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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments

II. Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus

Eine Frohbotschaft für Deprimierte


Im Jahr 70 n.Chr. ist Jerusalem von den Römern erneut erobert und samt dem Tempel zerstört und geschleift worden, wie Jesus vorausgesagt hatte (Matthäus 23,37-39). Tausende gesunde Männer wurden gekreuzigt, Frauen vergewaltigt, und Hunderttausende als Sklaven im Nahen Osten und in Europa verkauft.

Der Schock bei den Übriggebliebenen saß tief. Auch Auslandsjuden und Messianische Juden litten unter dem Verlust ihrer Heimat und ihres geistlichen Zentrums. Kurz zuvor waren die Apostel Paulus und Petrus in Rom 63/64 n.Chr. hingerichtet worden. Unter den Christen herrschte Endzeiterwartung. Viele von ihnen waren unter der Leitung des Heiligen Geistes rechtzeitig von Jerusalem nach Pella (im heutigen Jordanien) ausgewandert, um dort die nahe Wiederkunft Christi zu erwarten. Auch Johannes, der letzte der Apostel, war vermutlich unter diesen Ausgewanderten und ist später nach Ephesus, dem neuen Zentrum der Christenheit ausgereist.

Jesus, der Gekreuzigte, hat dem jüngsten seiner Apostel zwar befohlen, für seine Mutter zu sorgen, die als Gebärerin eines „Verführers“ aus der jüdischen Volksgemeinschaft ausgestoßen worden war (Johannes 19,26.27). Es ist jedoch nicht anzunehmen, dass Maria Johannes altershalber nach Ephesus begleiten konnte, wie orthodoxe und katholische Kirchen meinen, und dort eine Hütte als ihre Unterkunft verehren.*

*Im Jahr 431 n.Chr. wurde Maria in einem Konzil der orthodoxen und katholischen Kirchen als „Gottesgebärerin“ erklärt. Seither wird sie unbiblisch als „Gottesmutter“ in diesen Kirchen angebetet, und oft als rettende Helferin höher als Jesus verehrt.

In dieser endzeitlichen Atmosphäre, schrieb der Patriarch Johannes an die Glieder der Hauskreisgemeinden in Anatolien, ermutigende aber auch ernüchternde Worte:

„Ich habe euch jungen Männern geschrieben; denn ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt in euch, und ihr habt 'den Bösen überwunden. Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit“ (1.Johannes 2:14-17).

Der deportierte Patriarch, auf der baumlosen Insel Patmos, hat später in der Offenbarung Christi den Untergang der verdorbenen Welt angedeutet, jedoch das Hervorbrechen einer neuen, herrlichen Schöpfung mit Freude beschrieben (Offen-barung 20,7-21,7). Was der betagte Apostel aber über die Verführung und den Abfall vieler Christen im Detail voraus-sagte, deutete er in seinem Rundbrief mit präziser Klarheit an:

„Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. … Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist?

Das ist der Antichrist,
der den Vater und den Sohn leugnet.
Wer den Sohn leugnet,
der hat auch den Vater nicht;
wer den Sohn bekennt,
der hat auch den Vater

(1.Johannes 2,18-23).

Es wäre auch heute eine notwendige Hilfe für unsere Gemeinden, wenn sie hören könnten, dass der Heilige Geist in seinem Gesetz den Antichristen glasklar bezeichnet: Wer die Gottessohnschaft Jesu leugnet, kennt auch seinen Vater nicht. Und wer die Vaterschaft Gottes nicht bezeugt oder ablehnt, ist bereits ein aktives Glied des antichristlichen Geistes geworden. Diese alle theologischen Nebel durch-schneidenden Worte des Apostels, definieren indirekt auch die jüdische Religion und den Islam, was von Vertretern einer multikulturellen Gesellschaft zornig abgelehnt wird. Der Apostel der Liebe Gottes bezeugt jedoch keine weiche, verschwommene Liebe, sondern die Wahrheit über die Wirklichkeit der Heiligen Dreieinigkeit. Liebe ohne Wahrheit ist eine Lüge. Wahrheit ohne Liebe aber gleicht einem Totschlag. Wir müssen die Wahrheit mit Liebe sagen, und Liebe nicht ohne Wahrheit üben. In diesem Sinn schreibt der Apostel weiter:

„Was ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet ihr auch 'im Sohn und im Vater bleiben. Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben … Und nun, Kinder, bleibt in IHM, damit wir, wenn ER offenbart wird, Zuversicht haben und nicht zuschanden werden vor IHM, wenn ER kommt. Wenn ihr wisst, dass ER gerecht ist, so erkennt ihr auch, dass, wer recht tut, der ist von IHM geboren''“ (1 Johannes 2,24-29).

