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THEMA 7: PSALM 23 - Der Herr ist mein Hirte
Gedanken zu Psalm 23 und zu den Hirtenworten Jesu
1. Der Herr ist mein Hirte

Das Leben mit Gott in seinem Geist


PSALM 23,5
5 Du bereitest mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde, du salbst mein Haupt mit Öl, du schenkst mir voll ein.

Stell dir vor, ein Fürst hat dich zu einem Festmahl in seine Burg geladen. Du ziehst deine schönsten Festtagskleider an und machst dich voller Erwartung auf den Weg. Dann kommst du zum Schloß und wirst in den hellerleuchteten Festsaal hineingeführt. Du wartest, bis der Fürst kommt. Bei seinem Eintritt begrüßt er dich persönlich. Du wirst mit ihm an einen Tisch gesetzt und hast das Vorrecht der Gemeinschaft mit ihm, das nur wenige haben.

Plötzlich gellt ein Ruf durch den Raum: „Der Feind greift an! Er setzt Raketen und Flugzeuge ein! Ein Heer nähert sich der Burg!“ Krieg ist ausgebrochen. Das Schloß soll umzingelt werden. Du willst dir deine Festtagskleider vom Leib reißen und dich in den Kampf stürzen, da legt der Herrscher lächelnd seine Hand auf deine Schulter und sagt: „Bleib sitzen! Sei ruhig! Ich bin da. Das ist meine Sache. Heute habe ich dich zum Fest eingeladen. Jetzt wird gefeiert; wir lassen uns nicht stören. Jetzt wollen wir zusammen essen und trinken und fröhlich sein.“ Wenn du aber stammelst und sagst: „Ja, Herr, aber die Feinde!?“ Da erwidert er: „Sei getrost! Ich bin da. Meine Macht ist größer als Du weißt. Laß die Feinde um uns herum toben. Sie werden nicht zu uns hereindringen!“

Dieses Bild eines mächtigen Herrschers beim Festmahl benützt David, um zu zeigen, wie du auch dann noch völlig geborgen sein darfst, wenn der böse Feind versucht, dich aus der Gemeinschaft mit Gott zu reißen. Der Allmächtige ist bei dir. Keine Kraft in dieser oder jener Welt ist in der Lage, dich aus seinem Schutz herauszulösen. Vielleicht öffnet dir der Herr die Augen, so wie Elisa es für Gehasi erbat, damit er sehen konnte, wie der Berg, auf dem sie wohnten, durch unzählige feurige Rosse und Wagen bewacht war und er begreife: „Die mit uns sind, sind mehr, als die gegen uns sind!“ (2. Könige 6,16). So sagt auch der Allmächtige zu dir: „Bleib ruhig. Setz dich. Iß und trink und rege dich nicht auf. Ich bin mit dir.“ Und wenn die Feinde auch noch so nahe an die Burg Gottes herankommen und ihr Höllengelächter bis an dein Ohr dringt und sie so tun, als könnten sie dich zerreißen, so blick auf zum König. Er schaut dir in die Augen, ohne Worte, als ob er dir sagen wollte: „Bleibe fest, und habe keine Angst. Ich habe die Welt überwunden. Ich bin der Allmächtige. Warum zweifelst Du?“ „Ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein“ (Jesaja 43,1). Niemand wird dich aus meiner Hand reißen!

Vielleicht verfolgen dich deine Feinde. Sie setzen große List ein, manchmal brutale Gewalt. Hast du ihre schnell wachsende Zahl erkannt? Der Herr aber fordert dich auf, ganz getrost zu bleiben, denn er selbst, der Allmächtige, ist bei dir. Er hat dich geladen, an seinem Festmahl teilzunehmen. Du bist sein auserwählter Gast. Selbst wenn Himmel und Erde untergehen, sollst du dich nicht erschüttern lassen. Er, der lebendige Gott, ist bei dir (Matthäus 24,35).

Kein Mensch kann einen solchen Glauben aus sich selbst hervorbringen. Nur der Geist Gottes vermag ein solches Vertrauen in uns zu erschaffen und zu erhalten. Der König David weist auf dieses Geheimnis mit den Worten hin:

PSALM 23,5
5 … Du salbst mein Haupt mit Öl, ...

