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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.5 Entscheidende Entwicklungen nach dem Blasen der siebten Posaune (OFFENBARUNG 12: 1-17)

2. 
Der feuerrote Drache erscheint persönlich (Kap. 12, 3-4)


3 Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, 4 und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind frässe.

Mit schreckgeweiteten Augen voller Entsetzen sah Johannes am Himmel plötzlich ein neues Bild auftauchen, einen mächtigen, feuerroten Drachen mit sieben sprechenden Köpfen und einem mächtigen Schwanz. Der Seher stammelte: Siehe! Siehe!, er kommt persönlich, der Feind Gottes, der Böse, in seiner Urgestalt!

Er musste erscheinen, weil der einzige, der ihn völlig bezwingen konnte, der Sohn Gottes, aus der Heilsgemeinde des Alten Testamentes geboren werden sollte. Der Mörder von Anfang an wollte den Gottmenschen vernichten und ausrotten, indem er ihn in der ersten Sekunde seines irdischen Lebens auffraß. Der Drache beachtete die gebärende Mutter zunächst nicht weiter. Die Mutter erschien ihm ungefährlich, versuchlich und schuldig. Sie allein würde er jederzeit schnell überwinden. Aber ihr geistgezeugter Sohn bedeutete für den Feind Gottes die höchste Alarmstufe. In dem Kind wohnte die Fülle der ganzen Gottheit leibhaftig. So plante der feuerrote Drache eiskalt und brutal den Mord an dem Neugeborenen. Um das Kind zu fressen, war er erschienen. Er wollte ihn mit seinen Zähnen zermalmen und ihn in sich verdauen. Normalerweise blieb der Böse verborgen, aber um der Vernichtung seines Herausforderers willen erschien er persönlich.

Die Farbe des Drachens war feuerrot. Auch der liebende, heilige Gott war Johannes im tiefen Rot des Karneols und im durchsichtigen Weiß des Kristalls erschienen, umgeben von einem Energiegürtel in der Farbe des Smaragds (Offb. 4, 3). Unser Gott erscheint als heiligen Liebe in einer umfassenden Allmacht, während der Drache flammenrot erschien im Zeichen der Wut, des Grimmes und des Hasses. Das kristallklare Licht der Heiligkeit fehlt ganz in seiner Erscheinung. Der Böse glich in dem vernichtenden Feuer, aus dem er stammt.

Wir wollen hier nicht die Tiefen Satans erkennen, wie die Spiritistin in Thyatira (Offb. 2, 18-29), sollen aber festhalten, dass der Urmörder den Fürsten des Lebens vernichten wollte.

Seltsamerweise tragen Kardinäle, Bischöfe und andere Würdenträger verschiedener Kirchen häufig scharlachrote Amtsroben. Ob sie damit ihre Überkleidung mit der heiligen Liebe Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, bezeugen wollen, oder sich unbewusst die Farbe Satans anlegen? Luther soll den Teufel einen Affen Gottes genannt haben. Des Teufels feuerrote Erscheinung hat jedoch nichts mit dem blutroten Leuchten der Liebe Gottes und dem kristallenen Weiß der Heiligkeit zu tun. Das Rot des Bösen ist vielmehr das Gegenteil der hoheitsvollen Liebe dessen, der auf dem Thron sitzt. Der Mensch wiederum wurde nach dem Bild Gottes geschaffen und soll Gottes Tugenden widerspiegeln und nicht dem zornroten Drachen gleichen.

In China wird der Drache tausendfach abgebildet und als Symbol für Kraft, Glück, Erfolg und Frieden angesehen. Der chinesische Drache wird hoch verehrt und an Festtagen in vielen Formen dargestellt. Zahlreiche Chinesen leben bewusst „im Drachen”. Die dominierende Farbe ihrer Kultur ist längst nicht mehr Gelb, sondern Rot. Beim Rot der Straßenampeln müssen die Autos in China anfahren, bei Grün aber stehen bleiben, da Rot als die Farbe der Zukunft und des Fortschritts gilt. Ein Fünftel der Menschheit sind heute Chinesen. Gott sei Dank leben unter ihnen 60 Millionen Christen, was etwa fünf Prozent der Bevölkerung ausmacht. Der rote Drache verfolgt diese Christen, wo immer er kann !

Der Mörder von Anfang an inspiriert schwangere Frauen und Mädchen in allen Ländern der Erde, unerwünschte Embryos im Mutterleib, zu zerschneiden, zu vergiften oder anderweitig zu vernichten. Mit den heutigen Dimensionen der Abtreibung gelang es ihm, den größten Massenmord aller Zeiten zu inspirieren. Die Kinder des Unglaubens atmen seinen mörderischen Geist ein und tun, was er ihnen sagt. So sind wir ein Geschlecht von Mördern geworden!