Der Apostel wollte seine Gemeinden gegen eine zu er-wartende Verführung impfen. Er bezeugte ihnen deshalb, dass sie bereits in Gott, den Sohn, und in Gott, den Vater, geistlich eingepfropft wurden, und sie von der Kraft seines Heiligen Geistes lebten. Das ewige Leben war in sie als Angeld bereits eingeflossen.

Der Patriarch bezeugte ihnen das Geheimnis unseres Christseins als Gesetz des Geistes des Lebens in Chris-tus. Er versicherte ihnen, dass seine Verkündigung keine spekulativen Lehren enthielt, sondern durch ihre Salbung mit dem Heiligen Geist eine geistliche Realität war, die in ihnen wirkte und sie ihres Heils gewiss machte.* Überwältigt von der Liebe Gottes schrieb Johannes:

„ Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt IHN nicht. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn ER offenbar wird, werden wir IHM gleich sein; denn wir werden IHN sehen, wie ER ist. Und ein jeder, der solche Hoffnung auf IHN hat, der reinigt sich, wie auch JENER rein ist“ (1.Johannes 3,1-3).

* Der Herr Jesus erklärte seine eigene Salbung in Lukas 4, 18: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen“. Wer ein Christ, (wörtlich: ein Gesalbter) sein will, sollte das Zeugnis Jesus nachsprechen können.

Der Apostel der Gottesliebe schrieb weiter:
„Der Sohn Gottes ist dazu erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre“ (1.Johannes 3,8).

„Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm (1.Johannes 4,14-16).

„Denn das ist die Liebe zu Gott, dass 'wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat''. Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?“ (1.Johannes 5,3-5).

„Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes … Wir wissen, dass wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Bösen. Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und ''wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben“ (1.Johannes 5,13.19-20).

GEBET: Wir beten dich an Herr Jesus Christus, weil du deinen Jünger Johannes mit deiner Liebe und deiner Wahrheit erfüllt und ihn inspiriert hast, dein Evangelium, Briefe und die Offenbarung zu schreiben. Wir danken dir für diese tröstenden, kraft- geladenen und belebenden Worte. Amen.

FRAGEN:

  1. Welche Verse der Aussagen des Patriarchen Johannes haben dich am meisten beeindruckt?
  2. Welche Prinzipien aus dem Gesetz des Geistes des Lebens in Christus sind dir bei Johannes aufgefallen?

Nach dieser kurzen Einführung in das Leben und die Verkündigung des Petrus, Paulus und Johannes, wollen wir einige Details zum Gesetz des Geistes des Lebens in Christus bedenken. Der Lebenswandel der drei Apostel ist ein aktuelles Zeugnis des Heiligen Geistes und seiner Absichten. Sein Gesetz ist kein forderndes und drohendes Strafgesetz, sondern eine ermutigende Beschreibung der Ordnung des neuen Lebens'.

Da der Geist sich aber nicht selber vorstellt, sondern Jesus, den Sohn Gottes verherrlicht, dominiert die Persönlichkeit Christi das Leben der drei Apostel. Er wurde das Vorbild, der Maßstab und der Motor ihres Lebens. Seine Liebe zu den Elenden, Kranken, Sündern und Ausgestoßenen veränderte ihre Weltanschauung. Seine Demut und seine Heiligkeit, seine Allmacht und seine Hoheit wurden die Grundlinien ihrer neuen dynamischen Lebensordnung. Sie haben begonnen, sein geistliches Reich aufzubauen und auszubreiten, und nicht für sich selbst zu leben.

Gott ist die Liebe;
und wer in der Liebe bleibt,
der bleibt in Gott
und Gott in ihm“

(1.Johannes 4,16).

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