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Home -- German -- The Law of the Spirit -- 092 (How are we to bring up our children)

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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments
IV. Unsre neue Lebensordnung
Zweiter Teil: Pflichten von Christen und Muslimen den Menschen gegenüber (al- Mu’amalat)

Wie sollen und können wir unsere Kinder erziehen?


Im islamischen Gesetz gibt es Verfügungen für Neugeborene, damit sie ausreichend versorgt werden. Eine schwangere Frau muss bis zur Geburt ihres Kindes vollständig versorgt werden, auch wenn sie bereits geschieden ist. Solange die Geschiedene ihr neugeborenes Kind stillt, muss ihr ein Lohn bezahlt werden. Ihr Mann darf sie in dieser Zeit nicht unwürdig behandeln (Sure al-Talaq 65,6.8). Allerdings besteht die Möglichkeit, dass der Säugling ihr abgenommen und einer Amme übergeben wird.

Muhammad selbst wurde als Halbwaise geboren, da sein Vater bei seiner Geburt bereits tot war. Der Junge wurde der Beduinenamme Halima übergeben, die ihn mit ihren Kindern zusammen versorgte. Seine Milchgeschwister waren bekannt. Seine Mutter Amina starb, als er sechs Jahre alt war, so dass Muhammad in seinen Entwicklungsjahren als Vollwaise bei seinem Großvater Abd al-Muttalib aufwuchs. Er dichtete später:

Hat er (Allah) dich nicht als Waise gefunden
und dir Unterkunft verschafft,
und dich verirrt gefunden und dann recht geleitet
und dich arm gefunden und dann reich gemacht?

(Sure al-Duha 93,6-10).

Als Abd al-Muttalib auch starb, kam er zu „Abu Talib“, einem der Söhne seines Großvaters. Dieser Onkel, ein Bruder seines verstorbenen Vaters, nahm den Waisen aus Sippentreue in seine Familie auf. Es wird nirgends erwähnt, dass Muhammad eine Schule besucht und Lesen und Schreiben gelernt habe. Vielmehr deutet ein Koranvers an, dass er Analphabet war, was von den Sunniten als Beweis für die Göttlichkeit seiner Offenbarungen angesehen wird (Sure al-A’raf 7,158.159). Außerdem war die arabische Schrift damals noch nicht soweit entwickelt, dass sie hätte unterrichtet werden können. Dafür beherrschten Beduinen und Sesshaftgewordene das Auswendiglernen von Gedichten und langen Texten.

Der frühere König Hassan II von Marokko sagte in einer seiner Reden, dass zahlreiche junge Männer seines Landes nach Europa und in die USA ausreisten, und als Ungläubige zurückkämen. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder, noch bevor diese in die Grundschule kommen, in eine Koranschule schicken, damit sie die Summe der Offenbarungen an Muhammad auswendig lernten. Wenn die Texte dieses Buches in ihnen ruhten, könne man sie in alle Länder der Welt senden, so würden sie immer als solide Muslime zurückkommen.

Es gehört zur Ausbildung eines guten Muslims, dass er möglichst alle Suren des Korans auswendig lernt und fehlerlos aufsagen kann. Diese Mühe würde ihm und vierzig Gliedern seiner Sippe ihre Sünden vergeben, und sie fürs Paradies vorbereiten. Ein deutscher Fernsehsender berichtete, dass von vierzig jungen Türken, die in der Bundesrepublik wohnen, bei einer Prüfung in Frankfurt am Main, jeder von ihnen den ganzen Koran in Arabisch aufsagen konnte. Sie verstanden zwar seinen Inhalt kaum, hatten sich aber der Mühe unterzogen, das islamische Buch der Bücher auswendig zu lernen.

