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Kennen wir den heiligen Geist?
Kurze Erläuterungen zu 335 Texten der Bibel, die über den Geist Gottes reden
TEIL II Der heilige Geist in den Evangelien

2. Offenbarungen des heiligen Geistes bei der Taufe Jesu im Jordan


Die Selbstoffenbarung der heiligen Dreieinigkeit bei der Taufe Jesu Christi
Die Buße Johannes des Täufers


Matthäus 3:8-12
Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! 9 Denkt nur nicht, dass ihr bei euch sagen könntet: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 10 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12 Er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer
(Siehe auch Markus 1,3-13 und Lukas 3,1-22).

Der bedeutendste Prophet im Alten Bund predigte eine kompromisslose Buße, verlangte von allen seinen Zuhörer die willentliche Abkehr von jeder Ungerechtigkeit, forderte von ihnen das Bekenntnis ihrer Sünden in Form der Taufe durch ihr Untertauchen im Jordan, zum Zeichen, dass jeder Mensch schuldig ist und ersäuft werden sollte. Johannes bezeichnete den kommenden Messias als Richter mit einer hochgeschwungenen Axt, der faule Bäume gnadenlos abschlagen und verbrennen werde. Er werde die Tenne fegen, den Weizen ausworfeln und die Spreu im Feuer des Zornes Gottes verbrennen.

Johannes erkannte jedoch, dass seine Wassertaufe mit dem Zerbruch des Stolzes in seinen Nachfolgern die Büssenden in ihrer Substanz nicht erneuern konnte. Deshalb bezeugte er, dass der kommende Messias wahrhaft Bereuende mit dem heiligen Geist, die verhärteten Selbstgerechten aber mit Feuer taufen werde. Der Täufer nannte dabei die stolzen Frommen eine satanische Schlangenbrut, da sie meinten, mit ihren spitzfindigen Gesetzesauslegungen und zahlreichen Verpflichtungen ihr Heil selbst verdienen zu können.

Die Bußpredigt des Täufers war berechtigt, denn der heilige Geist toleriert auch bei Frommen keine Sünde. Deshalb gehört zu jedem Gnadenangebot die schockierende Erkenntnis der eigenen Sünden, eine tiefe Reue, sowie der Hass gegen jede eigene Untat und der Wille sie zu verlassen. Die Glaubenden sollten in der Schule des heiligen Geistes die dunklen Ecken in ihrem Leben aufdecken und ihre Schuld vor Gott bekennen. Erst danach kann sich die Gnadenzusage realisieren: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns“ (1. Johannes 1,8-10).


Die Selbstoffenbarung der heiligen Dreieinigkeit bei der Taufe Jesu Christi

Matthäus 3:13-17
Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's geschehen. 16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herab fahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Als Jesus, der etwa 30-jährige junge Mann, zu Johannes dem Täufer kam, um sich taufen zu lassen, ereignete sich etwas Ähnliches wie bei dem Besuch seiner Mutter Maria bei Elisabeth, der Mutter des Täufers. Der Täufer spürte sofort, als sich Jesus ihm näherte, dass dieser aus dem heiligen Geist Geborene kein Sünder war und keine Bußtaufe brauchte. Er weigerte sich, ihn zu taufen! Jesus aber entschied freundlich, dass seine Taufe unerlässlich war. Warum aber ließ Jesus sich taufen, da er doch sündlos und heilig war? Er wollte alle Gerechtigkeit Gottes erfüllen! Diese bestand darin, dass Jesus die Sünde aller Menschen auf sich nahm und sich stellvertretend für uns, die Ungerechten, taufen ließ. Er war geboren worden, um als Sühneopfer für alle Schuldigen und Verdorbenen zu sterben. Von der ersten Minute seines Dienstlebens an bejahte Jesus seine Sendung zu seiner Stellvertretung für uns in Gottes Gericht.

