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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung
BUCH 1 - SIEHE, ICH KOMME BALD! (OFFENBARUNG 1:1 - 3:22)
Teil 1.2 Die erste Vision und ihre Konsequenzen auf der Erde: Die Erscheinung des Menschen-sohnes zur Heiligung seiner Gemeinden (Offenbarung 1:9 - 3:22)
Teil 1.2.2. Die Briefe Jesu Christi an seine sieben Gemeinden in Kleinasien (Offenbarung 2:1 - 3:21)

4. Der Brief Jesu Christi an den Gemeindeleiter in Thyatira (Offenbarung 2:18-29)


OFFENBARUNG 2:24-29
24 Euch aber sage ich, den andern in Thyatira, die solche Lehre nicht haben und nicht erkannt haben die Tiefen des Satans, wie sie sagen: Ich will nicht noch eine Last auf euch werfen; 25 doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme. 25 Und wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, 26 und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen, 27 wie auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater; und ich will ihm geben den Morgenstern. 28 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Den übrigen in Thyatira, die die Tiefen Satans nicht erkannt haben, will ich keine weiteren Lasten mehr auflegen: Die Dämonie der Verführerin wird in dem Gnadenwort Christi an den Rest der Gemeinde in Thyatira deutlich. Nur wenige Gemeindeglieder hatten sich den mitreißenden Offenbarungen Satans verschlossen und sich mit dem einfachen Evangelium begnügt. Sie blieben beständig in der Gnade Jesu Christi, in der Liebe Gottes und in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Diese Treuen im Geist wurden nicht verseucht, weder gedanklich noch körperlich.

Schon Eva war Satan auf den Leim gegangen, als er ihr vorgaukelte, Gott wolle nicht, daß sie das Böse kennenlerne. So verleitete er sie, vom Baum des Guten und des Bösen zu essen. Sie bekam dabei Appetit auf das Böse. Gott, den Guten, hatte sie schon lange kennengelernt. Jetzt wollte sie auch den Bösen erkennen. Als sie in die verbotene Frucht biß, gingen ihr die Augen über ihrer Schuld auf. Sie verlor ihre Gemeinschaft mit Gott, wurde in die Wüste des Lebens vertrieben und wurde sterblich.

So hatte die falsche Prophetin in Thyatira als eine Tochter Evas die Gemeinde in die Tiefen Satans einführen wollen. Sie wurde dadurch zusammen mit allen ihren Anhängern sehr böse. Wer mit okkulten Kräften spielt, sich an Sitzungen, Tischrücken, dem Lesen von Kaffeesatz und anderen dämonischen Versuchungen beteiligt, um das Unbekannte zu erfahren und auszuprobieren, kommt durch seinen neuen Glauben in den Bann des Bösen, wird selbst böse und wird immer mehr von diesem Geist des Bösen erfüllt. Deshalb Finger weg von allen okkulten Praktiken! Wir sollten uns hüten vor allen parapsychologischen Studien und Aktivitäten. Alle Offenbarungen, Stimmen und Visionen, die außerhalb der Bibel erfolgen, sind Lügenoffenbarungen. Jesus allein hat die Tiefen Satans durchschaut, überwunden und offenbart. Seine Offenbarungen genügen uns.

Jesus nannte Satan „den Bösen“ und lehrte die Kinder Gottes zu beten, der Vater solle uns von „dem Bösen“ erlösen, denn keiner von uns ist in der Lage, der List und der Gewalt Satans zu widerstehen. Nur, wenn wir „in Christus“ sind, haben wir die Verheißung, vor dem Bösen bewahrt zu werden.

Jesus nannte den Teufel einen „Lügner“ und den „Vater der Lüge“. Zuvor hatte er ihn als den „Mörder von Anfang an“ entlarvt, der nicht in der Wahrheit steht (Joh. 8,44). Er ist voller List, der Listigste von allen (1. Mose 3,1; vgl. Koran 3,54). Wer nicht in Jesus und unter der Besprengung durch sein Blut bleibt, fällt auf den Durcheinanderbringer herein, verdirbt geistlich und leiblich und wird eine Ursache zur Verdorbenheit für andere.

Jesus nannte Satan den „Fürsten dieser Welt“, der jetzt ausgetrieben wird (Joh. 12,31; 14,30).

Paulus nannte ihn den „Gott dieser Welt“, der die Augen der Ungläubigen verblendet hat, „daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes“ (2. Kor. 4,4).

Johannes sah den Bösen in Gestalt eines „großen, roten Drachen“, der sieben Häupter hatte, zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen. Dieser große Drache ist „die alte Schlange“, die da heißt „Teufel“ und „Satan“, der die ganze Welt verführt (Offb. 12,3+7+9).

