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TRAKTATE - Kurze biblische Botschaften zum Verteilen

Traktat 16 -- Wie kann ein verlorener und verdammter Mensch heilig werden?


Ein lebensfroher Student in Erfurt studierte schöne Künste und Aristoteles, spielte Klampfe und war mit seinen Freunden fröhlich und getrost, bis eines Tages ein greller Blitz in seiner Nähe krachend in einen Baum einschlug. Da begriff er, dass unser Leben nicht nur Genießen und Lustbarkeit bedeutet, sondern jeder Mensch sich auch für die Ewigkeit vorbereiten muss. Er entschied sich in ein Kloster zu gehen, um fehlerlos zu werden.

Die Stille in den gesegneten Hallen und Zellen aber machte ihm immer deutlicher, dass er ein hochmütiger und verdorbener Mensch war, der für sich selbst lebte und meinte, besser wie die Anderen zu sein. Er probierte zwar die Selbstkontrolle, Zucht, Gebet und Bibelstudium, um tadellos zu werden, aber musste mit dem Apostel Paulus die bittere Selbsterkenntnis erleben, wie dieser an die Gemeinde in Rom schrieb:

“Ich weiß,
dass in mir,
das heißt in meinem Fleisch,
nichts Gutes wohnt.
Wollen habe ich wohl,
aber das Gute vollbringen
kann ich nicht.
Denn das Gute,
das ich will,
das tue ich nicht;
sondern das Böse,
das ich nicht will,
das tue ich. …
Ich elender Mensch!
Wer wird mich erlösen
von diesem
todverfallenen Leibe?“

(Römer 7,18-20.24).

Der fleißige Student wurde zwar nach zwei Jahren Priester, und einige Jahre später Doktor der Theologie, aber seine bittere Erkenntnis wurde immer tiefer: Kein Mensch kann sich selber erlösen! Keiner hat in sich die Fähigkeit alle Versuchungen und Sünden zu meiden oder zu überwinden. Wir brauchen einen Heiland, einen Erlöser und einen, der uns von unserer gerechten Verurteilung im Jüngsten Gericht rettet.

Der lebendige Gott erhört das Schreien einer notvollen Seele und antwortet auf ein ehrliches Gebet. Er wartet vielleicht, um zu sehen, wie ernst der Bittende seine Worte meint und ob sein Gaube echt ist. So erkannte der Bibelforscher plötzlich, dass Jesus Christus tatsächlich die Sünden aller Menschen auf sich genommen, und ihre Strafe stellvertretend für sie erlitten hat. Es fiel dem Doktor der Theologie wie Schuppen von den Augen, als er begriff: Mein Heil ist bereits fertig. Ich bin durch den Sühnetod des Sohnes der Jungfrau Maria gerechtfertigt worden. Ich muss diese Tatsache nur noch im Glauben annehmen. Gott, in seiner Liebe, hat für mich mehr getan, als ich verdient habe. Er liebt mich, ist mir gnädig, und akzeptiert mich so wie ich bin. Der von der Barmherzigkeit Gottes Überwältigte bekannte seine mutmachende Erkenntnis als Auslegung des zweiten Glaubensartikels der Christenheit folgendermaßen:

Ich glaube,
dass Jesus Christus,
wahrhaftiger Gott,
vom Vater in Ewigkeit geboren,
und auch wahrhaftiger Mensch,
von der Jungfrau Maria geboren,
sei mein Herr,
der mich verlorenen und verdammten Menschen
erlöst hat,
erworben und gewonnen,
von allen Sünden, vom Tod
und von der Gewalt des Teufels,
nicht mit Gold oder Silber,
sondern mit seinem heiligen, teuren Blut
und mit seinem unschuldigen Leiden
und Sterben,
auf dass ich sein eigen sei,
und in seinem Reich unter ihm lebe
und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit,
Unschuld und Seligkeit,
gleichwie er ist auferstanden vom Tod,
lebet und regieret in Ewigkeit.
Das ist gewisslich wahr.

