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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 5 - DER ANTICHRIST UND DAS LAMM GOTTES (OFFENBARUNG 13:1 - 16:21) - Christus inmitten seiner Märtyrer trotz des Antichristen und der Zornschalengerichte
TEIL 5.3 Der falsche Prophet erscheint (Kap. 13, 11-18)

1. Das Tier aus der Erde! (Offb. 13, 11-12)


11 Und ich sah ein zweites Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner wie ein Lamm und redete wie ein Drache.

12 Und es übt alle Macht des ersten Tieres aus vor seinen Augen, und es macht, dass die Erde und die darauf wohnen, das erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde heil geworden war.

Während Johannes der Seher auf der Insel Patmos zutiefst erschüttert über die Bestie aus dem Meer nachdachte und betend seiner Gemeinden auf dem Festland im Osten gedachte, sah er plötzlich in einer neuen Vision auch in den Bergen Anatoliens ein Tier aus den Höhlen heraufsteigen. Es stammte nicht von den Menschen auf der Erde ab, sondern erschien als eine weitere Kreation Satans direkt aus der Unterwelt. Das Tier aus der Erde sah nicht erschreckend aus wie das Ebenbild des Drachen mit seinen sieben Köpfen und zwölf Hörnern. Vielmehr trat dieser Teufelsgeist wie ein sanftes Lamm auf. Seine zwei Hörner allerdings zeigten, dass es kein weibliches Lämmlein, sondern ein Widderlamm war. Es konnte seine Identität nicht ganz verbergen. Es erschien zwar wie ein Lamm, aber war ein Böcklein. Vollends seine Stimme mähte nicht wie ein Lämmlein, sondern fauchte und röhrte wie ein Drache. Seine Stimme verriet es. Es war ein junger Drache in Schafskleidern. Es zeigte sich äußerlich zwar sanft und demütig war aber innerlich voll reißender Gier und Zerstörungslust.

Das Lamm mit der Drachenstimme

Auch bei dem Tier aus der Erde zeigte sich der Nachahmungsversuch Satans. Er wollte das Lamm Gottes imitieren. Das Lamm, das erwürgt war, blieb jedoch sein Gegenüber, sein Bezugspunkt und sein Überwinder. Es kam von dem Sieger auf Golgatha nicht los. Die Bezeichnung ”Lamm oder Lämmlein” steht im Buch der Offenbarung Christi 28 Mal als Bezeichnung für Jesus. Damit wird der Charakter des Sohnes Gottes genau beschrieben. Das Passahlamm in Ägypten, welches das Volk der Israeliten vor Gottes Zorn rettete (2. Mose 14, 22-23 und 27), oder der leidende Gottesknecht, der wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt wurde und seinen Mund nicht auftat, dafür aber alle unsere Krankheiten und Sünden mit seinem Tod an unserer Stelle sühnte (Jes. 53, 4-12), erklären den Aufschrei Johannes des Täufers: “Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt” (Joh. 1, 29 und 36).

Der Böse hätte gerne ein Lamm produziert, wie er es bei seinem ersten Drachensohn mit seiner geheilten Todeswunde versucht hatte, aber was bei der erneuten Schöpfung nochmals herauskam, war wieder ein Drachengeist, diesmal in Lammeskleidern, mehr nicht. In Satan und seinen Nachkommen wirkt keine Liebe, die mit und für andere leidet. Aus dem Schafspelz dröhnt die Drachenstimme.

Die satanische Dreieinigkeit

Manche Ausleger sprechen von einer satanischen Dreieinigkeit: Dem Urdrachen, dem Drachensohn und dem Drachengeist, die in einer scheinbaren Einheit miteinander dasselbe Ziel haben, die Weltherrschaft mit List und Gewalt zu erlangen. Einige Ausleger nennen die Dreiheit der Hölle auch Antigott, Antichrist und Antigeist. In ihnen kommt die Bosheit zur vollen Auswirkung. Sie erlösen keinen Menschen, sondern binden ihn in ihren Geist hinein. Sie schaffen keinen Frieden in den Herzen, sondern verursachen Aufruhr und Selbstzerstörung. Was sie einigt ist der Haß gegen Gott den Vater, Jesus seinen Sohn und den Heiligen Geist. Sie wissen, dass sie schon gerichtet sind und ihnen nur noch wenig Zeit bleibt (Joh. 3, 18 u.a.).

In dieser Spannung treibt der falsche Prophet dem Drachensohn viele Anbeter, erfüllt mit seinem Drachengeist, zu. Er ahmt den Heiligen Geist nach, der allezeit Jesus verherrlicht und nicht sich selbst (Joh. 16, 14). Er hat die Vollmacht der Bestie aus dem Meer empfangen, um die Bewohner der Erde zur Anbetung des Satanssohnes zu treiben. Er führt diese Aufgabe nicht selbständig und unabhängig durch, sondern in der Gegenwart des Antichristen, der ihn ständig überwacht. In der satanischen Dreiheit gibt es keine Freiheit, noch Vertrauen, nur Kontrolle und genaue Beobachtung. Letztlich regiert dort die Angst und das Misstrauen.

So wie der Heilige Geist Jesus verherrlicht, verherrlicht der Sohn auch den Vater. In der himmlischen Dreieinigkeit gibt es keine Selbstbeweihräucherung, keinen Stolz und keinen Hochmut, denn unser Gott ist demütig. Jesus sagte: Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden in euch selbst (Mt. 11, 32). Aus diesem Grund hat sein Vater ihm alle Gewalt im Himmel und auf Erden anvertraut, ohne eine Palastrevolution fürchten zu müssen. Sein Sohn hatte sich aus Liebe für unwürdige Sünder geopfert! Er lebte nicht für sich selbst. In diesem Sinne hat Jesus auch dem Heiligen Geist die Macht gegeben (Joh. 16, 14-15), seine bluterkaufte Gemeinde aufzubauen und ihre Glieder mit dem Lammesgeist zu erfüllen. Die Demut ist eines der Geheimnisse der heiligen Dreieinigkeit. Wer nicht demütig werden will, kann den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist nicht verstehen.