Es besteht kein Bedarf für die Gemeinde, sich an spiritistischen Sitzungen zu beteiligen, weil die Bibel den Bösen schon lange entlarvt hat. Wer sich trotzdem an dämonischen Praktiken beteiligt, gerät unter den Bann des Bösen und fällt immer tiefer.

Die Gemeinde kennt die Befreiung von der Macht des Bösen und hat eine andere Zielsetzung als die Tiefen Satans zu erforschen: Sie soll die Tiefen der Gottheit erfahren und sich darin üben, in das Bild des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes verwandelt zu werden.

Der Heilige Geist ist es, der die Tiefen der Gottheit erforscht (1. Kor. 2,10). Dieser Geist ruft: „Abba, lieber Vater!“ Er zeigt uns, daß der allmächtige, heilige und herrliche Schöpfer Himmels und der Erden unser Vater ist, bei dem wir eine völlige Geborgenheit erfahren und von dem wir sein ewiges Leben empfangen.

Der Heilige Geist hilft uns auch, Jesus als den Sohn Gottes zu erkennen, Reinigung von unseren Sünden durch sein Blut zu erfahren und an die Herrschaft Christi zu glauben. In Christus ist die Liebe Gottes offenbar geworden. Sein Licht, sein Leben, seine Wahrheit, sein Weg, seine Königsherrschaft und seine Auferstehung sind genug für uns. Wir brauchen keine anderen Geistererfahrungen neben ihm.

Jesus senkt in uns seinen Heiligen Geist, den Tröstergeist, den Frieden, den die Welt nicht kennt. Er ist die Kraft Gottes, das Licht und das Leben, die Freude und die Geduld, die Wahrheit und die Reinheit. Er gibt die Kraft zur Liebe. Wer sich von Jesus und seinem Geist in die Tiefe der Gottheit hineinführen läßt, erfährt die Wahrheit des Wortes, das Johannes in seinem Brief schrieb: „Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“ (1. Joh. 1,7).

Haltet fest, was ihr habt, bis ich komme: Jesus sagte dem heiligen Rest der Gemeinde in Thyatira, der sich von der falschen Prophetin distanziert hatte: „Ihr habt genug gelitten unter dieser Drachentochter. Ihr habt ihren listigen Versuchungen nicht vertraut. Ich will euch keine weitere Prüfung, Last oder Verfolgung auferlegen. Werdet jedoch nicht hochmütig und denkt nicht, ihr wärt besser als die Verführten, denn ich habe euch bewahrt. Ihr habt keine andere Ehre als meine Gnade allein. Bleibt in meiner Gnade, bis ich wiederkomme. Ihr steht auf der Seite des Siegers“. Der Herr versichert den Armen im Geist, daß er wiederkommt, sicher, bald und in Person, zu ihnen und zu allen, die auf ihn warten. Die Naherwartung des Kommens Jesu Christi war ein fester Bestandteil des Glaubens. Diese vierte Zusicherung des Kommens Jesu dient der Stärkung der kaum beachteten Treuen in der Restgemeinde der Endzeit.

Überwindet und bleibt bei „meinen Werken“ bis ans Ende: Kein Mensch kann außermenschliche Mächte von sich aus besiegen. Wer jedoch den Namen Jesu festhält und in seiner Kraft auf dem Grund seines Heils lebt, dem wird vom Herrn immer wieder Sieg geschenkt. Der Heilige Geist trieb Jesus zur Begegnung mit Satan und mitten in seine Versuchung hinein, damit der Sohn den Bösen entblöße, seine Versuchungen durch Gottes Wort überwinde und ihn geschlagen ziehen lasse. So treibt der Geist Jesu auch uns, Versuchungen und Geisteinbrüche in der Gemeinde und bei einzelnen aufzudecken und mit Gottes Wort zu überwinden. Der Haß der Hassenden kann nur durch die Liebe der Liebenden schmelzen.

Es steht ausdrücklich, daß wir nicht mit unseren Werken, Leistungen, Gebeten und Opfern siegen können, sondern allein durch das Beharren bei den Werken Christi, seiner Macht und seinem Recht, so wie Martin Luther schon gesungen hat:

Mit unsrer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit’ für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott,
das Feld muß er behalten.

Was sind die Werke Jesu Christi? Christi Geburt bedeutete den Einbruch des göttlichen Lebens in unsere Welt der Sünde und des Todes.

Er vollendete das Gesetz Moses und erfüllte seine Forderungen mit seinem Leben und Sterben. Er faßte das gesamte Gesetz in einem einzigen Satz zusammen: wir sollen lieben, wie er uns liebt (Joh. 13,34).

Jesu Taten waren Hinweise auf seine Liebe und seine Schöpfervollmacht. Er heilte alle Kranken, die zu ihm kamen, er trieb unreine Geister aus und vermehrte Brot für die geistig Hungrigen. Er weckte Tote auf und aß mit Zöllnern und Sündern.

