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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Teil 1 - Die Grundlagen des christlichen Glaubens (Kolosser 1:1-29)

2. Das Dankgebet des Paulus und seiner Mitarbeiter für die Gemeinde in Kolossä (Kolosser 1:3-8)


Das Wort der Wahrheit, im Evangelium

Paulus hat seine Predigten über Jesus Christus, den auferstandenen Gekreuzigten, als „sein“ ursprüngliches Evangelium bezeichnet (1.Korinther 9,16; 15,1; 2.Korinther 4,3; 10,14; 11,7; Galater 1,8 u.a.). In seinen Tagen war das Wort Evangelium seit langer Zeit im Gebrauch. Jede Sondermeldung vom Haus des Cäsars (Kaiser) wurde als „Evangelium“ bezeichnet. Wenn dem Imperator ein Sohn als Nachfolger geboren wurde, oder seine Armeen einen Sieg errungen hatten, wurden in allen Zentren Plakate aufgehängt und mit Posaunen das bedeutende Ereignis proklamiert, damit alle sich mitfreuen sollten. Dieses kaiserliche „Evangelium“ war keine Philosophie zum diskutieren, sondern die Bekanntmachung einer historischen Tatsache, die man entweder bejahen oder ablehnen kann. Jesus und seine Apostel haben dieses griechische Wort mit den Verheißungen des Alten Testamentes gefüllt (vergleiche Jesaja 61,1 mit Lukas 4,18) und bezeugten aufregende Sondermeldungen vom Thron Gottes, dass sein einziger Sohn in Bethlehem Mensch geworden ist und am Kreuz seinen Sieg über Sünde, Satan und Tod errungen hat. Das sind keine Theorien, sondern Geschichtstatsachen, die nicht diskutiert, sondern angenommen werden sollten. Seit Christi Geburt läuft das Evangelium Gottes durch alle Welt, damit sich mitfreut, wer glaubt und sich verstockt, wer den Sieg Gottes ablehnt (Lukas 2,10).

Paulus nennt dieses Evangelium das Wort der Wahrheit. Für ihn sind die Verse und Worte der Evangelien unerschütterliche Tatsachen, die weder bezweifelt, noch in Frage gestellt werden können. Diese Worte wurden nicht gefälscht, denn Gott selbst wacht über seinem Wort (Jeremia 1,12). Wahrheit heißt im Orient auch Wirklichkeit und Gesetz als Basis für das Volk und jeden Menschen. Alle Philosophien, Parteiprogramme, Religionen und Kulturoffenbarungen sind gut gemeinte Vermutungen und Hoffnungen, aber keine Wahrheit. In der Wahrheit des Evangeliums gibt es keine Lüge und keine Fälschung. Sie bleibt das Fundament unseres Glaubens. Jesus selber betete und sagte zu seinem Vater: „Dein Wort ist die Wahrheit“ (Johannes 17,17b). Dieser entscheidende Satz richtet alle andersartigen Worte und bezeichnet sie als unrealistischen Selbstbetrug.

Jesus hat außerdem bezeugt: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“ (Johannes 5,24). Wer dieses juristisch fundierte und grundsätzliche Zeugnis des Sohnes Gottes liest und versteht, begreift, dass die Wahrheit des Evangeliums nicht nur unverfälscht und richtig ist, sondern seine Kraft sich als ewiges Leben in jenen realisiert, die diesem Wort der Wahrheit vertrauen. Durch ihre Glaubensverbindung mit Jesus sind sie aus Gnade von dem Jüngsten Gericht befreit und vom Tod ins ewige Leben versetzt worden. Dies ist keine Philosophie, sondern die neue geistliche Existenz, die Jesus Christus in unsere Welt brachte.

Gebet: Herr Jesus Christus, wir beten dich an, weil du uns die wirkliche Wahrheit gesagt hast, über uns selbst und über Gott, deinen Vater. Wir jubeln über deinem Evangelium, der Sondermeldung vom Himmel, die voller Kraft und Leben ist. Hilf, dass wir deine Worte lesen, verstehen, auswendig lernen und tun, um dich zu ehren und dir zu danken für dein Evangelium. Amen.

Frage 15: Was bedeutet das Wort „Evangelium“?

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