Hier erhebt sich die Frage: Wer von uns Christen kann das Neue Testament auswendig aufsagen, oder mindestens ein Evangelium oder wenigsten die Bergpredigt? (Matthäus 5,1-7,29). Wer tut Buße und bewahrt Gottes Wort in seinem Herzen und versteht, was er gelernt hat? Christen denken viel und wissen wenig auswendig. Bei Muslimen ist es oft umgekehrt: Sie wissen viel auswendig und denken wenig! Wir sollten Buße tun, nicht nur mit emotionalen Wünschen, sondern real, im wöchentlichen Auswendiglernen eines Spruches.

Dies ist nicht nur eine Aufgabe für alle an Christus gläubigen Eltern, solange sie noch unter 60 Jahren alt sind, sondern vor allem eine Vorbereitung für ihre Kinder. Die kollektive Unterwanderung der kommenden Generationen mit einem eingebildeten Humanismus, mangelhaften Sozialismus, mit ihrer Aufklärung durch fremde Religionen, Philosophien und gottlose Weltanschauungen kann nicht anders überwunden werden, als dass wir uns mit Gottes Wort füllen und von ihm prägen lassen. Wer hätte je gedacht, dass das Volk der Dichter und Denker durch Naziführer im so genannten Dritten Reich kollektiv verführt und besessen gemacht würde, einen Weltkrieg mit Millionen Toten und zerstörten Städten zu verursachen? Auf uns kommen heute die listigen Geister des Gelben Drachens, des indischen Götterhimmels und der brutalen Finanzmacht des Antichristen zu. Wir aber träumen immer noch von Urlaub, Gehaltserhöhung und Raketenflügen zum Mars und zur Venus!

Selig sind,
die das Wort Gottes hören
und bewahren

(Lukas 11,28).

Der Herr Jesus hatte seine übereifrigen Jünger ermahnt, nicht nur Erwachsene zu evangelisieren, zu segnen und zu korrigieren, sondern auch Kinder zu ihm zu bringen, damit ihre Namen im Gebet vor Gottes Thron genannt werden.

Da wurden Kinder zu ihm gebracht,
damit er die Hände auf sie legte und betete.
Die Jünger aber fuhren sie an.
Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht,
zu mir zu kommen;
denn solchen gehört das Himmelreich.
Und er legte die Hände auf sie
und zog von dort weiter
(Matthäus 19,13-15; Markus 10,14; Lukas 18,16).

Wohl den Kindern und wohl der Mutter, die für ihre Kinder morgens, abends und zwischendurch betet. Sie sollte außerdem mit jedem Kind Kindergebete einüben, wie:

Ich bin klein,
mein Herz mach rein,
soll niemand drin wohnen,
als der liebe Heiland allein.

Paulus schreibt darüber hinaus einen weisen Satz:

„Ihr Väter,
reizt eure Kinder nicht zum Zorn,
sondern erzieht sie
in der Zucht
und Ermahnung des Herrn“

(Epheser 6,4).

Ein geistliches Leben ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Sie wird nicht durch Befehle und Zwang erreicht. Solange die Kinder noch Kinder sind, ahmen sie ihre Eltern bewusst oder unbewusst nach. Sobald sie sich jedoch von ihren Eltern innerlich trennen und selbständig werden, beginnt die Auseinandersetzung mit der Tradition. Moderne Geister in Schulbüchern, die Ideen der Lehrer, Pfarrer, Fernsehprogramme, Computerspiele und Jugendmagazine dringen in ihr Unterbewusstsein ein, und reizen sie zum Trotz, zur Lust, zum Schwung, zu moderner Musik und zu Freundschaften, die sie besser nie erleben sollten. Mancher gut gemeinte Befehl verursacht in ihnen eine Gegenreaktion. Deshalb sollten Ermahnungen überlegt und vorher durchgebetet, ihnen vorsichtig mit Liebe nahe gebracht werden. Zwingt Teenager nie zur Teilnahme an Gottesdiensten und Andachten! Empfehlt ihnen mit Weisheit oder durch Freunde evangelische Jugendgruppen, Jugendgottesdienste, Freizeiten und hilfreiche Literatur. Es muss dort aber jugendgemäß schwungvoll zugehen und nicht in der Sprache Kanaans gesprochen werden.