Am Kreuz trug er die Sünde der Welt, erlitt unsere Strafe, stillte Gottes Zorn durch seinen stellvertretenden Tod und versöhnte uns mit Gott. Er vollendete das diesseitige Heil für jeden, der ihm nachfolgt.

Jesu Auferstehung offenbarte seinen Sieg über den Tod und über Satan. Seine geistleibliche Existenz schenkte uns einen Blick auf unsere Zukunft. Seine Himmelfahrt gehörte zu seinem Triumphzug. Er lebt und regiert mit Gott, seinem Vater, in Ewigkeit.

Sein Geist treibt uns zu einer Mission der Liebe. Jesus handelt durch seine Nachfolger auch heute. Er rettet, die sich retten lassen.

Die „Werke Jesu Christi“ sind keine leeren Worte, sondern Taten voller Kraft und Erbarmen. Er befreite uns vom Fluch des Gesetzes und versetzte uns in die Welt der Gnade des dreieinigen Gottes. Wer in seiner Gnade beharrt und seine Gebote hält, in dem wirken sich zwei große Verheißungen aus. Diese Verheißungen wurden dem armseligen Rest der Gemeinde in Thyatira zugesprochen, zu dem auch der liebevolle Gemeindeleiter gehörte.

Wer bei „meinen Werken“ beharrt, dem will ich Macht geben über die Völker: Kein Christ hat ein Anrecht auf den Empfang der göttlichen Kraft, um über andere zu herrschen. Wir alle sind schuldige Nichtse. Jesus aber schenkte seine Macht dem traurigen Häuflein Christen in Thyatira, weil sie bei ihm und seinen Werken bis zum Zusammenbruch der falschen Prophetin verharrten. Sie konnten der Argumentation dieser Frau nicht viel erwidern. So hielten sie nicht nur die Worte fest, sondern beharrten bei seinen Taten.

Welche Macht gibt Christus seinen Getreuen? In Apg. 1,8 sagte Jesus zu seinen Nachfolgern: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein bis an das Ende der Erde“. Um der Kreuzigung Jesu willen bekommen seine Nachfolger Vollmacht zu einem Zeugnis, das göttliches Leben zeugt.

Heiden sind in Sünden Tote. Die Juden nennen sie Unreine. Jesu Zeugen sollen unreine Tote auferwecken. Wir alle waren wie solche geistlich Toten schuldig und leblos. Das Blut Jesu Christi aber machte uns rein von allen Sünden. Sein Geist gab uns Leben, Kraft und Wahrheit.

Heiden leben im Machtbereich Satans. Sie brauchen Befreiung von ihren Bindungen. Christen sollen Ungläubige rufen, aus der Welt Satans heraus in die Gemeinde Jesu einzutreten. Das bedeutet Kampf und Widerstand. Deshalb sagte Jesus:

Er wird sie mit einem eisernen Stab weiden: Der eiserne Stab kann das Wort Gottes mit seinem Gesetz und dem Evangelium bedeuten, das von den Gläubigen in Thyatira in Dienst gestellt werden soll, um die Götzenanbeter wieder in den Schutzraum Christi hereinzubringen und in Treue zu weiden. Für Wölfe bedeutet der eiserne Stab den Tod. Für die Schafe das Leben. Wenn ein Schaf sich jedoch eigensinnig in Todesgefahr bringt, muß der Hirte den eisernen Stab gebrauchen und das eigensinnige Schaf zurücktreiben. Er straft es, damit es lebe.

Wo aber die Mehrheit der Menschen nicht bereit ist, sich in die Herde des guten Hirten einzuordnen, und weiter gesetzlos lebt und die Welt verderbt, wird der eiserne Stab zum Maßstab und Richtstab, der die Völker straft und mit Gerechtigkeit richtet.

Ausgerechnet die schwache Restgemeinde in Thyatira bekam diese weltweite Mission des Weidens und des Richtens. Warum? Weil sie in der ersten Liebe und Geduld blieb, sich zu den Werken Jesu Christi hielt und keinen fremden, verführerischen Lehren folgte.