Das furchterregende Monster am Himmel hatte sieben Köpfe. Die sieben Mäuler dieses Nimmersatts können viele Seelen verschlingen, seine vierzehn Augen können viel sehen und seine Ohren viel hören. Er ist der allpräsente Fürst dieser Welt (Joh. 12, 31; 14, 30; 16, 11), der in seinem destruktiven Geist die verschiedensten Begabungen vereint. Staatsmänner und Religionsführer, Dichter und Denker, Wirtschaftsbosse und Arbeiterführer, Zauberer und Lügner, Strategen und Spione, Terroristen und Friedensfreunde arbeiten mit ihren vielfältigen Begabungen bei ihm in Politik und Religion, in Kultur und Zeitgeist mit. Das Reich des Bösen umfasst Scheindemokratien und brutale Diktaturen, altertümliche Königreiche und selbstbewusste Stammesverbände. Der Fürst dieser Welt spielt alle gegen einander aus und hält sie fest an der Kandare. Sieben verschiedene Köpfe wachsen aus seinem machthungrigen Leib heraus, die auf die Vollzahl aller Ideen und Mächte des Bösen deuten. Das Lamm Gottes aber hat nur einen Kopf und einen Sinn, erfüllt mit Liebe und Wahrheit.

Zehn Hörner besitzt dieser Drachen als Zeichen seiner Kraft und Macht. Ob jedes Haupt nun ein Horn, kein Horn oder zwei Hörner besitzt, wird hier nicht gesagt. Zehn Hörner bedeuten jedenfalls die Totalität der irdischen politischen Macht (Dan. 7, 7. 20-25; Offb. 13, 1; 17, 3. 7). Diese Macht Satans realisiert sich in List und Gewalt, so wie der Qur’an von Allah selbst sagt, er sei der Listigste von allen! (Suren 3, 54; 4, 142; 8, 30; 59, 23). Diese koranische Aussage wird von den meisten Übersetzern und Kommentatoren so umgedeutet, als stehe da, Allah sei der größte „Strategen und Planer“ oder „Ränkeschmied”. Und doch ist im arabischen Qur’an eindeutig von „List“ die Rede.

Satan vereint und regiert zehn Mächte, die er mit seinem aufrührerischen Ungeist erfüllt und beherrscht. Das Lamm Gottes dagegen trägt sieben Hörner als Zeichen seiner sanftmütigen Vollmacht im Himmel und auf Erden (Offb. 5, 6).

Der feuerrote Drache hat auf seine sieben Häupter sieben Kronen gesetzt, als ob er im Himmel und auf Erden absoluter Herrscher sei. Vielleicht deuten die sieben Diademe auf sieben Fürsten, die ihm ihre Macht zur Verfügung stellen und eines Sinnes mit ihm sind. Alle irdische Würde, Ehre, Macht, Kraft und immanente Pracht sind in Satan vereint. Er bot Jesus frech alle Reiche der Welt an, falls er vor ihm niederfalle und ihn anbete (Mt. 4, 8-11).

Der König von Thailand hat über seinem Thron sieben Kronen, der Größe nach geordnet, wie eine Pyramide aufgehängt zum Zeichen, dass alle Landesfürsten ihm ihre Kronen übergaben und er nun als Gott-König über sie herrsche.

Die sieben Köpfe, zehn Hörner und sieben Diademe Kronen untermauern den Anspruch Satans auf die Weltherrschaft. Paulus nennt ihn den Gott dieser Welt, der den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, dass sie nicht sehen, das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes (2. Kor. 4, 4).

Wer die Erscheinung Satans in der Offenbarung bedenkt, sollte den roten Drachen nicht mit den zwei Tieren aus (Offb. 13, 1-18) verwechseln, die ihm ähneln. Die beiden Tiere stammen zwar von ihm ab, haben aber andere Aufgaben. Nicht Satan ist der letzte Herausforderer Christi, sondern der Antichrist. Satan kämpft gegen Gott selbst. Er stellt die Gerechtigkeit des Vaters in Frage, weil er Sünder gerecht spricht (Röm. 1, 17; 3, 23-26 u. a.), das auserwählte Volk Israel verwirft und sterbliche Geschaffene mit dem ewigen Leben begabt. Der Kampf zwischen Satan und Gott um die Macht und die Herrlichkeit ist im Grund genommen ein Streit für und wider die Heiligkeit der Liebe Gottes, der tief in das Wesen des Himmels hineingreift. Satan wirkte deshalb immer wieder auch im Himmel (Hiob 1, 6 -12; 2, 2-7; 1. Chr. 21, 1; Sach. 3, 1; Lk. 10, 18; Joh. 12, 31; Offb. 12, 7-11).

Der entsetzlich großer Abfall

Wie intensiv der Kampf zwischen Gott und Satan tobt, erkennen wir an dem Nebensatz, dass der feuerrote Drache mit seinem Schwanz ein Drittel aller Sterne des Himmels von ihrem Schöpfer wegfegt und auf die Erde wirft. Sollten mit den Sternen Engel bezeichnet werden, so wäre der Einfluss Satans auf die Ewigkeit katastrophal. Er wäre mit seinem Hochmut, seiner Machtverblendung und mit dem durch ihn gesäten Misstrauen enorm erfolgreich und hätte viele Diener Gottes auf seine Seite gezogen und sie in Teufelsengel verwandelt.