Kinder kommen in die körperliche Reife und sollten ihre sexuelle Kapazität verstehen und kontrollieren lernen. Man kann darüber jedoch nicht zuviel mit ihnen reden, um keine Lust in ihnen zu wecken und sie indirekt zu verführen. Es kann ihnen aber helfen, wenn ein an Christus gläubiger Arzt in einer Jungengruppe, oder eine erfahrene Mutter in einer Mädchengruppe ihnen sachlich beibringen, dass die meisten Geschöpfe durch einen geschlechtlichen Akt von männlichen und weiblichen Wesen geschaffen werden. Dies ist kein Geheimnis, sondern eine Realität, die in Schulen gelehrt und manchmal auch im Fernsehen angedeutet oder gezeigt wird. Wir aber bekennen dabei die Gnade Gottes, der uns Menschen in seinen Schöpfungsprozess aktiv mit einbezieht.

Leider leben die meisten Menschen in der Gottesferne und wollen ihr Leben genießen. Deshalb lauert die Sünde nicht nur an jeder Ecke, sondern auch in uns selbst. Selbst David, der König und Prophet, musste erleiden, Buße zu tun, und um die Erschaffung eines neuen Herzens für sich bitten (Psalm 51,1-19). Der Herr Jesus berief deshalb die Mehrzahl seiner Jünger aus dem Kreis um Johannes den Täufer, weil sie dort ihre Sünden bekannten und bereuten. Eine geistgewirkte Buße ist in Wirklichkeit ein „fröhliches Geschäft“. Jesus befreit uns dabei von der Last unserer beladenen Gewissen, reinigt unseren inneren Menschen durch sein Blut, und schenkt uns die Kraft seines Heiligen Geistes, damit die sexuelle Kraft uns nicht versklavt, sondern in Jesu Namen kontrolliert wird. Auch Kinder können ohne eine solche Neuerschaffung nicht heilig leben. Der Heilige Geist will unsere gefallene Geschöpflichkeit einhüllen und einen neuen Menschen in uns nach Jesu Vorbild schaffen (Johannes 1,12.13; 3,1-7 u.a.).

Was unsere Kinder insgesamt brauchen, bleibt die dreifache Gnade im Leben eines jeden Menschen

den rechten Glauben an Gott, unseren Vater
durch Jesus seinen Sohn,
den rechten Beruf
entsprechend ihrer Begabung und
den rechten Lebensgefährten
durch die Führung Gottes.

Eine in Christus gegründete Kindergartenschwester hatte diese entscheidenden Realitäten erkannt, und den Kindern unter ihrer Obhut beigebracht: Betet für euren zukünftigen Lebenspartner, denn dieser lebt wahrscheinlich bereits wie ihr, und muss auch durch alle Probleme und Versuchungen des Lebens hindurchgehen. Er braucht einen Heiland wie ihr, und benötigt seine Führung. Keiner von euch soll einen falschen Lebenspartner wählen, sondern auf den von Gott für ihn Vorbereiteten warten. Ein ungläubiger Lebenspartner kann den Glauben, die Liebe und die Hoffnung in euch beeinträchtigen oder hindern.

Gebet: Vater im Himmel, wir danken dir, für unsere Kinder, die du uns geschenkt hast und bringen sie zu dir zurück. Wir können sie in der Gottlosigkeit unserer Zeit nicht recht erziehen. Ziehe du sie zu dir, und trage sie durch ihre Versuchungen, wie du uns getragen hast. Schenke ihnen einen wiedergeborenen Lebenspartner und einen ehrenhaften Beruf, damit sie dir miteinander dienen können. Amen!

Fragen:

  1. Welche Kindergebete hat dir deine Mutter beigebracht?
  2. Welches sind die drei Grundelemente für die Lebensplanung eines jeden Kindes?

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