Im Alten Testament wurden Priester, Könige und Propheten mit einem wohlduftenden Öl gesalbt. Es war das Zeichen für den Empfang des Geistes Gottes, so daß seine Autorität und Weisheit, seine Kraft und Liebe in dem Gesalbten wohne und ihn befähige, sein Amt für die Herde Gottes auszuführen. Jesus war nicht der erste Gesalbte. Vor ihm gab es viele „Messiasse“, die mit Gottes Geist gesalbt waren, Gottes Worte verkündeten und seine Taten vollbrachten. Doch Jesus ist nicht wie seine Vorgänger irgendein Gesalbter. In ihm sind alle von Gott verordneten Ämter, Kräfte und Vollmachten zusammengefaßt. Er bekannte: „Der Geist des Herrn ist auf mir, darum daß er mich gesalbt hat, den Elenden das Evangelium zu verkündigen, Kranke zu heilen und das angenehme Jahr des Herrn zu verkündigen“ (Lukas 4,18-19).

Seit Jesus Christus die Welt mit Gott versöhnt hat, zu ihm aufgefahren ist und uns beim Vater aller Barmherzigkeit vertritt, hat er das Recht empfangen, den Heiligen Geist auf alles Fleisch auszugießen. Wer Jesus nachfolgt, empfängt diesen seinen Geist umsonst. Wer sich in seine Herde einreiht, wird gesalbt mit dem Öl der Freude, und wer an ihn glaubt, wird gerecht, gut und selig. Die Salbung mit dem Heiligen Geist ist die Kraft der wahren Christen. Wer Christi Geist nicht hat, ist nicht sein. Welche aber der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder (Römer 8,9,14).

Bitte um die Salbung mit dem Heiligen Geist. Dann wird dein Gewissen gut, dein Herz rein, dein Sinn fröhlich und dein Leben zu einem Opfer für Gott. Bitte den Guten Hirten, daß er dich in seine Herde aufnimmt und du von ihm ewiges Leben empfängst. Christen sind Gesalbte, weil Christus, der Gesalbte, sie mit seinem Heiligen Geist salbt. Der Koran weist in Sure 57,27 auf diese Tatsache hin: „Wir legten in die Herzen derer, die ihm (dem Sohn der Maria) nachfolgen, Erbarmen und Mitleid.“ Das ist die Salbung, die nur die Nachfolger Christi empfangen.

PSALM 23,5
5 … Du schenkst mir voll ein.

Der Psalmist und Sänger verweilt mit seinem Zeugnisgebet noch immer beim Bild des großen, göttlichen Festmahls. Da gibt es keinen Mangel und keine Angst, nur Überfluß an allen Gaben und Begabungen. Dieses Bild bedeutet jedoch nicht, daß Christen viel Wein trinken sollen. Der Apostel Paulus schreibt ausdrücklich: „Betrinket euch nicht mit Wein, sondern werdet voll Geistes“ (Epheser 5,18). Der volle Kelch ist ein Symbol für die Fülle des Geistes, den die Nachfolger Jesu empfangen. Sie empfangen nicht nur genügend für sich selbst, sondern überreichlich auch für die anderen. Die Gnade ist im Überfluß da. Der Segen Gottes hört nicht auf. Die Treue des Königs ist ewig!

Die Verheißung des überlaufenden Kelches in Psalm 23 bezieht sich auch auf den Kelch des Heils, den Jesus Christus zur Vergebung der Sünden seiner Jünger im Neuen Bund stiftete (1. Korinther 11,25). Sie alle brauchen in der Nachfolge des Guten Hirten die tägliche Reinigung. Dazu sollen sie allen Menschen die Gnade der Rechtfertigung umsonst anbieten. Viele sollen durchbrechen zur Erfahrung des Heils im eigenen Herzen. Das Blut Jesu Christi vermag auch den hartnäckigsten Schmutz aus der letzten Ecke eines Herzens zu entfernen – entsprechend der Verheißung des Propheten Jesaja (1,18): Und wenn eure Sünde blutrot wäre, soll sie doch schneeweiß wie Wolle werden.

Hast du die Vergebung aller deiner Sünden empfangen? Bist du deine Sünden los geworden oder plagen dich noch Zweifel an deinem Heil? Steigen die Bilder vergangener Sünden in dir auf oder plagen dich die Versuchungen deiner Jugend? Jesus, der Gute Hirte, schenkt dir volle Vergebung umsonst und verheißt dir eine gründliche Reinigung deiner Seele. Nimm und trink vom Kelch des Heils. Das Blut Jesu Christi reinigt dich zum ewigen Leben. Er gibt dir Kraft zu einem geheiligten Leben aus Seiner Fülle.

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