vom Zerfall unseres Daseins überwinden (1.Johannes 5,4.5).

Die Bibel, sowie die Wirklichkeit des geistlichen Lebens lehren uns, dass der auferstandene Christus nicht nur gottlose Sünder rettet, sondern auch seine fragwürdigen Nachfolger. Er reinigt, heiligt und bewahrt seine versagende Gemeinde immer wieder. Im Blick auf die richtende Majestät des dreieinigen Gottes sollten wir mit dem Liederdichter Philipp Friedrich Hiller bekennen:

Ich hatte nichts als Zorn verdienet
und soll bei Gott in Gnaden sein.
Gott hat mich mit sich selbst versühnet
und macht durch’s Blut des Sohns mich rein.
Wo kam diese her, warum geschieht’s?
Erbarmung ist’s und weiter nichts.

Der Apostel Johannes schrieb in diesem Sinn den Gläubigen und Heiligen in Ephesus und damit auch allen Gliedern der Gemeinde Jesu heute:

„Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“
(1.Johannes 1,8-2,2).

Die vollendete Versöhnung Christi am Kreuz bleibt die einzige Rechtsbasis für gehorsame Versager in der diesseitigen Ordnung des Heiligen Geistes. Die Liebe Christi zu uns, und unsere Liebe zu ihm, „treiben uns“ auch unsere Freunde und Feinde zu lieben. Somit gilt das folgende Bekenntnis des Apostels Paulus auch uns für alle Gebiete unseres Zusammenlebens mit anderen Menschen:

„Ist jemand in Christus,
so ist er eine neue Kreatur;
das Alte ist vergangen,
siehe, Neues ist geworden“

(2.Korinther 5,17).

Gebet: Unser Vater im Himmel, wir beten dich an, weil du mit uns Versagern Geduld hast, und uns nicht wegen unserer mangelnden Liebe und fehlenden Barmherzigkeit richtest. Wir danken auch dir, Herr Jesus Christus, weil du unsere Schuld mit deinem Blut bedeckst und uns unsere Sünden vergibst. Wir loben dich, Heiliger Geist, weil du uns in den geistlichen Leib Jesu hineingepfropft und in seinem Namen berufen hast, anderen Menschen zu dienen. Du bist die Kraft des Vaters und des Sohnes in allem was wir zu ihrer Ehre tun. Amen.

Fragen:

  1. Was ist das Geheimnis der Gemeinde Jesu?
  2. Was ist die Aufgabe der Nachfolger Christi im Kampf zwischen Gottes heiligem Geist und der irdischen Existenz eines Menschen?

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