Der Herr schenkte der erschrockenen und dezimierten Gemeinde fundierte, zielklare Aufgaben. Er erinnerte sie an seine Verheißung in Ps. 2,8-12, wo er sein Amt als Herrscher über alle Völker der Erde beschreibt. Genauso sollen die Gemeinde in Thyatira und ihresgleichen die Kulturmächte und Lebensformen der Heiden zerbrechen und ihre ungeistlichen Philosophien und Programme mit dem eisernen Stab des Gesetzes und dem Evangelium zerschlagen. Nicht neue Philosophien, Parteiprogramme, Sitten und Weltverbesserungslehren sind gefragt. Vielmehr wird die Liebe Jesu Christi auf der Basis seiner Gnade mit der Bindung an seine heilige Existenz dringend überall gebraucht. Am Ende werden die Letzten die Ersten sein und die Schwächsten die Stärksten. Die Gedemütigten macht Jesus groß, wenn sie ihre eigene Unfähigkeit erkennen und im Aufblick zum Sieger im Glauben überwinden. Jesus hat von seinem Vater Vollmacht empfangen: Jesus vertieft seine königliche Zusage an die verstörte und von manchen Gemeinden belächelte Gemeinde in Thyatira. Er erklärt ihnen die Macht, die er denen zugesagt hat, die in der Liebe, in der Geduld und in der Treue bleiben. Es ist dies dieselbe Macht, die er, der Sohn Gottes, von seinem himmlischen Vater empfangen hat! Diese geradezu alarmierende Offenbarung erinnert uns an den Sendungsbefehl Jesu an seine verstörten Apostel, die im Glauben und Hoffen versagt hatten. Er sagte ihnen: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ (Joh. 20,21). Die Unfähigen, verlorenen Schafen gleich, sollten jetzt Hirten werden, beauftragte, schützende, leitende, strafende und richtende Bevollmächtigte des Sohnes Gottes.

Jesus autorisiert den Gemeindeleiter in Thyatira und den Rest der Treuen, indem er ihnen den geheimnisvollen Namen Gottes im neuen Bund offenbart: Vater! Jesus nennt ihn zum zweitenmal im Buch dieser Offenbarung „meinen Vater“. Wie der Vater, so der Sohn! Der Vater gab dem Sohn alle Erbanlagen weiter, alle Kraft, allen Reichtum, allen Segen, alle Ehre, weil sein Sohn demütig war wie er selbst, sanftmütig und heilig, voller Liebe und Geduld. Im Sohn ist der Vater zu uns gekommen.

Der Sohn lehrte uns, das Vaterunser zu beten, und setzte uns damit in seine Sohnesrechte ein als Wiedergeborene vor allen Menschen unseren Vater durch Wort und Tat, Gebet und Danken zu verherrlichen.

Der Vatername enthält die Antwort Gottes auf den Islam. Dieser Name kann auch das entartete Judentum zurechtbringen und einer gottlosen Welt Hoffnung schenken.

Wer den Sohn sieht, der sieht den Vater! Jesus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Im Sohn ist der Vater gekommen, um uns zu suchen und zu finden. Er will unseren Stolz zerbrechen und uns von unseren Sünden erlösen, damit wir der Macht Satans und dem Tode entrissen werden. Er will sein eigenes, ewiges Leben in uns senken. Das alles ereignet sich allein durch den Glauben an Jesus Christus, den einzigen Sohn Gottes, unsern Herrn, der uns mit seinem Heiligen Geist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht, erweckt, belebt und treibt. Wer den Vater kennt, kennt Gott und den Namen, der die Vollmacht enthält, eine neue Welt zu schaffen (Joh. 10,30,36-38; 14,9-11; 17,21-26; Röm. 8,14-17).

Ich will ihm den Morgenstern geben: Wen Jesus begnadet, dem schenkt er auch weiterhin aus seiner Fülle Gnade um Gnade. So verheißt Jesus dem Gemeindeleiter und seinem heiligen Gemeinderest den Morgenstern als Dienstausrüstung. Dieses Sinnbild hat verschiedene Inhalte. Wer den Morgenstern sieht, weiß, die Nacht geht bald zu Ende, der neue Tag bricht an. So reift auch in den demütig Dienenden die Gewißheit der nahen Ankunft Christi, der ein neues Reich schafft, in dem Gerechtigkeit wohnt.

In den Tagen des Johannes wurde als der Morgenstern die Venus bezeichnet, die als ein Zeichen für Siege und Herrschaft gedeutet wurde. In diesem Sinn bedeutet diese Verheißung an die Treuen in Thyatira ein sieghaftes Durchbrechen der neuen Weltzeit durch den Dienst der geduldig Liebenden, die an der Gnade Christi festhalten.

Zum Schluß bedeutet der Morgenstern Jesus selbst. Er kommt hell leuchtend mitten in der finsteren Nacht der Endzeit. Seine Herrlichkeit leuchtet schon jetzt hell für alle Wissenden. Er wird unaufhaltsam erscheinen, wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Macht. Als Morgenstern will sich Jesus dem Schwachen selbst schenken und ihm seine Vollmacht weitergeben, die sich in heiliger Liebe durchsetzt. Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Was hast du bisher gehört? Wirst du es schnell wieder vergessen nach dem Motto „zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus!“? Oder wirst du Gottes Wort hören und bewahren? Jesus preist den selig, der sein Wort nicht vergißt, sondern tut.

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