Eine Anbetung aus Angst

Satan, sein Sohn und sein Geist aber sind hochmütig. Allah im Islam wird im Qur’an der Hochmütige, der Stolze genannt (Sure 59, 23). Er heißt auch der Listigste von allen (Suren 3, 54; 8, 30). Muhammad ist sein Prophet und voll unreinen Geistes. Er sagte: Krieg ist nichts als Betrug. Übereilte Schwüre können wieder gebrochen werden! Sein Ziel bleibt die Unterwerfung der Welt unter den Islam. Dazu lesen wir im Qur’an: Kämpft mit der Waffe bis es keine Versuchung (zum Abfall vom Islam) mehr gibt und die Religion Allahs allein herrscht (Suren 2, 193; Sure 8, 39). Muhammad war ein falscher Prophet, der für seinen Antigott gegen den Sohn Gottes kämpft. Muhammad will alle Menschen zur Anbetung Allahs freiwillig oder gezwungen führen. Über 300 Mal lesen wir in seinen Anweisungen zum heiligen Krieg von intensiven erniedrigenden, schmerzhaften und übergroßen Qualen, die sein Ziel, die Islamherrschaft über alle Kontinente, durchsetzen sollen. Alle Ungläubigen (außer Juden und Christen) haben theoretisch nur die Wahl der Unterwerfung oder den Tod. Bisweilen wird die Tötung in Sklaverei umgewandelt, um die Ungläubigen Tag und Nacht zu quälen.

In Offenbarung 13, 12 lesen wir, dass der Drachensohn die Aktivitäten seines falschen Propheten verursache und steuere. Das Tier aus der Erde ist dem Tier aus dem Meer untergeordnet. Es wird satanisch inspiriert und geleitet. Eine der Aufgaben des falschen Propheten ist, die Erde dem Tier zu unterwerfen. Diese eigenartige Formulierung zielt nicht auf die Menschen allein, sondern auch auf die Elemente und Tiere, auf die Elektronen und Neutronen, auf die Bakterien und die Vulkane. Alles soll mit dämonischem Drachengeist durchsetzt und infiziert werden. Paulus schreibt von den bösen Geistern unter dem Himmel (Eph. 6, 11-13) und wusste, dass “die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstigt” (Röm. 8, 22). Die Weltherrschaft Satans ist nicht oberflächlich, sondern geht aufs Ganze. Die ganze Welt liegt im Bösen (1. Joh. 5).

Vor allem aber treibt der falsche Prophet die Bewohner der Erde zur Anbetung des satanischen Sohnes. Das Ziel bleibt dasselbe: Hingabe, Auslieferung und Unterwerfung! Der falsche Prophet will die Totalherrschaft des Drachensohnes auf allen Kontinenten durchsetzen. Dazu ist ihm alle Gewalt des Tieres aus dem Meer und damit die Vollmacht Satans gegeben worden. Das ist eine gewalttätige Dreieinigkeit, ohne eine rettende oder erlösende Liebe. Die Anbeter sind nicht frei den Sohn Satans nicht anzubeten. Sie müssen sich ihm unterwerfen. Sie sind seine Anbetungssklaven. Im Arabischen hängt das Wort Anbetung und Anbeter aufs engste mit dem Begriff Sklaverei und Sklaven zusammen. Wir in den mehrheitlich christlichen Ländern wissen nicht mehr zu welch großer Freiheit uns Jesus der Sohn Gottes befreit hat.

Die Propagierung des Heilungswunders

Das spezielle Mittel, mit dem der falsche Prophet naive Menschen einfängt, ist die propagandistische Darstellung des Heilungswunders der Todeswunde beim gewalttätigen Sohn des Bösen. Seit sein Vater ihn heilte und wiederbelebte wird er als unsterblich, unbesiegbar und allmächtig dargestellt (Offb. 13, 12). Diese falsche Aussage vom ewigen Leben des Antichristen fasziniert die Menschheit und treibt sie zu seiner Anbetung. Sie hoffen von seiner Auferstehungskraft erfüllt zu werden.

Christus aber sagte noch zu seinen Lebzeiten auf Erden: Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden es sei denn, das Zeichen des Jonas. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein (Mt. 12, 39-40; Kap. 16, 4 und andere).

Jesus prophezeite damit seine Auferstehung von den Toten und bezeichnete sie als das wichtigste Zeichen für die Menschheit. Warum bezeugen wir Christen so wenig den Sieg Christi über den Tod? Warum überlassen wir dem falschen Propheten die Darstellung der dämonischen Heilung des Antichristen der nicht ewig, sondern endlich ist? Die Auferstehung Christi versichert uns, dass Jesus sündlos und heilig ist, dass Tod und Satan kein Recht und keine Macht an ihm fanden, dass sein Sühneopfer für alle Menschen von Gott akzeptiert wurde und dass Jesus ewig lebt. In ihm ist unsere Auferstehung und das ewige Leben verborgen! Außerhalb von ihm lauern Tod, Hölle, Verdammnis und Verzweiflung. Wir müssen uns vom Heiligen Geist führen lassen, den Sieg Jesu Christi klarer und deutlicher zu verkündigen. Er ist wahrhaftig auferstanden! Der Antichrist nicht. Er fährt in den Abgrund zurück.

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