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THEMA 7: PSALM 23 - Der Herr ist mein Hirte
Gedanken zu Psalm 23 und zu den Hirtenworten Jesu
1. Der Herr ist mein Hirte

Das Bekenntnis des Königs


Wer eine Schafherde auf der Weide beobachtet, kann die Ruhe, den Frieden und die Geborgenheit spüren, die über der Herde liegt. Ihr Mittelpunkt ist der Hirte. Vielleicht hat er seine Schafe selbst gezüchtet, vielleicht hat er sie gekauft oder im Auftrag übernommen. Sie gehören zu ihm; er ist für sie da. Er kennt jedes Schaf und jeden Bock. Er sorgt für sie. Sein Denken und Trachten dreht sich um seine Herde. Er hat seine Existenz mit ihrem Wohlbefinden verbunden. Er ist notfalls bereit, für sie zu kämpfen, zu leiden und zu sterben. Der Gute Hirte läßt sein Leben für seine Schafe.

Die Schafe wissen, daß sie zu diesem Hirten gehören. Sie folgen ihm, wo er hingeht. Sie kennen seine Stimme und lassen sich nicht von anderen Stimmen ablenken oder in die Irre führen. Sie erwidern seine Treue mit ihrem Gehorsam. Die Herde und ihr Hirte gehören zusammen.

Der König und Dichterprophet David hat vor 3000 Jahren ein getrostes Bekenntnis zu Gott auf seiner Laute gesungen: Der HERR ist mein Hirte!

David war in jungen Jahren selbst ein Hirte gewesen. Er hatte die Schafe seines Vaters auf Bethlehems Kalksteinhügeln geweidet, die jungen Lämmer getragen, verirrte Schafe gesucht, mit Löwen gekämpft und Tag und Nacht bei seinen Schafen gewacht. Das war eine gute Vorbereitung auf seine spätere Aufgabe als König seines Volkes, als er verschiedenartige und oft widerspenstige Menschen regieren und führen mußte. David wußte besser als andere, was es bedeutete, wenn er sagte: Der HERR ist MEIN Hirte. Dieser überragende König demütigte sich unter die gewaltige Hand des lebendigen Gottes und stellte sich unter seine Leitung und seinen Schutz. Er nannte Gott seinen Herrn und seinen Hirten. Die gleichbleibende Treue und Fürsorge Gottes waren ihm eine indiskutable Gewißheit. Er hatte seine Führung in guten und bösen Tagen erfahren und erlebt, wie der mächtige Herr ihn von allen seinen Feinden errettete und ihn, den Flüchtling, der in Höhlen und Wüsten lebte, auf den Königsthron erhob. David wurde nicht hochmütig wie Saul, sondern blieb demütig unter der Leitung des Guten Hirten. Er hatte in den langen Jahren der Verfolgung ein Gespür dafür bekommen, daß es im Himmel und auf Erden niemand gab, der besser für ihn sorgte als der Herr. Ihm vertraute er sich an. Mit Ihm und für Ihn wollte er leben. Dem Guten Hirten galten die Lobgesänge des Dichterkönigs. David ging bisweilen eigenwillige Wege, war trotzig und böse, wurde zum Ehebrecher und Mörder. Er hat das Gesetz seines Herrn übertreten. Aber er bereute seinen Fall zutiefst. Die Worte und Tränen seiner echten Reue wurden in seinen Bußgebeten Weltliteratur (Psalm 32 und 51). Millionen beten mit ihm bis heute:

PSALM 51,12
12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, gewissen Geist, verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.

Viele Menschen sündigen wie David. Selten aber tut einer Buße wie dieser König. Aus solchen erschütternden und aufwühlenden Lebenserfahrungen heraus hat David sich bewußt und mit ganzem Herzen unter die Leitung und Hoheit seines barmherzigen Herrn gestellt. Er wollte nicht mehr sich selbst leben. Deshalb schrieb und sang er: Der Herr allein ist mein Hirte; ich will mich nicht mehr selbst führen. Ich habe erfahren, was dabei herauskommt: nichts als Sünde und Schuld! Ich will nicht mehr eigensinnig leben. Als Nachfolger meines starken Heilands weiß ich mich geborgen vor allen Gefahren, die von außen oder von innen kommen. In dieser und in jener Welt gibt es keine größere Geborgenheit als den Schutz des lebendigen Herrn.

Wenn David Mut geschöpft hatte, den Schöpfer des Himmels und der Erde seinen Herrn und Hirten zu nennen, so basierte dieses Bekenntnis auf der umwerfenden Erfahrung, daß der heilige Gott ihm, dem Ehebrecher und Mörder, alle seine Sünden vergeben hatte. Der eigenwillige Mann war an der Heiligkeit seines Herrn zerbrochen, der ihn nach einer echten Buße wieder angenommen hat. Es ist nicht selbstverständlich, daß der erhabene, ewige Gott uns fragwürdige Menschen akzeptiert, daß der Heilige Unreine annimmt, der Gute Böse adoptiert und der fürsorgende Hirte verdorbene Schafe in seine hochqualifizierte Herde aufnimmt. Dies war die sensationelle Erfahrung, die David gemacht hatte. Nicht nur der Folgsame und Anständige hat das Recht zu Gott zu kommen, sondern jeder Böse, der umkehrt und jeder Stolze, der sich vor Gott demütigt und seine Sünde vor ihm bekennt.

Aus dieser Gnadenerfahrung heraus hatte David die Gewißheit bekommen, daß sein Herr ihn für immer angenommen hatte und ihn nie und nimmer verstoßen würde. Er vertraute Ihm in guten und in bösen Tagen. Auch in Verfolgung und Krankheit war er Seiner Fürsorge und Leitung gewiß. Er wagte im Glauben und Vertrauen zu singen: Ich brauche nichts mehr, ich habe alles, auch wenn mir ziemlich viel fehlt, denn mein Herr ist da. Er sorgt für mich. Ich bin nicht allein, er plant für mich und führt mich den besten Weg. Ich kann sorglos sein wie ein Kind in den Armen seiner Mutter. Der Herr bleibt immer bei mir. Er bereinigt meine Vergangenheit und garantiert meine Zukunft. Solange der Herr mein Hirte ist und ich Ihm gehöre und Er mir, sind alle Probleme meines Lebens zweitrangig geworden.

Ist der Herr unser Hirte? Haben wir ihm unser Leben ganz ausgeliefert? Auch wenn sich in unserem Leben viel Schuld und Sünde angesammelt hätte, gehören wir doch Ihm und Er uns. Das ist die verborgene Frage Davids an jeden von uns in diesem Bekenntnispsalm, der ein Glaubenszeugnis für Generationen von Menschen geworden ist.

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