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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 6 - DIE HURE BABYLON UND DIE ANBETUNG GOTTES (OFFENBARUNG 17: 1 - 19: 10) - Das Ende der großen Verführerin und Vorbereitungen zur Hochzeit des Lammes
TEIL 6.1 Das Gericht Gottes über die Hure Babylon (Offenbarung 17, 1 - 18,24)

3. Der Gerichtsengel bezeugt das Ende des Antichristen (Offenbarung 17, 7-9a)


Wer ist der letzte Antichrist,
der war, der ist und der wiederkommt?
(Offb. 17, 8)

Der besondere Grund für das Erstaunen der gottlosen Massen über den Antichristen wird seine angebliche Unsterblichkeit sein. Gleich zweimal innerhalb desselben Verses umschreibt der Gerichtsengel dieses satanische Geheimnis als das besondere Merkmal des Sohnes des Bösen: "Er war und ist jetzt nicht und wird wieder sein" (Offenbarung 17, 8).

Diese chiffrierte Formulierung hat viele Ausleger umgetrieben. Sie fragten sich: Wer wird dieser letzte Antichrist sein? Wann “war er nicht”, und wie wird er wieder kommen? Wir wollen hier einige der zahlreichen Erwägungen notieren:

J. A. Bengel vermutete, dass das frühe Auftreten und Wirken des Antichristen durch den Einfluss der großen Hure zunächst gebremst und gezähmt werde, sodass er seine unmenschliche Herrschaft nicht voll ausüben könne. Nachdem er jedoch die ihn regierende Frau abgeschüttelt und getötet habe, werde er wieder ungehemmt in seiner Bosheit und Brutalität auftreten.

Prälat Hartenstein vertiefte diese Schau und vermutete, dass die Dreiteilung der antichristlichen Biografie auf gravierende Einschnitte in der Weltgeschichte hinweise. Das erste Auftreten des Antichristen weise auf die blutigen Verfolgungen der Juden und Christen in der Zeit des Heidentums (unter Nebukadnezar, Nero und Domitian). Dieser Zeitabschnitt der brutalen Bestialität sei jedoch durch eine oberflächliche Christianisierung im Römischen Reich unter Konstantin dem Großen unterdrückt worden, so dass christliche Ordnungen und Prinzipien die heidnischen Urelemente überlagert hätten. Das neue Heidentum unserer Tage werde aber aufrührerisch den christlichen Firnis abstreifen und eine siebenmal härtere Brutalität an den Tag legen(wie unter Hitler, Stalin, Mao und Chomeini).

Wer unter dem Blickwinkel des Nahen Ostens die Dreiteilung der Biografie des Antichristen bedenkt, dem drängen sich andere Aspekte auf. Messianische Juden in Israel meinen bisweilen, das Tier aus dem Meer stehe für die Palästinenser! Das Reich der Philister sei einst von den Assyrern, Ägyptern, Babyloniern, Persern und Griechen aufgerieben und integriert worden. Längere Zeit existierte es nicht mehr. Erst die Römer hätten das verwüstete Judäa 132 n. Ch. wieder in “Palästina” umgetauft, damit Judäa und Israel von der Landkarte verschwänden und das Reich der Philister wieder auferstehe. Auch die späteren Osmanen und die englischen Mandatsherren hätten den Namen Palästina für das besetzte Gebiet beibehalten. Heute versucht die dort lebende arabische Mischbevölkerung, durch Selbstmordeinsätze und Terror den Staat Palästina gewaltsam wieder herzustellen. Der Philisterstaat “war, war nicht mehr und ist wieder im Werden”. Es sieht aber nicht so aus, als ob Arafat und die muslimischen Palästinenser das weltpolitische Gewicht und die Machtfülle des Antichristen besäßen, höchstens die Bedeutung seines wortgewandten falschen Propheten.

Wer andererseits arabische Christen fragt, wer der Sohn des Verderbens und der große Betrüger (Dadjdjal) sein könnte, bekommt zur Antwort: Das kann nur der Staat Israel sein! Tatsächlich gilt auch für Iihn: "Er war, war nicht mehr und ist wieder geworden”. Der Staat Israel wurde 1032 v. Chr. unter König Saul gegründet. Die Wegführung der Oberschicht der Nordstämme erfolgte 722 v. Chr. Die Juden erlitten ihre erste und zweite Wegführung nach Babylon 597 und 587 v. Chr. Auf Grund der Erlaubnis der persischen Eroberer folgte eine zögernde Rückkehr etlicher Deportierter . Nach der Herrschaft der Griechen entstand für etwa 100 Jahre der Priesterstaat der Makkabäer (167-63 v. Chr.), der von Pompeius zerschlagen wurde. Als jedoch die Israelis immer wieder gegen die römische Besatzung aufbegehrten, zerstörten diese 70 n. Chr. Jerusalem und verwüsteten 132 n. Chr. ganz Judäa. Sie vertrieben beinahe alle Juden aus ihrer Heimat oder verkauften sie auf den Sklavenmärkten der damaligen Welt. Seit diesem Zeitpunkt existierte kein Staat Israel mehr, bis er 1948 (nach 1816 langen Jahren!) wieder gegründet wurde. Zweifellos gilt: Israel war, war nicht und ist wieder auferstanden! Seit 1922 tobt jedoch im Nahen Osten ein erbarmungsloser Bürgerkrieg, in dem die technisch überlegenen Israelis die Terroristenführer der Palästinenser aus ihren Helikoptern wie Hasen abknallen!

Spätestens der Beschluss der Oberrabbiner Israels vom Weihnachtstag 1989 alarmierte weltweit viele mit den Juden sympathisierende Christen, denn er legte fest, dass die Sympathie eines Juden zu Jesus von Nazareth und der Glaube, der Sohn Josefs sei der Messias, zur Annullierung seiner israelischen Staatsangehörigkeit führen sollen. Dieser Gesetzesentwurf ist vom Parlament in Israel noch nicht endgültig beschlossen, aber bereits mehrere Male offen diskutiert worden. Wir werden dadurch daran erinnert, dass bereits im Jahre 97 n. Chr. führende Thorajuristen in Jabne, dem zeitweiligen Sitz des neu geformten Synhedriums entschieden, dass kein Jude gleichzeitig Christ sein könne, da er sonst gegen das erste Gebot verstoße! Wer Ohren hat zu hören, der höre! In Israel entwickelt sich in zunehmender Weise eine antichristliche Großmacht.

Vorsicht vor Kurzschlüssen!
(Offb. 17, 9a)

Die Frage, ob der Antichrist, das Tier aus dem Völkermeer, nun eine Einzelperson oder eine Institution, ein Staat oder eine Religionsgemeinschaft sei, wird immer wieder neu diskutiert. Vermutlich erscheint dieser Geist aus der Tiefe nicht nur als das eine oder andere, sondern ist eine kollektive Inkarnation, die letztlich alle Bereiche des Lebens umfasst, Institutionen wie Personen. Der Patriarch Johannes schrieb zu seiner Zeit: "Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist" (1. Joh. 2, 18)

Die Zwischenbemerkung in der Rede des Engels, "Hier ist Sinn, zu dem Weisheit gehört" (Offenbarung 17, 9a), will uns vor schnellen Urteilen bewahren. Wir müssen bekennen, dass es uns an Weisheit und Verstand mangelt und dass wir Leitung und Erkenntnis von Jesus erbitten sollten, damit wir niemanden verführen und auch nicht versäumen, die Gemeinden zu warnen. Jakobus, der Bruder Jesu, ermutigt uns: "Wem es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden." (Jakobus 1, 5)

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