Sollten die Sterne jedoch Gemeindeleiter, Bibelschullehrer oder andere Verantwortliche in den Gemeinden bedeuten (Offb. 1, 20), so können wir nur niederknien und beten: Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen (Mt. 6, 13). Wir sollten uns nicht selbstsicher mit Satan beschäftigen, um ihn zu verstehen, sondern uns selbst und unser Haus ständig unter die Besprengung des Blutes Christi stellen, damit der böse Feind keine Macht an uns finde.

Falls der Text bedeutet, dass ein Drittel aller Theologen, Amtsträger und Bischöfe Nachfolger Satans werden, so wäre zu fragen, wie so etwas nur möglich ist? Wer die Methoden Satans in der Bibel studiert, findet deutliche Antworten auf diese Frage:

Der Versucher erschütterte schon das Vertrauen Evas in die Liebe Gottes und weckte in ihr den geilen Hochmut, groß und allwissend wie Gott zu werden! Eva wollte Gott und Satan, dem Guten und dem Bösen, gleichzeitig anhangen.

Was aber war die Konsequenz aus ihrem egozentrischen Begehren? Sie erkannte nicht mehr, dass sie bereits nach Gottes Bild geschaffen war und er ihr das Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis „des Guten und des Bösen” nur deshalb verboten hatte, damit sie nicht böse wie Satan werde.


 Der Verführer kam auch persönlich zu Jesus und bekannte heuchlerisch dessen Gottessohnschaft, machte jedoch zugleich eine Frage daraus. Die Infragestellung biblischer Wahrheiten ist eines der Einfallstore für dämonische Zweifel, Selbsterlösungsversuche, Stolz und Gier nach Macht. Jesus ließ sich jedoch nicht von seinem Weg zum Kreuz abziehen; er ließ sich nicht zu Selbstmitleid oder frommer Eigenleistung verführen, selbst dann nicht, als Petrus, der Sprecher seiner Jünger, ihn dazu aufforderte (Mt. 16, 23). Jesus erkannte jedes Mal die versuchende Stimme Satans und stellte ihr dies göttlichen Prinzipien des „Es steht geschrieben!” Oder des „Gehe weg von mir, Satan!” entgegen.

Heute fallen viele Diener Christi in Sünde, Unglauben und Unehre, weil sie sich unbiblischem Sex, dem Vertrauen auf Geld und oder dem Hochmut öffnen. Sie haben nicht das ABC der Nachfolge Christi eingeübt:

Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

Wer diesen Ratschlag Jesu zu umgehen versucht, kann seine Auslegung kaum nachvollziehen:

Wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten! (Mk. 8, 34-37; Mt. 16, 24-26; Lk. 9, 23-275).

Diener Christi müssen sich tief beugen und dürfen keine Ehre von Menschen annehmen, außer ihrer Rechtfertigung durch den Gekreuzigten. Er ist unser einziger Ruhm (1. Kor.1, 31; 2. Kor. 10, 17). Wer seine eigene Ehre schaufelt, verliert seinen Glauben (Joh. 5, 44; 12, 42-43; 1. Thess. 2, 6-7).

Aber Satan hat auch andere Gesichter, andere Listen, mit denen er Menschen zielstrebig zum Abfall verführen will:

Der Humanismus ist ein tödliches Virus, das viele Menschen gegen die Erkenntnis immun macht, dass sie Buße tun müssen. Kein Mensch ist gut, und kein Mensch kann sich durch mehr Bildung höher entwickeln. Sondern der Mensch ist böse von Jugend auf und erhält allein durch Christi Blut und Gerechtigkeit das Vorrecht, durch den Heiligen Geist erneuert zu werden.

Der Rationalismus in Europa stellt eine intelligente List Satans dar, mit der er so manchen Theologen in die Hölle stolpern lässt, der meint, klug genug zu sein, Gottes Wort zu analysieren, zu kritisieren und durch menschliche Gedanken zu ersetzen. Wie sind viele Theologen doch naiv geworden!

Der Synkretismus ist ein lähmendes Gift, das vor allem international denkende Christen geistlich einlullt. Christus predigte uns Liebe zum Freund und zum Feind. Er lehrte dabei aber keine multikulturelle Gesellschaft, sondern brachte das Reich Gottes, das alle anderen Religionen und Kulturen zerschlägt und überwindet (Dan. 2, 44; 7, 14, 27; Offb. 11, 15 u. a.).

Wir müssen um die Gabe der Geisterunterscheidung bitten, damit wir die lauernden Verführungen Satans von Gottes Wort trennen können. Keiner von uns ist in der Lage, dem Vater der Lüge von sich aus zu widerstehen, es sei denn, er wir bleiben „in Christus”, unserem Schutzraum, und er in uns. „Er führet uns auf rechter Straße um seines Namens willen” (Psalm 23, 3).

Der Teufelsdrache in der Vision des Johannes, stand vor der sich in Schmerzen windenden Gebärerin, um ihr neugeborenes Kind sofort zu verschlingen. Er wollte den Plan des Vaters zunichte machen, durch seinen Sohn die Welt von Satans Gewalt zu erlösen.

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