Deshalb öffnete sich der Himmel weit, deshalb erschien der Geist Gottes in Gestalt einer weißen Taube und deshalb redete Gott selbst! Nachdem Jesus seinen Sühnetod an unserer Stelle bejaht und sein Kreuz bereits vor seinen Lehren und Wundern auf sich genommen hatte, offenbarte sich die Heilige Dreieinigkeit in einzigartiger Weise.

Der Himmel öffnete sich! Er war nicht mehr verschlossen. Der Weg zu Gott wurde damit frei für jedermann. Die Sünde trennte die Verdammten nicht mehr von dem heiligen Gott. Deshalb konnte der gute Geist Gottes ungehindert auf den sündlosen Jesus herabschweben und auf ihm bleiben. Dieses gnädige Herabkommen des heiligen Geistes auf Jesus weist uns hin auf seine Sanftmut und Demut, auf seine Unterordnung unter Gottes Willen und auf seine Liebe zu den Verlorenen. Dadurch wurden die Charaktereigenschaften Jesu und des heiligen Geistes gleichermaßen sichtbar!

Und dann redete Gott selbst! Diese Rede Gottes ist einzigartig. Sie wiederholte sich noch einmal bei der Verklärung Jesu vor seiner Kreuzigung (Matthäus 17,5). Der Vater im Himmel freute sich zutiefst, dass sein geistgeborener Sohn den Hochmut, Egoismus und Aufruhr der menschlichen Rasse in sich überwunden hatte und bereit war, als Sühneopfer anstelle widerstrebender Sünder zu sterben. Der dreimal Heilige durchbrach seine Verborgenheit und redete in einer menschlichen Sprache sein einziges und entscheidendes Wort für alle Staubgeborenen: Dies ist mein lieber Sohn, der mir keinen Kummer, sondern nur Freude macht! Damit bekannte sich Gott, der HERR, als Vater Jesu Christi und bezeugte gleichzeitig, dass dieser, sein lieber Sohn, seinen Willen und Heilsplan präzise durchführe. Jesus ist das vollmächtige Wort Gottes! Ein anderes Wort hat Gott nicht für die Menschheit. In Jesus verwirklichen sich der gesamte Wille und die Kraft Gottes. Er ist der einzig aus dem heiligen Geist Geborene und seine Inkarnation! Wer den heiligen Geist verstehen will, sollte Jesus studieren und ihm nachfolgen.


Die Buße Johannes des Täufers

Johannes 1:29-37
Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! 30 Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich. 31 Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er Israel offenbart werde, darum bin ich gekommen, zu taufen mit Wasser. 32 Und Johannes bezeugte und sprach: Ich sah, dass der Geist herab fuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 33 Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf wen du siehst den Geist herab fahren und auf ihm bleiben, der ist's, der mit dem heiligen Geist tauft. 34 Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn. 35 Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger; 36 und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! 37 Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.

Die Taufe Jesu mit dem Herabkommen des Geistes Gottes in Form einer Taube hat in dem Täufer Johannes eine tief greifende Sinnesänderung hervorgerufen. Dies war das Zeichen, das ihm Gott zuvor eingegeben hatte, an dem er den kommenden Messias erkennen sollte.

Der sehnsüchtig erwartete Messias kam jedoch nicht als Richter mit Feuer und Axt, sondern als sanftmütiges Lamm Gottes, das sich anstelle anderer taufen ließ, die Sünde der Welt auf sich nahm und bereit war für die Ungerechten als Sühneopfer zu sterben! Diese Erkenntnis sprengte den Denkrahmen des feurigen Bußpredigers! Er stammelte nur noch: „Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!“. Von Stund an bezeugte er Jesus als den Einzigen, der Büssende mit dem heiligen Geist taufen werde.

Außerdem bekannte der Täufer als Erster, dass Jesus Gottes Sohn war. Niemand anderes besaß eine größere Liebe und Vollmacht zur Rettung Verdorbener, als der aus dem heiligen Geist Geborene. Johannes war von dieser Erkenntnis so überwältigt, dass er seine eigenen Nachfolger auf das Lamm Gottes hinwies, das allein in der Lage war, sie durch die Taufe mit dem Geist Gottes substanziell zu verändern und zu heiligen.

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