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Home -- German -- The Law of the Spirit -- 038 (Let there be Light)

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THEMA 5: DAS GESETZ DES GEISTES - für ein Leben in Christus
Meditationen, Gebete und Fragen zu den apostolischen Ermahnungen in den Briefen des Neuen Testaments

II. Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus
Die Gewissheit der Vergebung unserer Sünden

Es werde Licht! (Die Erkenntnis des dreieinigen Gottes)


Der Prophet Jesaja hat sein Volk mit einem dramatischen Befehl aufgerüttelt:

„Mache dich auf,
werde licht;
denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des HERRN
geht auf über dir!
Denn siehe,
Finsternis bedeckt das Erdreich
und Dunkel die Völker;

aber über dir geht auf der HERR
und seine Herrlichkeit erscheint über dir“

(Jesaja 60,1-2).

Diese aufregende Verheißung ist mit dem Kommen Jesu Christi erfüllt worden, der bekannte:

„Ich bin
das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt,
der wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern wird das Licht des Lebens haben“

(Johannes 8,12).

Dieses Bekenntnis lehrt uns die Größe und Bedeutung des Messias, der die geistliche Finsternis, die über unserer Welt liegt, mit den Strahlen seiner Liebe und seiner verborgenen Herrlichkeit durchbrochen und überwunden hat. Außerdem schenkte er seinen Nachfolgern das Licht des Lebens. Er hat mit dieser Formulierung die biologische Abhängigkeit des Lebens vom Licht der Sonne zur Seite geschoben und erklärt, dass sein Leben voll heiligen Geistes das wahre Licht der Welt ist.

„In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen“ (Johannes 1,4.5; 3,19-21).

„ Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind“ (Johannes 1,12-13; 3,5-6; Galater 3,26).

Der Herr Jesus legte auf die von seinem Geist wiedergeborenen Nachfolger seine eigene Identität, und forderte sie auf, dementsprechend zu leben:

„Ihr seid das Licht der Welt.
So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten,
damit sie eure guten Werke sehen
und euren Vater im Himmel preisen“

(Matthäus 5,14.16).

Die Zeugnisse der von Jesus geprägten Jünger müssen nicht immer in wohlüberlegten Reden bestehen, denn ihr Leben verkündigt oft eine deutlichere Botschaft als ihre Worte. Der Apostel Paulus bezeichnete sie deshalb als Kinder des Lichts:

„Ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als „Kinder des Lichts“; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten“ (Epheser 5,8-14). Auch hier erscheint zuerst das Leben, dann das Licht!

Auch der Apostel Johannes bekennt das Leben der Glaubenden an Jesus Christus, als einen Wandel im Licht Gottes:

„Das ist die Botschaft, die wir von ihm (von Jesus) gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“ (1.Johannes 1,5-7).

Wer diese Offenbarungen nicht sofort verstehen kann, den verweisen wir auf den Beginn der Bibel, damit er mutig an die Sondermeldungen des Evangeliums glauben kann:

„Die Erde war wüst und leer,
und es war finster auf der Tiefe;
und der Geist Gottes
brütete über dem Wasser.
Und Gott sprach: Es werde Licht!
Und es ward Licht“

(1.Mose 1,2.3)

Der Geist Gottes schwebte und wirkte über dem Wasser in eine dichte Finsternis hinein, indem er über ihnen schwebte und sie mit seiner Barmherzigkeit solange durchstrahlte, bis Gott sagen konnte: Es werde Licht! Dies erhellt uns eine hilfreiche Methode, dass auch wir inmitten geistlicher Finsternisse „Licht von Gott“ empfangen können.

Eine der besonderen Offenbarungen im hellen Licht Gottes ist die geistliche Tatsache, dass Gott unser Vater im Himmel ist. Der Herr Jesus hat uns in 200 Versen des Neuen Testaments das Geheimnis der Liebe seines Vaters offenbart, und uns sein persönliches Gebet mitgeteilt, so dass wir das Vorrecht erhalten zu beten:

„Unser Vater im Himmel!
Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen“

(Matthäus 6,9-13).

Der Heilige Geist bestätigt die überirdische Anrede in diesem einzigartigen Gebet nach den Worten des Apostels Paulus:

„Ihr habt keinen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen:

Abba,
lieber Vater!

Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind“ (Römer 8,15-16).

Der Reformator Johannes Calvin soll bezeugt haben, dass an diesem vertrauensvollen Urlaut des Heiligen Geistes in einem Christusnachfolger erkannt werden könne, ob er ein wieder-geborener Christ sei oder nicht. Ohne den Heiligen Geist kann niemand auf Dauer Gott „unseren Vater“ nennen.

Wirkliche Christen besitzen etwas, was andere Menschen nicht haben: Sie wissen und bekennen, dass der allmächtige Schöpfer durch Jesus Christus ihr geistlicher Vater geworden ist. Er kennt ihre Namen, sorgt für sie, plant für sie, führt sie und erzieht sie, wenn sie seiner Führung entweichen. Sie sind nie verlassen noch vergessen. Sie besitzen die gewisse Hoffnung, zu ihrem Vater im Himmel heimzugehen. In ihm bleiben sie durch Jesus Christus in seinem Geist geborgen.

GEBET: Unser Vater, wir preisen dich und beten dich an, weil du das ewige Licht ohne Finsternis bist. Du hast die Nachfolger Christi in dein helles Licht gestellt und sie mit deinem heiligen Geist durchleuchtet, belebt und zu Leuchttürmen gemacht. Hilf uns unsere Berufung zu erfüllen. Wir danken dir, dass Du unser Vater bist. Amen.

FRAGEN:

  1. Was bedeutet es, dass der dreieinige Gott „Licht“ ist?
  2. Weshalb können wir bekennen, dass der allmächtige Schöpfer „unser Vater“ ist?

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