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Home -- German -- The Law of the Spirit -- 032 (John and the Holy Spirit)

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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments

II. Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus
Erkenne den Geist und sein Gesetz am Wandel der von ihm Erfüllten

Johannes, der jüngste der Apostel Jesu, und der Heilige Geist


Johannes gehörte zu den sechs Fischern, die von Betsaida am See Genethsaret weit in den Süden zu Johannes dem Täufer im Jordantal pilgerten, um bei ihm getauft zu werden. Die Wassertaufe bedeutete damals: Buße tun, Sünden vor Gott bekennen und um Vergebung für alle Untaten bitten. Johannes war der Jüngste in dieser Gruppe, noch im Entwicklungsalter, aber geistlich hellwach und bestrebt heilig vor dem HERRN zu leben. Für ihn blieb die Buße mit dem Bekenntnis der Sünden ein Grundpfeiler auch noch für die Gottesfürchtigen in den Gemeinden, bis ins hohe Alter. Er schrieb als Patriarch in der Wirform:

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
'

Johannes bezeugte außerdem in seinem Evangelium den Jubelruf des Täufers, der nach der stellvertretenden Taufe Jesu seinen Jüngern zurief:

„Siehe,
das ist Gottes Lamm,
das der Welt Sünde trägt

(Johannes 1,29.35).

Diese tröstende, aufregende Offenbarung drang tief in das Herz des jungen Johannes ein. Er erkannte dadurch schon früh, dass Jesus aus Nazareth der wahre Messias ist, der sich für die Sünden der Menschen opfern wollte. In seinem späteren Buch der Offenbarung bezeugte Johannes das Lamm Gottes 28mal als einzige Lösung und Antwort Gottes für unsere verdorbene Welt, auch noch in den Wehen der Endzeit.

In dieser Erkenntnis schrieb er seinen Gemeinden:

Wenn wir … im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.

Johannes ging als Seelsorger noch weiter. Falls jemand in der Gemeinde nach dem Empfang seiner Vergebung erneut sündige, jedoch seinen Fall bereue, könne er erneut erfahren, dass Jesus für ihn vor Gott eintrete, solange er seine Sünden mit Scham bekenne.

Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“ (1.Johannes 1,7 – 2,2).

Der junge Johannes hat das Heil für die ganze Welt schon früh erkannt: Christus bleibt nicht nur gerecht, wenn er die an ihn Glaubenden immer wieder rechtfertigt, vielmehr ist er der Heiland aller Menschen in allen Sprachen und in allen Ländern der Erde. Wer an ihn glaubt, empfängt die Reinigung von allen seinen Sünden.

Aus den Schriften des Johannes wird deutlich, dass er der Einzige unter den Nachfolgern Jesu ist, der seinen Herrn zwei-mal in strahlender Herrlichkeit gesehen hat. Das erste Mal sah er ihn vor seiner Kreuzigung auf dem Berg der Verklärung (Matthäus 17,1-13; Markus 9,2-13; Lukas 9,28-36), das zweite Mal nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt auf der Insel Patmos im Mittelmeer, wohin die Römer ihn deportiert hatten (Offenbarung 1,12-19).

Über die erste Begegnung mit seinem Herrn in Herrlickeit formte der Apostel das beherrschende Thema seines Evangeliums:

„Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des einzig geborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit … Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade (Johannes 1,14.16).

Diese „Summe seines Evangeliums“ beschreibt den geistlichen Reichtum im Leben aller Christusnachfolger. Die strahlende Schau der majestätischen Herrlichkeit Jesu prägte das Leben des Johannes und erfüllte sein Unterbewusstsein.

Dann aber musste die Gruppe der Fischer aus Betsaida die Gefangennahme ihres Herrn im Garten Gethsemane erleiden. Sie flohen entsetzt in die Nacht hinein. Der junge Johannes aber versuchte danach, wie Petrus, seinem gefangenen Herrn ins Haus des Hohenpriesters zu folgen (Johannes 18,15.16), und wurde Zeuge, wie Jesus verhört und geschlagen wurde.

Johannes stand am andern Tag tief bewegt mit der Mutter Jesu auf dem Hügel Golgatha unter dem Gekreuzigten: „Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich“ (Johannes 19,26.27).

Am Ostermorgen wollten glaubende Frauen den Leichnam Jesu einbalsamieren, fanden aber seine Grabkammer offen, leer und aufgeräumt. Der brillante Engel, der ihnen die Auferstehung Jesu offenbarte, sandte sie als Botschafterinnen zu den verstörten Jüngern. Da rannten Petrus und Johannes entsetzt zum leeren Grab ihres Herrn. Der Jüngere war etwas schneller als Petrus und schaute als erster in die dunkle Kammer. Als er dann Petrus ins offene Grab folgte, glaubte er an das Wunder der Auferstehung Jesu (Johannes 20,3-10).

Johannes und Maria, die Mutter Jesu, waren bei den Jüngern, die nach der Segnung durch Jesus vor seiner Himmelfahrt zehn Tage lang beteten, dass die Verheißung des Vaters sich an ihnen erfülle. Dies ereignete sich am Festtag der ersten Garben:

„Sie wurden alle erfüllt
von dem heiligen Geist“

(Apostelgeschichte 2,4).

Johannes wurde durch den Heiligen Geist ein sanfter und demütiger Zeuge der Liebe Gottes, die alle Nachfolger Jesu in Liebende verwandelt, falls sie sich dem Geist des Vaters und des Sohnes öffnen (1.Johanes 4,16).

Der jüngste der Apostel hat als Letzter ein ergänzendes Evangelium in der Leitung seines auferstandenen Herrn geschrieben. Der herrliche Jesus hat ihm durch den Heiligen Geist in Erinnerung gebracht, was er zu ihnen gesagt hatte, und was er ihnen sagen wollte, was sie aber damals noch nicht verstehen konnten (Johannes 14,26; 16,12-15). In den Abschiedsreden Jesu erscheinen deshalb große Verheißungen über das Kommen des Heiligen Geistes (Johannes 14,15-17.18-24.25-27; 15,26.27; 16,7-11.12-15 u.a.). Oft wird das vierte Evangelium als das bedeutendste bezeichnet.

Die zweite Begegnung des Johannes mit dem verherrlichten Christus auf der Insel Patmos im Ägäischen Golf verlief dramatisch. Seine Herrlichkeit warf den Patriarchen wie leblos zu Boden. Er schreibt:

Als ich IHN sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und ER legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir:

Fürchte dich nicht!
ICH bin der Erste und der Letzte
und der Lebendige.
ICH war tot,
und siehe, ICH bin lebendig
von Ewigkeit zu Ewigkeit
und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“

(Offenbarung 1,17.18).

Der Heilige Geist hat Johannes durch sein Leben mit Christus vor und nach seiner Himmelfahrt geprägt. Sein Leben war von der Liebe und Wirklichkeit seines Herrn gekennzeichnet.

GEBET: Wir beten dich an, Vater im Himmel, weil Johannes der Täufer bezeugte, dass Jesus dein Opferlamm ist, das die Sünden aller Menschen aus allen Zeiten und Sprachen auf sich genommen und uns mit dir versöhnt hat. Wir danken dir für dieses Gnadenrecht und die Vollmacht der Versöhnung durch Christus mit dir. Amen.

FRAGEN:

  1. Wie hießen die sechs Jünger Jesu aus Betsaida?

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