Wer sich die Zeit nimmt und das Bekenntnis des Erlösten mehreremale liest, kann diese Rechtfertigung aus Gnaden, durch seinen Glauben auch gewinnen. Mehr noch: Lerne diese Worte auswendig und bekenne sie vor Gott im Gebet, so wird sich tief in deiner Seele eine völlige Reinigung vollziehen.

Der Gerechtfertigte durch Christi Blut erkannte weiter, dass er in seinem neuen Verhältnis zu Gott, auch eine Änderung im praktischen Leben brauchte. Er fand die Kraft zu dieser Umkehr im dritten Glaubensartikel aller Christen und bekannte dazu:

Ich glaube,
dass ich nicht aus eigener Vernunft
noch Kraft
an Jesus Christus, meinen Herrn,
glauben oder zu ihm kommen kann;
sondern der heilige Geist
hat mich durchs Evangelium berufen,
mit seinen Gaben erleuchtet,
im rechten Glauben geheiligt und erhalten;
gleich wie er
die ganze Christenheit auf Erden
beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt
und bei Jesus Christus erhält
im rechten, einigen Glauben;
in welcher Christenheit er mir
und allen Gläubigen
täglich alle Sünden reichlich vergibt,
und am Jüngsten Tag mich
und alle Toten auferwecken wird
und mir samt allen Gläubigen in Christus
ein ewiges Leben geben wird.
Das ist gewisslich wahr.

Mit diesen Worten bezeugt der Gerechtfertigte, dass der Glaube eines Menschen nicht durch seinen Verstand zustande kommt, auch nicht durch seinen Willensentschluss, vielmehr braucht jeder Wahrheitssuchende eine Berufung durch Gottes Geist. Diese kostbare Anrede erfolgt durch ein regelmäßiges Bibelstudium. Dabei redet der lebendige Gott zu dir aus den Worten seiner Offenbarung und schenkt dir Kraft zu einem geordneten Leben im Frieden seiner Gegenwart.

Der Geist Gottes, des Vaters und des Sohnes, ändert und heiligt dein ganzes Leben, wenn du dein Herz und deinen Sinn seinen Worten öffnest. Er schenkt dir Geistesgaben, leitet dich in deinen Entscheidungen und ordnet deine Zukunft nach seinem Wohlgefallen.

Falls du Fehler machst und sündigst, steht dir der Geist der Liebe Gottes bei, vergewissert dich der Vergebung deiner Sünden, und reinigt dein Gewissen aufs Neue. Wegen deines Glaubens an Christus vergibt er dir täglich alle deine Fehltritte, und ermöglicht dir ein gesegnetes Leben in seiner Liebe.

Dieses Vorrecht schenkt der Heilige Geist nicht nur dir, sondern jedem Menschen, der sich Christus nähert, ihn studiert und im Glauben seine perfekte Rechtfertigung annimmt. Deshalb bieten wir sein Heil aus Gnaden allen Menschen an. Die Liebe Gottes ist größer als unser Verstand. Sie reicht über unser diesseitiges Leben hinaus. Seine Güte schenkt den Glaubenden an Christus ewiges Leben. Der Tod ist nicht mehr das Ende ihrer Existenz, sondern das Tor zu einem Leben mit Gott. Dies war die Erkenntnis des Propheten Habakuk und des Apostels Paulus, als sie (in Habakuk 2,4 und Römer 1,17) schrieben:

Der Gerechte wird aus Glauben leben.


Lieber Leser!

Wir hoffen, dass diese kurze Einführung, in die Rechtfertigung aller Sünder aus Gnaden, auch dir Mut zum Gauben und Vertrauen in Christus schafft. ER ist auch deine Kraftquelle und deine Hoffnung, so wie es Doktor Martin Luther erlebt hat, aus dessen Erleben und Bezeugen wir dir in dieser Schrift berichtet haben.

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