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durch alle Kreatur
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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

Buch 2 - DIE INTHRONISIERUNG JESU CHRISTI NACH SEINER HIMMELFAHRT (OFFENBARUNG 4:1 - 6:17)
Die zweite Vision 
der Offenbarung
 Jesu Christi

TEIL 2.2 Die Inthronisierung 
Jesu Christi 
durch die Verleihung 
der versiegelten Buchrolle (Offenbarung 5:1-14)


3. Die Anbetung des Lammes 
durch alle Kreatur 
(Offenbarung 5,8-14)

Der Schreiber des Hebräerbriefes faßt diese verschiedenen Opferordnungen in einem einzigen Satz über das Selbstopfer Jesu Christi zusammen:

Mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden (Hebr. 10,14).

Das zweite Argument, das die vierundzwanzig Ältesten für die rechtsbegründete Würdigkeit des Lammes zum Öffnen des versiegelten Buches vor-brachten, heißt: Du hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen

Im griechischen Urtext steht in diesem un-vollständigen Satz nicht, „wen oder was“ das Lamm mit seinem Blut für Gott erkauft hat. Viele Übersetzer ersetzen das fehlende Wort mit „Menschen“, mit „uns“ oder mit „Gemeinde“. Dies sind erklärende Ein-fügungen.

Den vierundzwanzig Ältesten war nicht vorrangig wichtig, wer oder was erkauft wurde. Wichtig war zunächst der abgeschlossene Kaufakt an sich. Durch das heilige Sühneblut Christi konnte Unhei-liges für Gott erkauft und geheiligt werden. Durch den Fürtod Jesu werden Belastete und Verbrecher frei. Vielleicht könnte man für das fehlende Objekt auch „alle Auserwählten“ einsetzen, oder „alle, die dein Opfer akzeptieren und daran glauben“. Die Kauf- und Heiligungskraft des Blutes Jesu Christi ist größer und weitreichender, als wir wissen.

Petrus hat dieses Geheimnis präzise beschrieben: Ihr wißt, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes (1. Petr. 1,18-19).

Wer das glaubt und daran festhält, ist ein Eigentum Jesu Christi geworden, der uns für seinen Vater freigekauft hat. Wir gehören nun nicht mehr uns selbst, sondern für immer Gott und seinem Lamm.

Der Freikauf vom Sklavenmarkt der Sünde und aller Bindungen (Mt. 20,28) hat nicht nur den wieder-geborenen Christen ein Recht auf Freiheit und ein Recht zur Heimkehr ins Vaterhaus gegeben, sondern allen Menschen aus allen Erdteilen.

Zuerst gilt dieses Vorrecht jedem Juden und jedem Israeliten aus den zwölf Stämmen des Alten Bundes, auch wenn die meisten von ihnen ihr Recht mißachten oder verwerfen.

Das Recht zur Freiheit von Schuld und Sünde und die Möglichkeit der Heimkehr zu Gott, dem Vater, gelten aber auch den 11.874 ethnischen Volksgruppen, von denen erst etwa die Hälfte evangelisiert wurde.

Diese teure Umsonstgnade steht auch allen größeren und kleineren Sprachgruppen offen, von denen bis heute 6.528 bekannt sind. Immer noch gibt es 4.500 Sprachen, in die kein Text der Bibel übersetzt wurde!

Zuletzt gilt dieses Recht den 193 Nationen der Erde, in denen diese Sprachen und Volksgruppen zusammengefaßt sind. Aber in den islam-dominierten Staaten, in Israel oder in China, ebenso in Indien oder in Ländern mit buddhistischen Mehrheiten ist Mission mit dem Evangelium unerwünscht und bisweilen strikt verboten. Im Qur’an wird die Evangelisation der Muslime als ein größeres Verbrechen als der Totschlag bezeichnet (Suren 2,216-218+193; 8,39; 9,28-29).

Es muß bemerkt werden, daß das Lamm Gottes nicht jeden Menschen aus allen Stämmen, Spra-chen, Völkern und Staaten freikaufen kann, sondern nur die Herausgerufenen. Das ist die Auswahl derer, die dem Ruf des Lammes gehorsam folgen. Jesus sagte:

„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins.“ (Joh. 10,27-30)

Wer nicht bereit ist, sich in ein sanftmütiges und gehorsames Schäfchen verwandeln zu lassen, son-dern es vorzieht, ein eigensinniger Bock zu bleiben oder ein reißender Wolf zu werden, den zwingt der gute Hirte nicht, ihm nachzufolgen. Jesus liebt alle Menschen und bietet allen sein Recht auf das Heil umsonst an. Gerade deshalb zwingt er niemanden, sich ihm anzuvertrauen.

Islam dagegen bedeutet Unterwerfung unter Allah und unter Muhammad. Ob einer will oder nicht, Allah hat die Seelen und den Besitz aller Muslime gekauft, damit sie sich durch ihren Gehorsam gegenüber dem Qur’an das Paradies verdienen. Deshalb müssen sie im Heiligen Krieg kämpfen. Sie „töten und werden getötet“ und hoffen, daß Allah sie als Märtyrer akzep-tieren und wegen ihrer Hingabe seine Verheißung erfüllen werde (Sure 9,111).

Muhammad hatte gehört, daß Jesus seine Nach-folger freigekauft habe. Deshalb ließ er auch Allah alle Muslime aufkaufen. Der Unterschied ist jedoch groß! Im Islam müssen die Muslime den Kaufpreis mit ihrem eigenen Blut bezahlen. Im Evangelium aber hat der Sohn Gottes sein heiliges und unbezahlbares Blut für uns vergossen. Welch ein Unterschied! Im Islam herr-schen Werkgerechtigkeit, Eigenleistung und Gewalt-anwendung. Im Evangelium jedoch steht die teure Gnade der Liebe Gottes jedermann zur Annahme offen.

