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Home -- German -- The Law of the Spirit -- 044 (Jesus - a true man)

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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments

II. Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus
Die Weltmission im Gesetz des Geistes des Lebens

Jesus - ein wahrer Mensch


Der Herr Jesus ist nicht nur ein wahrhaftiger Gott, was von Juden und Muslimen vehement abgelehnt wird, sondern er war auch ein wahrhaftiger Mensch, was von manchen orthodoxen Christen nur bedingt verstanden und akzeptiert wird.

Er wurde von seiner Mutter Maria geboren, in Windeln gewickelt, in einer Höhle bei Bethlehem in eine Futterkrippe gelegt, nach acht Tagen beschnitten und dem Herrn als Erst-geborener dargestellt (Lukas 2,21-24). Sein von Gott bestimmter Vater floh mit ihm und seiner Mutter nach Ägypten und kehrte später nach Nazareth in Galiläa zurück (Matthäus 2,1-23).

Der junge Jesus war seinem Pflegevater Josef und seiner Mutter Maria untertan und gehorsam. Er nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade (Lukas 2,51,52). Für ihn gibt es zwei Stammbäume, die ihn als Sohn Davids und als Sohn Abrahams bezeichnen (Matthäus 1,1-17; Lukas 3,23-38). Er konnte die hebräische Schriftsprache lesen, redete aber mit dem Volk in der aramäischen Umgangssprache. Seine Gedanken folgten der semitischen Grammatik, die von der indogermanischen wesentlich verschieden ist.

In den Monaten seiner religiösen Tätigkeit besaß er kein Pferd und keinen Esel, sondern ging mit seinen Jüngern zu Fuß von Ort zu Ort, durchs Jordantal und die Wüste Juda hinauf nach Jerusalem. Er besaß kein Haus, kein Bett und kein Kopfkissen (Matthäus 8,20). Er war arm mit den Armen und lebte ohne ein Monatsgehalt von der Fürsorge seines Vaters im Himmel. (Matthäus 6,11).

Er sah die Vögel unter dem Himmel an (Matthäus 6,26) und beobachtete das Wachstum der Blumen (Matthäus 6,28-29). Er freute sich von Herzen (Johannes 15,11; 17,13), und weinte über Jerusalem (Lukas 19,41-43). Er ergrimmte über den Unglauben der Trauernden (Johannes 11,33.37), hatte Mitleid mit den Leidtragenden (Matthäus 5,4; 11,28; Lukas 7,13), und ihn jammerte das Volk ohne geistliche Hirten (Matthäus 9,36; 14,14; 15,32; Markus 6,34; 8,2).

Nach den Berichten der Evangelien mied der Herr Jesus die römischen Städte wie Tiberias am See Genezareth, oder Cäsarea am Mittelmeer. Er wich fanatischen Spionen und Mordkommandos seines Volkes aus, und zog mit seinen Jüngern in die Gegend von Tyrus und Sidon (Matthäus 15,21-28), wo Elia, der Prophet, einst Zuflucht gefunden hatte. Der Herr wich später auch in das Gebiet der „Zehn Städte“ im heutigen Jordanien aus (Matthäus 8,28-34).

Der Herr Jesus war sanftmütig und von Herzen demütig (Matthäus 11,29), geduldig und von großer Güte (Matthäus 12,7; 17,17; Lukas 23,43 u.a.). Er war mutig und floh nicht, sondern ging hinauf nach Jerusalem, obwohl er im Detail wusste, was dort auf ihn wartete (Matthäus 16,21; 17,22; 20,17-19).

Er betete viel (Matthäus 14,23; Markus 1,35;6,46; Lukas 5,16; 6,12; 9,18.28.29; 11,1 u.a.). Im Garten Gethsemane zitterte er vor Todesangst, in Erwartung unserer Höllenstrafe und seiner Trennung von Gott, seinem Vater. Er überwand diese Anfechtung im Glaubensgehorsam, und war gehorsam bis zum Tod am Kreuz (Matthäus 26.36-46; Markus 14,32-42; Lukas 22,41-44; Philipper 2,7-11; Hebräer 5,7-8).

Vor dem Hohen Rat seines Volkes (Synhedrium) bekannte er nach langem Schweigen die Wahrheit über seine Person und wurde deshalb geschlagen, angespuckt und zum Tod verurteilt (Matthäus 26,57-68). Pilatus, der römische Gouverneur, fand keine Schuld an ihm, obwohl Jesus ihm bekannt hatte, dass er der König der Juden, aber ohne militärische Gewalt, war (Matthäus 27,1-25; Johannes 18,28-40). Die römischen Soldaten geißelten ihn blutig, verspotteten ihn und drückten ihm eine Dornenkrone auf sein Haupt (Matthäus 27,26-30).

Jesus musste seinen Kreuzesbalken selbst tragen, brach aber geschwächt von der Geißelung unter seiner Last zusammen. Auf Golgatha hämmerten die römischen Soldaten ihm die Nägel in seine Hände und Füße, nachdem sie ihm seine Kleider vom Leib gerissen und mit Würfeln ihre Verteilung verlost hatten (Matthäus 27,32-34; Johannes 19,17.18.23.24 u.a). Sie kreuzigten ihn zwischen zwei Räubern zu seiner Degradierung und Verachtung.

Jesus aber betete in seinem Orkan von Schmerzen: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“ (Lukas 23,34).

Er rettete einen der neben ihm gekreuzigten Verbrecher, denn dieser begann an ihn zu glauben. Ihm versicherte Jesus: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23,43).

Als sein Vater sich um unserer Sünden willen von ihm trennte, ließ der Gekreuzigte ihn nicht los, sondern glaubte (wie einst Jakob am Jabbokfluß) und kämpfte mit ihm, als ob er betete: Du bleibst mein Gott! Ich lasse dich nicht, du rettest sie denn! (1.Mose 32,27; Psalm 22,2; Matthäus 27,46; Markus 15,34).

Danach rief er: „Mich dürstet!“ (Johannes 19,28).

Im Glauben und in der Hoffnung bekannte er trotz seiner Hoffnungslosigkeit am Ende seines irdischen Lebens mit lauter Stimme: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er“ (Lukas 23,46).

Pilatus wunderte sich, dass Jesus so schnell gestorben war und befahl, seinen Tod zu prüfen. Einer der Soldaten stieß dem Gekreuzigten einen Speer von unten her in seine Brust, und traf vielleicht sein Herz. Da kamen Blut und Wasser getrennt aus der Wunde heraus, als Zeichen, dass er real gestorben war (Johannes 19,31-37). Am Abend dieses Freitages vor dem Passahfest, erlaubte der Gouverneur einem jüdischen Abgeordneten, Joseph von Arimathia, den Leichnam Jesu vom Kreuz abzunehmen und zu beerdigen. Dieser legte ihn in ein aus Fels gemeißeltes Grab, in dem noch nie jemand gelegen hatte (Johannes 19,38-42). Jesus ist tatsächlich gekreuzigt und begraben worden, starb als Lamm Gottes und hat die Welt mit seinem Vater versöhnt (2.Korinther 5,19-21).

Ein Evangelist legte die Worte Jesu aus, da er sagte: „Als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäus 9,36). Da stoppte der Redner seinen Vortrag und rief erregt: Aber mich jammert der Zustand meines Volkes nicht! Ich habe ein kaltes Herz, hart wie einen Stein. Herr erbarme dich über mich und über uns alle, dass wir barmherzig werden wie du barmherzig bist, damit uns der geistliche Zustand unseres Volkes wirklich jammert!

GEBET: Wir danken dir Herr Jesus Christus und beten dich an, weil du Mensch geworden bist, und hast die Leiden und Sünden unserer Welt auf dich genommen, und unsere Strafe an deinem Leib und deiner Seele getragen. Hilf uns, dass wir die geistliche Not unserer Völker erkennen und Mitleid haben, und ihnen in der Leitung deines Geistes dienen. Amen.

FRAGEN:

  1. Welche Beispiele des Menschseins Jesu sind dir am wichtigsten?
  2. Worin bestand der Sieg Jesu am Kreuz über die Versuchungen Satans?
  3. Wie kannst du dem Juden ein Jude, dem Muslim ein Muslim, dem Chinesen ein Chinese und deinem Volk ein Diener werden?

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