Das dritte Argument für die Würdigkeit des Lammes, das die vierundzwanzig Ältesten in ihrem Anbetungslied vorbrachten, lautet: Du hast sie unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.

Melchisedek war ein Königspriester, der Abraham segnete (1. Mose 14,18-20). Mose führte als Mittler zwischen Gott und seinem Volk sowohl geistlich-prie-sterliche als auch politisch-säkulare Aufgaben durch. David war ein Königsprophet. Er lehrte Generationen von Menschen beten, beichten und loben.

Die Doppelfunktion von politischer und priesterli-cher Autorität gehört bei manchen Religionen und Kulturen zum Amt und Charisma ihrer Führer. Die Pharaonen waren weltliche Herrscher und Medien ihrer Geister in Personaleinheit. Die römischen Kaiser verlangten politischen Gehorsam, aber auch religiöse Anbetung. Muhammad forderte Glauben und Gehorsam gegenüber sich selbst wie auch gegen Allah. Hitler ließ die Massen begeistert „Heil Hitler“ rufen, was letztlich auf ein Heil durch Hitler hinweisen sollte. Der Antichrist wird sich in den Tempel setzen und von Jerusalem aus die Völker beherrschen und gleichzeitig verlangen, von jedermann angebetet zu werden (2. Thess. 2,3-4; Offb. 13,15-17; 20,4).

Wie jedoch eine säkular-geistliche Theokratie unter Jesus Christus aussehen könnte, wird durch seinen Lammescharakter definiert. Alle Priester-Könige oder königlichen Priester in seinem Reich werden vom Lammescharakter durchdrungen sein; andernfalls wären sie Fremdkörper, die nur Schaden verursachten. Die vierundzwanzig Ältesten rühmten, daß Jesus die Menschen, die er aus den Stämmen Israels und aus den Nationen herausgerufen hatte, zu einem Königtum von Priestern gemacht habe. Zugleich blickten sie auf das Lämmlein, das allein würdig war, die siebenfach versiegelte Buchrolle zu öffnen. Irdische Ehre, Machtstreben, Waffen, Steuern, politische Gewalt, Krieg oder eine Weltordnung mit Strafaktionen sind keine Mittel und Methoden der Königspriester Jesu Christi. Sie folgen dem Lamme nach. Jesu Apostel verwirklichten nicht sich selbst, sondern zogen ihre Wolfsnatur aus und wurden von dem Geist des Lammes erfüllt. Ihr Herr hatte ihnen eine große Verheißung offenbart:

Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen (Mt. 5,5).

Jesus hatte nie seinen eigenen Willen durchgesetzt, sondern sich immer seinem himmlischen Vater untergeordnet. Er empfiehlt uns, ihm nach-zueifern. Königspriester werden aus dem Heiligen Geist geboren. Sie sind jedoch nicht schon von Geburt an fähig, ihr Amt anzutreten. In der Glaubensschule Jesu werden sie zuvor in Demut und Sanftmut zu Gebet, Liebe und Hoffnung erzogen, zerbrochen und ermutigt.

Die Königspriester Jesu Christi reden nicht zuerst von sich selbst und ihren Erlebnissen, sondern verherrlichen Gottes Lamm. Sie legen immer wieder ihre Kronen vor dem Opferlamm nieder und bekennen damit, daß ihre Autorität, Kraft und Frucht allein vom Gekreuzigten her kommen.

Als Priester haben sie im Neuen Bund allezeit Zutritt zum heiligen Gott und können vor ihm das Blut des Lammes zur Geltung bringen und den Segen dieses Opfers auf die ihnen Anvertrauten legen. Ihre Fürbitte ist ihre Vollmacht. Ihr Fürdank ehrt das Lamm.

Wir sollten uns überlegen, für welche Menschen in unserer Umgebung Jesus uns die Verantwortung aufs Herz gelegt hat, und den Priesterdienst für sie dann regelmäßig und sorgfältig durchführen. Jesus berief aus sterblichen Sündern seine Mitar-beiter und verwandelte sie in geheiligte Diener Gottes (1. Kor. 3,9; 4,1). Sie leben ewig und werden von ih-rem Herrn immer wieder mit neuen Aufgaben betraut. Dabei gelten feste geistliche Regeln, beispielsweise:

'''Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht (Lk. 16,14). Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht (Mt. 23,12). Alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr‘s empfangen (Mt. 21,22). Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben (Mt. 6,14-15).'''

Das Neue Testament ist das Grundgesetz der Königspriester, der Geist des Vaters und des Sohnes ihre Kraft und das Blut des Lammes ihre Gerechtigkeit.

Johannes bestätigte im Glauben, daß Jesus die ver-schiedenen Gemeindeleiter in Kleinasien und ihn selbst zu solchen Königspriestern berufen habe (Offb. 1,6).

Die vierundzwanzig Ältesten würdigten das Recht des Lammes, das versiegelte Buch zu öffnen - nicht nur, weil Jesus als Opferlamm starb und für Gott aus allen Stämmen und Nationen Menschen erkaufte, son-dern auch, weil er diese Herausgerufenen veränderte und neue Menschen aus ihnen machte. Sie akzep-tierten seine Lammesart; deshalb konnte er sie beauf-tragen, in seinem Geist zu dienen und geistlich über Völker zu herrschen. Ihre Sanftmut wird in Jesu Namen den Hochmut der Überheblichen wie mit eiser-nem Stab zerschmettern (Ps. 2,8-12; Dan. 7,27; Offb. 20,4; 22,5).

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